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Döbeln Artisten, Tiere, Sensationen – Circus Afrika gastiert in Döbeln
Region Döbeln Artisten, Tiere, Sensationen – Circus Afrika gastiert in Döbeln
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18:28 02.04.2019
Tonga (30), Ghandi (50) und Moja (28) sind die Wappentiere des Circus Afrika. Für Direktor Hardy Weisheit gehören sie zur Familie. Quelle: Sven Bartsch
Döbeln

Es ist wieder soweit. Auf dem Zirkusplatz auf den Döbelner Klosterwiesen macht wieder einmal ein großer und bekannter Zirkus Station. Mit 30 Mitarbeitern, 40 Tieren, 20 Wagen sowie einem großen Zweimastzelt mit bis zu 1 000 Plätzen gastiert der Circus Afrika in der Stadt. Fünf Vorstellungen, am Donnerstag und Freitag jeweils 16 Uhr, am Sonnabend 16 und 19 Uhr sowie am Sonntag um 11 Uhr, sind geplant.

„Wir freuen uns auf das Döbelner Publikum und hoffen, dass viele Gäste den Weg zu uns finden“, sagt Zirkusdirektor Hardy Weisheit. Die Weisheits sind seit 400 Jahren in achter Generation Zirkusartisten. „Wir machen das mit Leib und Seele. Doch in Zeiten, wo jedes Kind eine Handy hat, Computerspiele und Fernsehen rund um die Uhr für Action auf Bildschirmen sorgen, hat es der Zirkus schwer“, sagt er. Hinzu kommen schwere Vorwürfe von Tierrechtsorganisationen wie Peta, welche die Gastspiele des Zirkus oft begleiten. Dann sind da noch militante Tierschützer, die zuletzt in Leipzig 50 Plakate des Zirkus zerschnitten haben. Hardy Weisheit befürchtet, dass er zur letzten Generation der Zirkusdynastie gehören könnte.

Hardy Weisheit und seine Elefanten. Quelle: Sven Bartsch

Die Tierschützer setzten die Amts-Veterinäre unter Druck. „Die sind in vielen Gastspielorten täglich bei uns auf dem Platz“. Das ist für den Zirkusdirektor auch in Ordnung. Peta wirft dem Zirkus mangelhafte Tierhaltung, unzulässiges Anketten der Elefanten während des Tages sowie mangelnde Beschäftigungsmöglichkeiten vor und fordert, dem Zirkus die Erlaubnis zur Tierhaltung zu entziehen. „Dank der Tierschützer können wir den Fachleuten vom Veterinäramt jeden Tag nachweisen, dass wir unsere Tiere gut behandeln und gut halten. Davon kann sich jeder gern überzeugen, bevor er den Zirkus schlecht redet“, sagt er.

Die Tiere seien Lebensinhalt und Existenzgrundlage eines Zirkusbetriebes. Sie gehörten zur Familie. Besonders die Elefanten leben von klein auf in dem Zirkus. „Wo sollten die denn hin, wenn man Elefantenhaltung im Zirkus verbietet“, fragt Weisheit. Der Zirkus Afrika hält zwei afrikanische und eine asiatische Elefantendame und sorgt mit den Einnahmen auch für den Lebensunterhalt der Tiere. Ghandi ist mit 50 die Seniorin, Tonga ist 30 und Moja 28 Jahre alt. Bis zu 60 Jahre alt wird ein Elefant. Nach ihrem Tod wird es tatsächlich keine Elefanten mehr im Zirkus geben. Denn neue Tiere anzuschaffen, ist nicht mehr zulässig.

Neben den drei Wappentieren des Circus Afrika bietet das zweistündige Programm eine Hunde-Revue, elegante Araberhengste, Kamele, Zebras sowie Clownerie, Artistik auf dem Drahtseil sowie am Schwungseil und Antipodenartistik auf höchstem Niveau. Karten gibt es ab Donnerstag täglich ab 11 Uhr an der Zirkuskasse. Zudem verlost die DAZ zehn Logenkarten für die Abendvorstellung am Sonnabend, dem 6. April um 19 Uhr unter allen Lesern, die uns bis Donnerstag, 18 Uhr, eine E-Mail an daz.aktion@lvz.de senden (bitte Name, Vorname, Wohnort und Alter nicht vergessen).

Von Thomas Sparretr

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