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Döbeln Aschershain feiert ohne großes Tam-Tam
Region Döbeln Aschershain feiert ohne großes Tam-Tam
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00:19 30.07.2017
Ein Programm zum Aschershainer Dorffest, wie hier 2011 unter dem Motto „Bauer sucht Bäuerin“, ist organisatorisch nicht mehr zu stemmen. Quelle: DAZ-Archiv
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Aschershain

Auch wenn die letzten Dorffeste in Aschershain eher schmal ausfielen, an der Tradition soll weiterhin festgehalten werden. Derzeit bereiten Stefan Reibetanz und seine Mitstreiter die nächste Auflage vor. Zum wievielten Mal das Dorffest in Aschershain steigt, weiß er gar nicht genau. „Auf jeden Fall gab es schon mehr als 30 Dorffeste“, sagt er. Als Termin haben sich die Organisatoren den 12. August ausgewählt. „Das wollen wir uns zur Tradition machen, den Sonnabend nach dem Schulanfang als Veranstaltungstermin zu wählen.“ Ganz früher fand das Dorffest auf dem Dorfplatz statt. Zu diesen Wurzeln wollen die Organisatoren auch in diesem Jahr wieder hin. Zwischenzeitlich gab es Jahre, da wurde auf dem Gelände einer Aschershainer Familie gefeiert.

Die Vorbereitungen, vor allem organisatorisch, laufen bereits. Ein Festzelt soll für den Veranstaltungstag aufgestellt werden. „Es gibt Musik, was zu trinken und zu essen“, erklärt Stefan Reibetanz. Hauptsächlich geht es darum, die Leute aus dem Dorf mal wieder zusammen zu bringen. „Deswegen haben wir auch die Musik runtergefahren. Die steht nicht im Vordergrund, stattdessen Gespräche und das Miteinander.“ Auch das legendäre Programm, das früher immer Hauptattraktion zum Dorffest in Aschershain war, ist Geschichte. „Die Leute, die sich als Organisatoren zur Verfügung stellen, wurden über die Jahre immer weniger. Das Gleiche gilt für diejenigen, die am Programm mitwirken wollten. Bei uns ist ein Generationswechsel irgendwie misslungen. Die ältere Generation will oder kann nicht mehr und jüngere Leute gibt es kaum noch.“ Es fehlt die Zeit, es fehlen die Leute. Und halbherzig wollen die Aschershainer kein Programm auf die Bühne bringen.

Stattdessen ist eine Schnitzeljagd für Kinder geplant, nachmittags wird Wikingerschach für Erwachsene gespielt. „Auch Bierhumpen schieben und Torwand schießen wird es geben“, weiß Stefan Reibetanz.

In der Vergangenheit haben sich die Aschershainer mit ihrer Werbung für das Dorffest zurückgehalten. „Wir haben das nie groß an die Glocke gehangen, deswegen hielt sich der Zulauf von auswärtigen Gästen in Grenzen.“ Und doch würden sie sich freuen, mehr Leute in Aschershain begrüßen zu dürfen. „Wir verlangen für das Dorffest keinen Eintritt, sondern finanzieren uns rein weg über den Verkauf der Getränke, Steaks und Roster.“

Jetzt hoffen Stefan Reibetanz und seine Mitstreiter erst einmal auf die Unterstützung des Dorfes. „Wir haben einen Rundruf gestartet, um Helfer für den Aufbau zu finden. Das Gras muss gehauen werden, später dann das Zelt aufgebaut werden.“ Das nötige Equipment, beispielsweise für die Musik, organisieren sich die Aschershainer selbst. Das Zelt wird gesponsert.

Von Stephanie Helm

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