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Döbeln Auf Kriebsteins Straßen kreisen die Spaten und sprießen die Blumen
Region Döbeln Auf Kriebsteins Straßen kreisen die Spaten und sprießen die Blumen
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Im Kriebsteiner Ortsteil Erlebach haben Anwohner ein Schlagloch bepflanzt. Quelle: privat
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Kriebstein Erlebach

An der einen Ecke der Gemeinde kreisten die Spaten, an der anderen sprossen die Blumen. Und beides hat mit Straßen zu tun. Während die Kreisstraße 8215 in Kriebstein formell schon eine Baustelle ist und für ein reichliches Jahr sein wird, ist die Kreisstraße 8212 in Erlebach eine Buckelpiste, woran sich so schnell nichts ändern wird. Also haben die Anwohner selbst Hand angelegt und die Straße verschönert. Nun wachsen Blumen aus einem Schlagloch, wie ein Foto zeigt, das der DAZ jemand anonym zugespielt hat. Vielleicht, so mutmaßt Kriebsteins Bürgermeisterin Maria Euchler (Freie Wähler Kriebstein), haben ja die Dorfbewohner die Straße floral aufgepeppt, weil ein öffentlich-rechtlicher Fernsehsender dort Aufnahmen für eine Dorfserie angefertigt hat. Zum Blumenpflanzen in Schlaglöchern in der Kreisstraße werden die Erlebacher leider noch reichlich Gelegenheit haben. „Aktuell sind keine Ausbaumaßnahmen geplant“, teilt André Kaiser, Pressesprecher des Landratsamtes Mittelsachsen, auf Nachfrage der DAZ mit.

Schaufeln zum Baubeginn

In Kriebstein hingegen begannen am Mittwoch die Arbeiten an einer Straße mit offiziellem Akt, die der Kreis im nächsten Jahr für 1,3 Millionen Euro ausbauen lässt. Auf einer Strecke von 730 Metern lässt Mittelsachsen die Kreisstraße 8215 zwischen Rittergut und Talsperrenparkplatz grundhaft auf Vordermann bringen. Neue Leitungen für Wasser, Abwasser und Strom kommen gleich mit in die Straße. „Ich freue mich, dass wir den Bau beginnen und damit nicht nur den Zugang für die Besucher verbessern, sondern auch die touristische Attraktivität erhöhen“, sagte Landrat Matthias Damm (CDU). Er hatte am Mittwoch mit der Kriebsteiner Bürgermeisterin Maria Euchler den symbolischen ersten Spatenstich vollzogen. Die Bundestagsabgeordnete Veronika Bellmann (CDU), Thomas Caro, Geschäftsführer des Zweckverbandes Kriebsteintalsperre, Noch-Burgherr Bernd Wippert und der Mittweidaer OB Ralf Schreiber (CDU) waren mit von der Partie. Landrat Matthias Damm sagte vor Ort, dass der Landkreis der Landkreis alles daran setze, im Sommer 2018 mit dem Umbau der Straße am Burgberg beginnen zu können. Die Planungen für diesen Abschnitt sind sehr intensiv, da die geplante Straße durch ein Naturschutzgebiet (FFH-Gebiet) führt. Dazu ist ein Planfeststellungsverfahren notwendig. „Dieses führt die Landesdirektion, derzeit laufen in der Vorbereitung die Gutachten und Untersuchungen der notwendigen Fachbeiträge. Die Unterlagen werden so schnell wie möglich eingereicht“, sagt Ute Friedrich, Leiterin der Abteilung Straßen.

Erste Spatenstiche bei Kreisstraßen muten ungewöhnlich an. Aber schließlich befinden wir uns im Wahljahr und Veronika Bellmann hatte so die Gelegenheit, mal für eine Straße zu schaufeln, die tatsächlich gebaut wird. Aus der Freiberger Ortsumgehung ist bisher nichts geworden. Vor sieben Jahren hatte die Abgeordnete dort mit dem Bagger symbolisch angebuddelt.

Von Dirk Wurzel

Erst seit ein paar Tagen steht ein Schild mit der Aufschrift „Hostel“ am Fuße des Leipziger Berges, gleich nach dem Kreisel Oberbrücke. Dabei existiert das Döbelner Hostel bereits im dritten Jahr. Ute und Peter Binder sind die Betreiber. Entstanden ist die preiswerte Herberge im Hinterhof zwischen Leipziger und St.-Georgen-Straße.

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