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Döbeln Amerikanerin verschönert Döbelner Rücken
Region Döbeln Amerikanerin verschönert Döbelner Rücken
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15:59 04.08.2015
Künstlerischer Austausch: Besuch aus Übersee hatte jüngst der Döbelner Tätowierer Thomas Hahnefeld in seinem Laden "Farbsyndrom".  Die us-amerikanische Tätowiererin Rebecca "Speck" Osterhout zeigte ihr Können auf dem Rücken von Nadine Kretzschmar. Quelle: Sven Bartsch.
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Döbeln

Enjoy the beer and all the Schnitzel“ - das Bier und die ganzen Schnitzel genießen: Rebecca „Speck“ Osterhout weiß gleich auf den Punkt zu bringen, was sie in Döbeln tut. Das ist natürlich nicht die volle Wahrheit, denn die 30-Jährige ist streng genommen zum Arbeiten und zum künstlerischen Austausch  von Chicago nach Döbeln gekommen. Arbeit ist für sie, die Haut von Menschen mit dauerhaften Bildern zu verschönern, mit Nadeln Tinte in die unteren Hautschichten einzubringen. Landläufig ist das als tätowieren bekannt.

In Döbeln arbeitete Rebecca Osterhout im Tattoo-Studio „Farbsyndrom“ an der Rudolf-Breitscheid-Straße. Dessen Inhaber sind Gunter Krippaly und Thomas Hahnefeld.Thomas Hahnefeld ist ein Freund von Stephan Conrad vom Treibhaus-Verein und der wiederum lernte Rebecca auf einer Reise in die Vereinigten Staaten kennen. Das war vor sieben Jahren. Und so bahnte sich der künstlerische Austausch über mehrere Ecken an. „Ich bin nun schon zum vierten Mal hier, um so viele Tatoos zu stechen, wie ich kann“, sagt die Amerikanerin, die alle nur bei ihrem Künstlernamen „Speck“ nennen.

Im Farbsyndrom gehörte Nadine Kretzschmar, die bereits ein Tattoo von Thomas Hahnefeld auf dem Rücken hat, zu Specks Kundschaft. Sich von Speck tätowieren lassen, war diesmal einem ausgewählten Kreis vorbehalten. Farbsyndrom-Inhaber Thomas Hahnefeld kann sich aber vorstellen, Speck bei einem ihrer nächsten Aufenthalte auch an die Haut der „normalen“ Kundschaft heranzulassen. „Ich liebe ihre einfach gehaltenen, traditionellen Tattoos. Das ist ein schöner Gegensatz zu meinem Stil“, sagt er. Unterschiede hat er auch in den Tätowier-Maschinen ausgemacht, die Speck verwendet und die im Farbsyndrom zum Einsatz kommen. Die der Amerikanerin sind lauter. „You can hear it in your sleep (Du kannst sie im Schlaf hören)“, sagt Speck.

Rebecca Osterhout arbeitet seit zwölf Jahren als Tätowiererin. „Tattoo Candy“ heißt der Laden an der N.-Pulaski-Road unweit des Lake Michigan in Chicago, in dem sie ihre Kunstwerke auf der Haut ihrer Mitmenschen verewigt.

Eine Woche dauerte ihr Aufenthalt in Döbeln, mittlerweile ist Speck in Leipzig - wiederum zum Tätowieren. Am Wochenende hat sie mit Stephan Conrad einen Kurztripp nach Prag absolviert. Gutes Bier gibt es wohl auch da, allerdings wird dazu dann eher Gulasch mit Knödeln gegessen.

Bis zum 21. August bleibt Speck noch in Deutschland. Dann fliegt sie zurück in die Staaten. Dort wartet nicht nur ihre Freund auf sie sondern auch Effie, eine Hündin der Rasse „Australien blue Heeler“, hierzulande als australischer Treibhund bekannt. „Manche sagen, er sieht aus wie ein Wolf, andere meinen, wie ein Kojote“, beschreibt Rebecca ihren vierbeinigen Liebling.

Dirk Wurzel

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