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Döbeln Auenhof: Im Gewächshaus steht die Gurkenernte kurz bevor
Region Döbeln Auenhof: Im Gewächshaus steht die Gurkenernte kurz bevor
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22:11 23.03.2012
Der Rucola ist noch klein, schmeckt aber nicht minder lecker: Auf dem Auenhof in Niederlützschera waren Martina Funke und Viola Hermann (v.l.). dabei, die jungen Stecklinge im Folientunnel zu pflanzen. Auch die Freilandsaison hat begonnen. Quelle: N. G. Allner

Holländische Fahrer entladen auf dem Hof Kisten mit biologischem Obst und Gemüse, das in unseren Breiten noch nicht reif ist. Darüber hinaus hatte Katrin Leipacher Besuch zweier Japanerinnen, die sich für den ökologischen Landbau interessierten...

"Wir beginnen gerade mit der Freilandsaison und pflanzen draußen den Salat", erklärt Katrin Leipacher. Die Landschaftsarchitektin kümmert sich auf dem insgesamt 24 Hektar großen Auenhof - dazu gehören ebenso Ländereien in Bockelwitz - vorrangig um den Vertrieb der Gemüse-Abo-Kisten und bezeichnet sich selbst als "beruflichen Quereinsteiger".

Während die Natur gerade erwacht, gedeihen in den Gewächshäusern und Folientunneln die Tomaten, verschiedene Salate, Kohlrabipflanzen und Gurken. Die ersten sind fast pflückreif, an anderen sitzen die kleinen gelben Blüten noch. "Gurken laufen bei uns super", so Leipacher. In den letzten Jahren ist die Frage nach Abo-Kisten ebenfalls ständig angewachsen. Momentan erschließt sich der Oschatzer Markt. 100 Kisten seien es in etwa, die derzeit im Altkreis Döbeln an drei Tagen ausgefahren werden. Darüber hinaus erwarten Kunden und Geschäfte in Dresden und Leipzig täglich ihr biologisches Gemüse. "Das Interesse am Angebot von regionalem Bio-Gemüse steigt immer mehr. Was wir selbst nicht anbauen, kommt von Kollegen. Die Zusammenarbeit funktioniert hervorragend", freut sich die Unternehmenschefin, die gemeinsam mit ihrem Mann den Auenhof führt. Wenn es noch einen Wunsch gäbe, dann sei dies "eine weltweite biologische Bewirtschaftung". In einem Gewächshaus setzt Bärbel Ronneberger, eine der 15 Mitarbeiterinnen, Tomatenpflanzen. Die zweistieligen, veredelten Nachtschattengewächse gedeihen auf Silage. Vier runde Tomatensorten wachsen hier und eine Cocktailtomate. "Aber alles rot", betont Katrin Leipacher: "Wir hatten schon andere Farben, aber irgendwie wünschen sich die Leute eben die Roten." Gemüsegärtnerin Ronneberger ist jedes Jahr wieder fasziniert: "Es ist kaum zu glauben, wie die Pflanzen wachsen. Manchmal denke ich, du hast sie doch erst ausgegeizt und dann ist es schon wieder so weit. Nächste Woche blühen die Tomaten bestimmt." Damit es den Pflanzen im Innenbereich auch weiterhin gut geht, stehen in den Zelten Kisten mit Haferkulturen, auf denen Nützlinge gezüchtet werden. Diese Schlupfwespen (Encarsia) sorgen auf ökologisch-gesunde Art dafür, dass die weiße Fliege nicht überhandnimmt.

Auf dem Auenhof, der sich als Bioland-Unternehmen versteht, werden keine chemischen oder synthetischen Dünge- und Pflanzenschutzmittel ausgebracht. Man arbeitet im Freiland mit der Häufeltechnik nach Julian Turiel. Alternative Methoden sprechen sich schnell herum. Kürzlich arbeiteten sogar zwei junge Japanerinnen eine Woche lang mit auf dem Hof. "Sie wollten den ökologischen Landbau kennenlernen. Der Kontakt kam über die Uni in Dresden zustande", erklärt Leipacher: Auch ihre Kinder hätten etwas davon gehabt, Menschen aus einer anderen Kultur kennenzulernen, sagt sie und deutet eine leichte Verbeugung an.

www.biogemuese-sachsen.de

Natasha G. Allner

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