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Döbeln Auf der Zielgeraden zum Welterbetitel: Gersdorf hofft auf Baufortschritt am Huthaus
Region Döbeln Auf der Zielgeraden zum Welterbetitel: Gersdorf hofft auf Baufortschritt am Huthaus
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11:23 09.03.2016
Das Huthaus in Gersdorf. Quelle: Olaf Büchel
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Gersdorf

Dieses Jahr soll für den Verein Segen Gottes Erbsolln ein ganz besonderes werden. Steht doch im Sommer die Entscheidung darüber an, ob die Montanregion Erzgebirge den Welterbetitel der Unesco erhält. Das Denkmalschutzgebiet des historischen Gersdorfer Silberbergbaus gehört zu den nominierten Objekten.

„Im Juli soll die Entscheidung fallen und die wird von uns natürlich mit Spannung erwartet“, sagt der Vereinsvorsitzende Jens Schmidt. Bei der jüngsten Mitgliederversammlung besprachen die ehrenamtlichen Denkmalschützer ihre Vorhaben in diesem Jahr. Das ist voll gepackt mit Arbeit am Objekt – sowohl Über- als auch Untertage. Vor allem müsse es mit der Sanierung des alten Huthauses weitergehen, so Schmidt. Probleme mit der bauausführenden Firma seien nach seinen Worten zurzeit die Ursache für den Bau-Stillstand. „Doch gerade das Huthaus hat als Welterbeobjekt eine enorme Aussagekraft für die Darstellung der Bergbaugeschichte und für das Ortsbild des alten Rittergutssitzes“, erklärt der Vereinschef. Die Vereinsmitglieder hoffen, dass es mit den Arbeiten am Huthaus bald weitergeht. Gelingen könne dies nur mit Unterstützung aus der gesamten Montanregion. Sponsoren und zuständige Behörden könnten sich gezielt für ein Objekt der „Montanregion Erzgebirge“ einbringen. Auf die bisher erfolgte Hilfe durch die Gemeinde Striegistal und viele kleine Firmen aus der Region lasse sich aufbauen. „Um den Ansprüchen an ein künftiges Welterbe gerecht werden zu können, wird es unumgänglich sein, viele neue Partner zu finden und diese für die Sache zu begeistern“, sagt Jens Schmidt. In diesem Zusammenhang würde sich der Verein Segen Gottes Erbstolln auch auf den einen oder anderen neuen Mitstreiter freuen.

Ganz im Zeichen der bevorstehenden Welterbe-Entscheidung soll auch die Saisoneröffnung für die Besucher des Gersdorfer Bergwerkes stehen. Diese ist am 30. April mit öffentlichen Führungen Untertage geplant.

Anfang 2014 war der Welterbe-Antrag für die „Montane Kulturlandschaft Erzgebirge/Krušnohorí“ mit der dazugehörigen fast 1500 Seiten umfassenden Dokumentation im Welterbezentrum Paris eingereicht worden. Aus dem Altkreis Döbeln befindet sich kein Objekt auf der langen Antragsliste. Mit dem Kloster Altzella und dem Gersdorfer Bergbaugebiet ist die unmittelbare Nachbarregion jedoch gut vertreten. Die über 700-jährige Geschichte des Silberbergbaus, die Gersdorfer Wassersysteme und das Huthaus sind ausdrücklich in der Dokumentation erwähnt.

Von Olaf Büchel

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