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Döbeln Auf dem Sportplatz hat’s gekracht – Ostrauer Feuerwehr lädt zum ersten Nachwuchstag
Region Döbeln Auf dem Sportplatz hat’s gekracht – Ostrauer Feuerwehr lädt zum ersten Nachwuchstag
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11:26 30.05.2016
Mit schwerem Schneid- und Spreizgerät rückten die Kameraden einer alten Karosse zu Leibe. Quelle: Olaf Büchel
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Ostrau

Eine Sirene ertönt. Die Feuerwehr ist alarmiert. Zwei Autos sind zusammengekracht, aus einem muss eine eingeklemmte, verletzte Person gerettet werden. Viele Schaulustige umringen die Szenerie, zücken ihr Smartphone, um zu filmen. Ausnahmsweise dürfen sie das. Es ist eine Übung beim 1. Ostrauer Feuerwehr-Nachwuchs und -Kindertag.

Schauplatz des Geschehens ist an dem Sonntag der Sportplatz am Vereinshaus. Von weitem ist schon das Martinshorn zu hören. Mit mehreren Fahrzeugen rücken die Kameraden an. Auch Sanitäterinnen des Rettungsdienstes sind schon eingetroffen. Nach kurzer Einschätzung der Lage geht alles ganz schnell. Ein Schlauch wird angeschlossen und ausgerollt. Die Simulation sieht vor, dass die Fahrzeuge brennen und zunächst gelöscht werden müssen. Dann schlagen zwei Feuerwehrmänner die Scheiben des Autos ein, in dem sich der Verletzte befindet, um den Sanitäterinnen einen ersten Zugang zu verschaffen. Doch der Fahrer ist eingeklemmt. Mit schwerem Spreiz- und Schneidwerkzeug rücken zwei Kameraden der Karosse zu Leibe, die bald ohne Türen und Dach dasteht. Die Helfer schwitzen in voller Montur und bei sommerlichen Temperaturen. Schließlich ist der Verunglückte gerettet. Beifall von den Zuschauern.

„Wer so etwas schon mal erlebt hat oder einen Gebäude-Brand, der stellt die Notwendigkeit der Feuerwehr nicht in Frage. Auch nicht, dass die Ausrüstung und Technik stimmen muss und dass die Gemeinde dafür Geld ausgibt“, sagt der Ostrauer Kamerad Eberhard Handke, der am Rande einen Informationsstand betreut. Die Ostrauer Wehr habe den Feuerwehr-Nachwuchs- und Kindertag ins Leben gerufen, um neue aktive Kameraden und Kinder für den Nachwuchsbereich zu gewinnen. „Aber auch, um die Akzeptanz in der Bevölkerung für unsere Tätigkeit zu erhöhen“, erklärt Handke. Es gebe tatsächlich noch immer Leute, die sich beschweren, dass sie nachts vom Martinshorn geweckt wurden. Handke: „Dabei machen wir das nicht zum Spaß. Das ist Vorschrift.“

Ob Basteln am Stand der Jahnataler Wiesenstrolche, Tretauto fahren bei der Jugendverkehrsschule oder Technik bestaunen bei der Fahrzeugparade. Groß und Klein kommen auf ihre Kosten. Lenny Phil Fucke (6) aus Niederlützschera und Hannes Herthan (9) aus Schlagwitz sitzen stolz hinter dem Lenkrad des Tankers der Schrebitzer Ortswehr. „Nachwuchs ist immer gern gesehen“, sagt Kameradin Nicole Lampe. „Wir hoffen, dass der heutige Tag etwas bringt.“

Das hofft auch Ostraus Wehrleiter Tom Kunath. Die Besucherresonanz ist gut. Ob für die Gemeindefeuerwehr mit ihren vier Ortswehren und 64 aktiven Einsatzkräften wirklich etwas hängen bleibt, müssen die nächsten Wochen zeigen. Die Veranstaltung soll jedenfalls keine Eintagsfliege sein. Kunath: „Aller zwei Jahre wollen wir den Tag künftig ausrichten.“

Von Olaf Büchel

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