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Döbeln Ampeln an Autobahn unnötig
Region Döbeln Ampeln an Autobahn unnötig
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21:31 15.10.2014
Die Gakendelle und gesamte B175 in Döbeln-Ost sollen erneuert werden. Doch seit Jahren läuft das Planfeststellungsverfahren. Quelle: Wolfgang Sens

Das kündigte gestern die Landesdirektion Sachsen an. Was alle Döbelner interessiert, was aber wegen des noch nicht abgeschlossenen Planverfahrens weiterhin offen bleibt, ist die Frage: Wann starten endlich die Arbeiten zwischen Marktkauf-Kreuzung und Autobahnanschluss Döbeln-Ost, über die seit zehn Jahren geredet wird?

Als Grund dafür, dass die Pläne zum wiederholten Mal der Öffentlichkeit unterbreitet werden, nennt die Behörde eine nunmehr zweite Änderung der Unterlagen. Diese hat der Träger des Vorhabens, das Landesamt für Straßenbau und Verkehr (Lasuv), vorgenommen. Es handelt sich vor allem um Änderungen beim Wegenetz und bei den Zufahrtsregelungen, wie gestern Ingolf Ulrich, ein Pressesprecher der Landesdirektion, mitteilte. Das würde sich besonders auf die "Inanspruchnahme von Flurstücken" auswirken. Genauere Angaben dazu macht die Landesdirektion nicht, verweist stattdessen auf die bevorstehende Auslegung. "Dann können sich alle Betroffenen gleichberechtigt in der erforderlichen Präzision und Tiefe über die aktuellen Planungen informieren", sagt Ulrich. Was klar ist: Bei den bisher vorgesehenen Ampelanlagen an den beiden Zu- und Abfahrten des Autobahnanschlusses Döbeln-Ost soll es nicht bleiben. Untersuchungen zur Verkehrsprognose bis zum Jahr 2025 hätten ergeben, dass das Verkehrsaufkommen zurückgeht. Deshalb seien die ursprünglich geplanten Ampeln verzichtbar. An beiden Knotenpunkten mit der B 175 sollen trotzdem Leerrohre verlegt werden, um sich die Möglichkeit einer späteren Installation von Ampeln offen zu halten.

Für die Bürger auslegen will die Landesdirektion die Pläne vom 10. November bis zum 9. Dezember in Döbeln, Roßwein und in Mochau. Parallel dazu werden Kommunen, Behörden sowie Träger von Ver- und Entsorgungsleitungen angehört. Bis zum 23. Dezember sind schriftliche Einwände und Hinweise möglich.

Bisheriger Stand: Der Ausbau der B 175 auf rund drei Kilometern Länge soll die Straße in flacheres Gelände führen, damit die Gakendelle verschwindet. In Höhe von Autoteile Unger ist eine Brücke über die Bundesstraße geplant, die die Gewerbegebiete verbinden und über Anschlüsse an die B 175 verfügen soll. Über diesen neuen Verkehrsknoten wären auch Mochau und Oberranschütz erreichbar. An der jetzigen Ypsilon-Kreuzung am Chausseehaus soll es nur noch eine Zufahrt zum Ortsteil Zschäschütz geben. Dafür hatten sich Einwohner bereits nach einer ersten Auslegung der Pläne im Jahr 2008 stark gemacht, damit für sie kein kilometerlanger Umweg entsteht.

Die Kosten für die Baumaßnahme wurden zuletzt auf knapp zwölf Millionen Euro beziffert. Der Mammutanteil davon soll aus dem Bundeshaushalt kommen. Stadt Döbeln und Landkreis haben ihre Anteile betreffend im Vorjahr eine Vereinbarung getroffen. © Kommentar

Olaf Büchel

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