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An der Grenze erprobtes Rütteln

An der Grenze erprobtes Rütteln

Im Umfeld des Schulzentrums in Döbeln-Nord sind etliche Veränderungen erfolgt. Sie sollen dafür sorgen, dass der morgendliche Schulweg stressfreier für alle Beteiligten abläuft.

Döbeln.

 

 

 

 

Chaos pur - mit diesen beiden Worten lässt sich beschreiben, was sich vor Beginn eines jedes Schultages im Bereich Bayrische und Badische Straße abgespielt hat: Direkt vor dem Schulzentrum haltende Busse, die binnen kurzer Zeit hunderte Schüler ausspuckten, genervte Eltern, die mit dem eigenen Fahrzeug ihren Nachwuchs "abliefern" wollten, Schüler, die zu Fuß ankamen - und alle behinderten sich gegenseitig.

Damit soll ab Montag, wenn das neue Schuljahr beginnt, Schluss sein. "Die Schulbusse fahren nicht mehr direkt bis vor die Schule, sondern halten an den beiden gegenüberliegenden Haltestellen in der Straße Zur Muldenterrasse", erklärt Ordnungsamtsleiter Jürgen Müller die wichtigste Veränderung. Im Bereich der Haltestellen wurden die Fußwege abgesenkt, außerdem entstand eine Verkehrsinsel auf der Fahrbahn, die das Überqueren der Straße für die Schüler sicherer macht. Direkt von den Haltestellen führt ein Fußweg bis zum Schulzentrum, weshalb es Müller als nicht problematisch ansieht, wenn die Schüler, die mit dem Bus ankommen, ein paar Meter laufen müssen.

Den Fahrern der Schulbusse kommt diese Variante entgegen. Sie müssen nun nicht mehr durch die schmalen Straßen bis zur Schule kurven. "Das Halten der Busse vor der Schule hat sich offenbar nicht bewährt. Also wird es wieder so gehandhabt, wie es vor dem Schulumbau gewesen ist", sagt Steffen Holzapfel, Verkehrsleiter bei der Verkehrsgesellschaft Döbeln (VGD).

Eltern, die ihre Kinder mit dem Auto zur Schule bringen, können die bisherige Busbucht vor den Eingängen des Schulhauses nutzen, um ihre Schützlinge aussteigen beziehungsweise am Nachmittag einsteigen zu lassen.

Damit eine kaum verstopfte Schulzufahrt nicht gleich zum Rasen verleitet, wird vorgebeugt. Der durch Schilder und ein zusätzliches Piktogramm ausgewiesene verkehrsberuhigte Bereich ist jetzt verkürzt, gilt also nicht mehr für die gesamte Bayrische Straße. So soll auf die eigentlichen Gefahrenzone besser aufmerksam gemacht werden. Zudem befinden sich auf der Fahrbahn sogenannte Rüttelstreifen - zweimal drei Stück, in leuchtendem Phosphorgelb. "Es handelt sich um neuartige Markierungen, die es in Deutschland bislang nur an der Grenze zu Polen gibt", erklärt Jürgen Müller. Dort sollen sie sich nach Angaben der ausführenden Verkehrssicherungsfirma ausgezeichnet bewährt haben. Die Streifen sind aus Kunststoff und nur einen Zentimeter dick. Sie warnen und erinnern den Kraftfahrer, heben das Auto aber nicht, wie oft bei Aufpflasterungen der Fall, aus den Angeln. Durch die leuchtende Farbe sind sie auch bei Dunkelheit gut zu erkennen.

Für alle Kraftfahrer genauso interessant und wichtig: die Straße Zur Muldenterrasse ist nicht mehr komplett eine 30er Strecke, sondern nur noch auf 200 Metern an den Bushaltestellen. Dazu Ordnungsamtschef Jürgen Müller: "Die Geschwindigkeitsbegrenzung ist bislang kaum eingehalten worden und im gesamten Abschnitt zwischen Albert-Schweitzer- und Leipziger Straße auch nicht notwendig." Zusätzlich zu den aufgestellten Schildern sollen vor den Haltestellen noch große Piktogramme in Form der 30er Scheibe auf die Fahrbahn aufgebracht werden. Das soll deutlich mehr bewirken, als die bisherige Regelung, wird im Rathaus gehofft.

Olaf Büchel

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