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Döbeln An der Pesta: Harthas denkmalgeschützte Turnhalle bekommt von außen neuen Schliff
Region Döbeln An der Pesta: Harthas denkmalgeschützte Turnhalle bekommt von außen neuen Schliff
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00:32 24.03.2018
Nachdem die Arbeiten im Inneren bereits abgeschlossen sind, beginnen bald die Arbeiten an der Außenfassade. Quelle: Manuel Niemann
Hartha

Nicht nur am Schulgebäude in der Pestalozzistraße stehen Arbeiten bevor, bereits seit einiger Zeit wird die denkmalgeschützte Turnhalle instand gesetzt: 2010 wurde der Hallenbereich saniert, 2014 folgte das Dach, Anfang des Jahres konnte der Eingangs- und Kabinenbereich abgeschlossen werden. Was nun noch aussteht, ist die Außenfassade. „Das alte Erscheinungsbild soll wieder komplett hergestellt werden“, sagt Günter Roßberg, Geschäftsführer des städtischen Kultur- und Sportbetriebs.

Kosten im bewilligten Limit

Die geplanten Arbeiten, über die der Stadtrat am Donnerstagabend in drei Losen abstimmt, belaufen sich laut den eingegangen Angeboten auf Kosten von 115 000 Euro. Eintausend Euro unter der bewilligten Gesamtsumme, die entsprechend dem Fördermittelbescheid ausgegeben werden darf. Obwohl die Lage auf Bau immer noch angespannt war, gingen je nach Gewerk genügend Angebote ein.

Denkmalschutz wird berücksichtigt

Bei spezielleren Arbeiten wie der Klinkerfassade waren es nur zwei: „Das sind fachspezifische Aufgaben, die nicht jede Firma anbietet“, erklärt Roßberg. Es werde nicht einfach verputzt. „Die Klinkerfassade muss wie bei der Schule erhalten bleiben. Sie muss gesäubert und die Fugen, wo es notwendig ist, ausgebessert werden“, erklärt er die mit dem mit dem Denkmalschutz abgestimmten Arbeiten.“

Stuck- und Natursteinelemente werden restauriert

Ebenso sind die Zierelemente aus Stuck und Naturstein ein Fall für Experten. Ob als Abschluss an den Ecken, oben am Sims oder rund um die Fenster – in Teilen sind diese ausgebrochen. Noch erhaltene Steine dienen für sie als Vorlage: „Es ist ja noch nicht alles abgefallen, ein paar von den Ecken hängen noch. Wo sie locker waren, haben wir sie aus Sicherheitsgründen entfernt. Nicht dass sie runterfallen und Kinder verletzt werden.“

Schul- und Freizeitsport wird nicht beeinträchtigt

Die Arbeiten sollen weitestgehend ohne Beeinträchtigung des Hallenbetriebs ablaufen. „Es sind ja nur Außenarbeiten, innen beeinträchtigt das nichts, so dass der Sport weiter getrieben werden kann“, sagt Roßberg. Wie vor vier Jahren, als das Dach instand gesetzt wurde, wird ein Gerüst mit einem Durchgang am Eingang gesetzt. Das Aufstellen erfolge in den Nachmittagsstunden oder, sollte dies nicht möglich sein, in Absprache mit den Schulen nebenan.

Arbeiten ziehen sich bis in den Spätsommer

Roßberg rechnet damit, dass die Arbeiten an der Turnhallenfassade bis in den Juli oder gar August andauern werden: „Weil es doch etwas umfangreicher und viel Kein-Klein an der Klinkerfassade zu machen ist“, sagt er.

Maßnahmen im Wiesenstraßen-Stadion folgen

Plant der Chef des Kultur- und Sportbetriebs schon weiter? „Arbeit gibt es ja immer“, lacht er. Tatsächlich sei angedacht, die Tartan- und Aschenbahn im Stadion in der Wiesenstraße zu erneuern.

Von Manuel Niemann

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