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Döbeln Anlagenmechaniker – Beruf für raffinierte Sachen
Region Döbeln Anlagenmechaniker – Beruf für raffinierte Sachen
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10:00 29.07.2018
Aus Rohren und Profilstahl baut die HTK Haustechnik Döbeln unter anderem Heizungs- und Lüftungsanlagen. Firmenchef Timotheus Kapfer sucht derzeit Anlagenmechaniker und bildet diesen Beruf auch aus. Quelle: Sven Bartsch
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Döbeln

Die Vielseitigkeit macht den Anlagenmechaniker aus. „Da sind viele Fachrichtungen zusammengefasst“, sagt Timotheus Kapfer. So zum Beispiel der Heizungsbauer, der Klempner und der Lüftungsbauer. Dreieinhalb Jahre dauert eine Ausbildung zum Anlagenmechaniker. Bei der HTK Haustechnik lernen gerade zwei Lehrlinge diesen vielseitigen Beruf. Die Berufsschule besuchen sie in Grimma – mit Ausnahmegenehmigung. Denn eigentlich müssten sie nach Freiberg zur Berufsschule. Aber dorthin zu gelangen, dauert sehr lange, wenn man auf die öffentlichen Verkehrsmittel angewiesen ist. In Grimma dagegen ist man ruckzuck mit dem Zug. Also kämpft Timotheus Kapfer dafür, dass seine „Stifte“ in Grimma die Berufsschule besuchen können und bewegt dafür viel Papier.

40 Mitarbeiter

Früher schleppte er Guss-Heizkörper und schweißte Rohrleitungen. Er hat den Beruf des Heizungsbauers gelernt, dann noch den des Klempners, ein Technikerstudium absolviert und dann noch den Kältetechniker draufgesattelt, hat zwei Meister (Sanitär und Heizungsbau). Mit Anlagen, die Luft, Wasser, und Temperatur verteilen, kennt sich der Chef des Unternehmens also bestens aus. 40 Mitarbeiter hat die HTK Haustechnik. Seit mehr als 25 Jahren gibt es den Betrieb. Er ist in allen Gewerken der technischen Gebäudeausrüstung firm, bietet wirtschaftliche Lösungen für Heizung, Sanitär, Lüftung, Kälteanlagen, Druckluftanlagen und technische Isolierungen.

Nie langweilig

Und diese Bandbreite deckt auch der Lehrberuf Anlagenmechaniker ab. Gesellen in diesem Beruf sucht die HTK gerade. Und auch Lehrlinge. Der HTK-Chef kann nur für die Vielseitigkeit dieses Berufes werben. „Das ist nicht so eintönig, wie in der Fabrik am Fließband stehen.“ Montags eine Heizung einbauen, dienstags eine Lüftungsanlage und am Mittwoch eine Klimaanlage. Donnerstags und freitags sind dann Bäder oder größere Sanitäranlagen dran. Diese hypothetische Arbeitswoche zeigt, dass es nie langweilig werden dürfte.

Die HTK ist deutschlandweit aktiv und einer ihrer Vorteile ist, dass die Kunden alles aus einer Hand bekommen, weil sie alle TGA-Gewerke abdeckt und diese auf den Baustellen nicht wechseln. In punkto Aktionsradius spürt Timotheus Kapfer gerade einen Wechsel. Bedeutet: Seine Monteure müssen nicht mehr ganz so weit fahren, die Aufträge liegen näher an Döbeln. „Der Bedarf ist da und wenn die Leute fehlen, kann man sich die Arbeit aussuchen“, sagt Timotheus Kapfer.

Raffinierte Anlagen

Mit ausgefeilten Anlagen hat er übrigens auch den Firmensitz der HTK an der Richard-Köberlin-Straße ausstattet: Die Photovoltaik-Panele sind wie Markisen an der Fassade vor die Fenster montiert. Das spendet Schatten und hält den Regen ab. Die Wärmepumpen-Heizung funktioniert im Sommer als Kühlanlage. „Als Anlagenmechaniker können Sie schon raffinierte Sachen bauen“, sagt der bayerische Schwabe. Und er ist sich sicher, dass es den Beruf den Anlagenmechanikers noch sehr lange geben wird. „Solange die Menschen Wasser und Luft brauchen, wird es auch diesen Beruf geben.“

www.htk-haustechnik.de

Von Dirk Wurzel

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