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Döbeln Auch der Neue darf eine Baustelle betreuen: Jan Genscher leitet die Oberschule Waldheim
Region Döbeln Auch der Neue darf eine Baustelle betreuen: Jan Genscher leitet die Oberschule Waldheim
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Jan Genscher ist jetzt Direktor der Oberschule Waldheim. Quelle: Heiko Stets
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Waldheim

Für den neuen Direktor der Oberschule Waldheim beginnt die Amtszeit mit einer Baustelle. Die Arbeiten im letzte Bauabschnitt des Außengeländes der Schule beginnen. „Im Frühjahr 2018 soll es losgehen“, sagt Jan Genscher, der seit Ende vergangener Woche Direktor der Oberschule Waldheim und damit der Nachfolger von Jürgen Köber ist. Was bereits viele in Waldheim vermuteten, ist nun offiziell: Der Lehrer für Mathe und Physik aus dem Kreise der Oberschul-Kollegen führt nun die Geschicke der Waldheimer Bildungseinrichtung.

Für „seine“ Baustelle gibt es bereits die Idee, nicht nur den Pausenhof wieder hübsch zu machen, sondern auch eine Art grünes Klassenzimmer einzurichten – also einen Teil der Freifläche so zu gestalten, dass die Lehrer ihren Unterricht auch mal draußen abhalten können. Im Zuge der Bauarbeiten verschwindet das Biotop, was einige bedauern mögen.

Zum 6. Bauabschnitt gehören neben den Außenanlagen auch Behindertenpakplätze und die Feuerwehrzufahrt. Dafür hat der Freistaat Sachsen jetzt Fördergeld locker gemacht. Es geht um 76 300 Euro. Wie der Döbelner Landtagsabgeordnete Sven Liebhauser (CDU) mitteilt, hat der Haushalts- und Finanzausschusses des Sächsischen Landtages die Mittel für die weitere Sanierung der Oberschule Waldheim freigegeben. Das benötigte Geld nimmt der Freistaat aus dem Sondervermögen „Zukunftssicherungsfonds Sachsen“ finanziert. „Ich freue mich, dass die Rahmenbedingungen für den Schulstandort in Waldheim damit weiter verbessert und optimiert werden“, sagt Sven Liebhauser.

Die Außenanlagen sind das I-Tüpfelchen auf eine seit der Wende andauernde Jahre Sanierung des Schulstandorts. Über fünf Millionen Euro flossen in die Schule. Neue Turnhalle, energetisch sanierter Schulbau, innen alles tipptop – in Waldheim zeigte sich, wie ein DDR-Typenbau so angepasst werden konnte, dass er auch heutigen Anforderungen genügt.

So wie der Pausenhof bisher aussieht, erinnert er noch an vergangene Zeiten. Bei den alten Bänken sind die Sitzplanken durchgemorscht. Diese liegen auf ausbetonierten Beton-Hohlsteinen auf, was ein wenig nach angewandtem Improvisationstalent aus der DDR-Zeit aussieht. An n den Sitzgelegenheiten für den Pausenbereich musste die Stadt zunächst sparen, als sie im vergangenen Jahr den neuen Sportplatz hat bauen lassen. Mit Belag aus Polyurethan und einer modernen Ballfanganlage. Fußball, Handball, Volley -und Basketball sollen die Oberschüler hier im Sportunterricht spielen können. Und über die Distanzen von 100, 200, 400 und 800 Meter laufen können.

Jan Genscher übernimmt nun eine Schule, in der Schwamm und Kreide ausgedient haben. Sie ist komplett mit sogenannten interaktiven Tafeln ausgestatten, wo Lehrer nicht nur Datenträger anstöpseln können, um den Vortrag mit einer Präsentation zu bereichern. Man schreibt daran nicht mit Kreide, sondern mit speziellen Stiften, kann andere Medien, wie zum Beispiel Filme darauf zeigen.

Von Dirk Wurzel

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