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Archivdienstleister investiert in Leisnig sechs Millionen Euro für Neubau

Kesselhaus Archivdienstleister investiert in Leisnig sechs Millionen Euro für Neubau

Das alte Haus C, früher ein Kesselhaus, wird dieses Jahr ersetzt durch ein modernes Produktionsgebäude. Es ist mittlerweile weggerissen. Eine Zeichnung vom Architekturbüro Zache verdeutlicht, wie die Lücke geschlossen wird. Links der Turm verkörpert ein Zylinderschloss. Es soll verdeutlichen, dass die archivierten Krankenakten unter sicherem Verschluss sind, der Datenschutz in höchstem Maße gewährt wird.

Die Zeichnung vom Architekturbüro Zache zeigt, wie das neue DMI-Produktionsgebäude in Leisnig einmal aussehen soll.

Quelle: abz Architekturbüro Zache

Leisnig. Das Linien-Design der Fassade deutet eine Leiterplatte an, symbolisiert Datenverarbeitung auf modernstem Niveau. Der Krankenhausakten-Archivierer, mittlerweile seit 50 Jahren am Markt, investiert in den Neubau gut drei Millionen Euro. Die Gesamtinvestition, welche des Weiteren die Technik für neue Hochleistungs-Scanstraßen als auch die Klimatisierung neuer und bestehender Produktionsräume einschließt, beläuft sich auf sechs Millionen Euro.

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Der Abriss ist bald erledigt. Wo einst ein altes Kesselhaus stand, will DMI in Leisnig noch dieses Jahr ein neues Produktionsgebäude errichten. Die Investition für den Bau sowie die technischen Anlagen und weitere Gebäude auf dem Betriebsgelände an der Muldenwiese umfasst insgesamt sechs Millionen Euro.

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Der dreigeschossige Neubau wird mit dem Produktionshauptgebäude baulich verbunden. So gelangen die Mitarbeiter etagengleich von einem Gebäude in das andere. Ein Redundanz-Rechenzentrum, also ein zusätzliches Rechenzentrum, ist nahe der Friedrich-Bernhardt-Straße als gesondertes Bauprojekt, ebenfalls für dieses Jahr geplant. Es soll oberhalb der Hochwasserlinie stehen. In diesem Gebäude werde zudem ein Blockheizkraftwerk untergebracht, informiert Betriebsleiter Bengt Dölitzscher über das Millionenvorhaben.

Generalauftragnehmer für das große Bauprojekt ist die Mildensteiner Baugilde, ein Unternehmen der Obstland AG Dürrweitzschen. Im Dezember 2017 soll alles fertig sein. Dann werde der Interims-Containerbau vom Gelände wieder verschwinden, wo derzeit Computerarbeitsplätze stehen und keine Akten von Hand zu Hand gehen.

Für das neue Haus C soll im August die Bohrpfahlgründung gesetzt werden, umreißt Dölitzscher die nächsten Ziel des Bauvorhabens. Auf einer Fläche von rund 550 Quadratmetern entstehen auf den insgesamt drei Geschossen circa 2500 Quadratmeter neu verfügbare Fläche. Den Leisniger Standort wird die Neuinvestition wesentlich stärken. Kurzfristig würden für dieses Jahr bereits 20 neue Mitarbeiter benötigt für dei Produktion. Von den drei DMI-Standorten, Münster Essen und Leisnig, hat der sächsische mit rund 500 Mitarbeitern die meisten Beschäftigten. Der DMI-Konzern in Deutschland beschäftigt insgesamt 900 Menschen. Als Archivdienstleister bietet das DMI eine Bandbreite, die in ihrer Art in dieser Branche ihresgleichen sucht. Von etwas mehr als 2000 Krankenhäusern und medizinischen Einrichtungen in Deutschland lassen rund 700 ihre Akten in Leisnig verarbeiten und archivieren. Pro Monat werden derzeit 30 Millionen Papierseiten gescannt, womit etwa 7500 Ordner zusammen kommen. Sie würden eine Reihe von sechs Kilometern ergeben. 70 Prozent des gesamten Scan-Volumens der DMI-Konzerns wird am Standort in Leisnig verarbeitet.

Um in den kommenden Jahren kontinuierlich aus dem eigenen Personal den Mitarbeiterstamm ausbauen zu können, ging das DMI zur Ausbildung im eigenen Hause über. Drei Azubis werden ausgebildet zum Fachangestellten für Medien- und Informationsdienste. Für das bevorstehende Lehrjahr werden noch Bewerbungen angenommen. Ein guter Oberschulabschluss ist Voraussetzung.

Von Steffi Robak

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