Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Döbeln Am Etzdorfer Berg kommt echte Renn-Atmosphäre auf
Region Döbeln Am Etzdorfer Berg kommt echte Renn-Atmosphäre auf
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:19 12.07.2017
Bergrennen in Roßwein. Quelle: Sven Bartsch
Anzeige
Rosswein

Mit 63 Startern aus ganz Sachsen fand am Sonntag die elfte Ausgabe des Roßweiner Bergrennens in zwei Kubikklassen erneut großen Teilnehmer-Zuspruch. Das gilt auch für die Zuschauer.

Die meisten Besucher hatten sich wie immer direkt am Start in Höhe des Pennymarkt-Parkplatzes versammelt. Denn dort erklärte Georg Riedel von den Feuerwehr-Historikern, die das Rennen veranstalten, zu jeder Maschine, die auf die Strecke ging, ein paar Details. Zudem befand sich wieder gleich neben dem Start das Fahrerlager, wo Technikfreunde die Maschinen aus nächster Nähe „beschnuppern“ konnten.

Doch auch am gesamten Streckenverlauf, der den Etzdorfer Berg bis hinauf nach Etzdorf führte, fanden sich zahlreiche Schaulustige am Straßenrand ein. „Es ist schön, wenn sich unsere Gäste etwas am Berg verteilen. So kommt richtiges Renn-Feeling auf, das gefällt den Fahrern“, sagte Riedel.

Nachdem im Vorjahr das Rennen abgebrochen worden war – ein Mann hatte eine Herzattacke erlitten, an der er später im Krankenhaus verstarb – ging es auch diesmal nicht ohne Zwischenfall ab. Ein junger Roßweiner Starter war in der ersten Linkskurve mit seinem Moped weggerutscht und gestürzt. Der Krankenwagen musste kommen. „Der junge Mann hat eine Fleischwunde an der Wade, die genäht werden muss. Der Gashebel des Moped ist vermutlich hängen geblieben, so dass es zum Sturz kam“, schildert Detlef Bender, Vorsitzender des Vereins Feuerwehrhistorik.

Nach zirka 50 Startern des ersten Durchgangs gab es also eine kleine Zwangspause, gerade als Klaus Dietrich aus Nossen mit seinem Berliner Roller an der Reihe war. Doch schon bald konnte es weitergehen. Die älteste Maschine am Start war diesmal eine Wanderer, baujahr 1926, die Ulf Beyreuther aus Freital lenkte. Nur zwei Jahre jünger ist die Ardie TM 500 von Klaus Winkler, der aus dem nahen Naußlitz zum Bergrennen gekommen war. „Ich habe die Maschine von meinem Großvater Paul Gabsch geerbt. Der hatte eine Werkstatt in Zschaitz. Viele Arbeitstunden habe ich gebraucht, damit die Ardie so aussieht, wie jetzt“, sagt der 65-jährige Winkler. Er gehört zu den 200 Mitgliedern des deutschlandweiten Ardie-Vereins und kann etwas Bedeutsames für die Region berichten: „Der Gründer der Nürnberger Ardie-Werke stammt aus dem Oschatzer Ortsteil Zöschau.“

Wie bei den Rennen vorher ging es auch diesmal nicht um Geschwindigkeit, sondern um Gleichmäßigkeit. Bei ihren zwei Bergfahrten sollten die Starter möglichst gleiche Zeiten fahren. Am besten gelang das Stefan Gäser aus Etzdorf mit seiner AWO 320 und Klaus Dietrich aus Nossen mit einem Berliner Roller. Beide fuhren mit null Sekunden Zeitdifferenz und erhielten die Pokale.

Von Olaf Büchel

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!
Döbeln XXL-Kinderfest im Stadtpark - Große Party für kleine Harthaer

An insgesamt acht Stationen konnten sich die kleinen Besucher beim XXL-Kinderfest im Harthaer Stadtpark beweisen. Beim Blindenlauf musste man mit verbundenen Augen eine Runde durch den Park laufen. Wer das schaffte, bekam einen Stempel auf dem verteilten Stationszettel. Am Ende gab es schließlich Kino- oder Badegutscheine zu ergattern.

12.07.2017

Zum XXL-Kinderfest im Harthaer Stadtpark leuchteten Kinderaugen besonders hell: Bei kreativen Angeboten und kleinen Wettkämpfen konnten die Knirpse acht verschiedene Stationen durchlaufen. Unterstützung bekam der organisierende „Jugend aktiv Harthe“ von zahlreichen Vereinen und Institutionen der Stadt.

12.07.2017

Lange mussten die Besucher der „Burg der Märchen“ darauf warten, am Wochenende war es endlich soweit: Prinzessin Vicky heiratete ihren Traumprinzen. Der Weg dahin war allerdings steinig und brachte so manches Chaos mit sich. Die Besucher der Miskus-Veranstaltung wiederum genossen die kleine Flucht aus dem Alltag.

12.07.2017
Anzeige