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Döbeln Auf der Zielgeraden: Wendishainer Kita-Kinder bald wieder zuhause
Region Döbeln Auf der Zielgeraden: Wendishainer Kita-Kinder bald wieder zuhause
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00:18 24.11.2016
In ihrer Not-Unterkunft im ehemaligen Gemeinderaum von Wendishain haben es sich die „Pusteblume“-Kita-Kinder gemütlich gemacht. Quelle: Sven Bartsch
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Wendishain

Auf der Zielgeraden befinden sich die Sanierungsarbeiten in der Kindertagesstätte „Pusteblume“ in Wendishain. Am Montag nahm der Harthaer Fliesenleger Steffen Queck seine Arbeit auf. Er verlegt die Fliesen in zwei Sanitärräumen. „Die Bodenfliesen sind grau, die Wandfliesen im Erwachsenenbad grün und bei den Kindern weiß und gelb“, verrät der Fachmann. Damit ist er einer der letzten Punkte auf der To-Do-Liste der Stadt Hartha. Im September begannen die Arbeiten in der Einrichtung. Eine neue Decke wurde eingezogen, die Wärmedämmung in Decke und Boden nachgerüstet. Auch die alten Heizkörper haben ihren Dienst getan und wurden durch eine Fußbodenheizung ersetzt. Zusätzlich wurde der Schalschutz erneuert und diverse Elektroarbeiten werden auch noch in Angriff genommen.

Fokus auf Kreativität

Während die Kindertagesstätte, die in der Trägerschaft der Kindervereinigung Leipzig liegt, eine Frischekur bekommt, zogen Kinder und Erzieher vorübergehend in das ehemalige Wendishainer Gemeindeamt um. „Wir haben uns hier gut eingelebt“, erklärt Einrichtungsleiterin Ronny Liebau. Zwar sind die Räume etwas kleiner, aber das sei kein Problem. „Und die Kinder gewöhnen sich sowieso schnell an neue Umstände.“ Einen Teil der Spielsachen mussten die Kindergartenkinder in ihren eigentlichen Räumlichkeiten zurücklassen. Stattdessen wurde vermehrt an der frischen Luft gespielt oder ausgiebige Basteleinheiten einberufen. „Wir haben uns an dem bedient, was die Natur zu bieten hat und viel kreativ gearbeitet“, so Ronny Liebau weiter.

Bauamtsleiter Ronald Fischer rechnet damit, dass die Arbeiten zum geplanten Termin Mitte Dezember, abgeschlossen sind. „Die Maurerarbeiten sind erledigt, jetzt sind die Fliesenarbeiten dran und danach der Bodenbelag an der Reihe“, so Fischer. Bis der neue Linoleumboden verlegt werden kann, muss allerdings der Trockengrad des Estrichbodens in den Räumen stimmen. Mike Wedel vom Harthaer Fußboden- und Hausmeister Service prüft regelmäßig die Temperatur. Mit vor Ort ist Hausmeister Manuel Tobias, der die alte Tapete von der Wand kratzt.

Warteliste für Kindergarten- und Krippenplätze

Auch wenn die Arbeiten Mitte Dezember abgeschlossen werden, einziehen kann die Einrichtung noch nicht. „Wir wollen noch vorrichten. Das ist zwischen der Stadt und unserem Träger so abgesprochen“, weiß Ronny Liebau. Eine neue Tapete kommt an die Wand, gestrichen wird auch noch. „Weiß soll es nicht bleiben, aber welche Farbe wir wählen, steht noch nicht fest.“ Sie hofft, dass ein paar fleißige Eltern mitanpacken. „Wir haben einen Arbeitseinsatz ausfallen lassen, als wir umgezogen sind“, erklärt die Einrichtungsleiterin. Den könnten wir dann mit so vielen Helfern wie möglich nachholen.“ Im Januar ist der Umzug in die sanierten Räumlichkeiten schließlich geplant. „Vor Weihnachten schaffen wir es einfach nicht mehr, vorzurichten und den Umzug zu stemmen.“ 19 Kindergartenkinder und acht Krippenkinder werden derzeit von drei Erziehern und einer pädagogischen Hilfe betreut. „Im Januar sind wir dann neun Krippenkinder und damit völlig ausgelastet.“ Es gibt mittlerweile eine Warteliste, was in den letzten Jahren so gut wie nie vorkam.

Die Gesamtausgaben für die Sanierung der Kindertagesstätte „Pusteblume“ belaufen sich auf 74 000 Euro. Die Hälfte dieser Summe kommt dabei aus Landesmitteln zusammen, während der Landkreis mit 3700 Euro dabei ist. Auf den Träger der Einrichtung kommen 7400 Euro zu, der kommunale Eigenanteil beläuft sich auf 25 900 Euro.

Von Stephanie Helm

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