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Aufatmen in der „Wanne“ – Fäkalienlaster rollen nicht mehr durchs Wohngebiet

Roßwein Aufatmen in der „Wanne“ – Fäkalienlaster rollen nicht mehr durchs Wohngebiet

Die Bewohner der Wanne-Siedlung in Roßwein können sich freuen. Sie sollen es bald noch ein bisschen ruhiger haben. Große Fäkalienfahrzeuge, die bislang täglich durch das Wohngebiet zur Kläranlage an Fischers Teich rollen, steuern dieses Klärwerk bald nicht mehr an. Der Abwasserzweckverband hat eine neue Strategie.

Die Bewohner der Wanne-Siedlung können sich über eine Verkehrs-Entlastung freuen.

Quelle: Olaf Büchel

Rosswein/Böhrigen. Die Bewohner der Wanne-Siedlung in Roßwein können sich freuen. Sie sollen es bald noch ein bisschen ruhiger haben. Große Fäkalienfahrzeuge, die bislang täglich durch das Wohngebiet zur Kläranlage an Fischers Teich rollen, steuern dieses Klärwerk bald nicht mehr an. Der Abwasserzweckverband Obere Freiberger Mulde hat eine neue Strategie.

Die Annahme von Fäkalien, die zum Beispiel aus abflusslosen Gruben gepumpt und dann per Lkw entsorgt werden müssen, erfolgt künftig nicht mehr in der Roßweiner Kläranlage. Der dortige Fäkalienspeicher ist marode, der Verband müsste in das Gebäude erheblich investieren. Hinzu kommt, dass die Mengen an Fäkalschlamm immer mehr zurückgehen, weil in den zurückliegenden Jahren viele vollbiologische Kläranlagen entstanden sind.

„Wir haben uns dazu entschieden, die Fäkalienannahme in Roßwein stillzulegen und zurückzubauen. Stattdessen wird es künftig auf der Kläranlage in Böhrigen eine Annahmestation geben“, sagt Frank Lessig, Geschäftsführer der OFM Abwasserentsorgungsgesellschaft und des Abwasserzweckverbandes. Dort erfolge gerade der dafür notwendige Umbau und das Installieren der Technik, die zum Teil von Roßwein nach Böhrigen umgesetzt wird. Lessig: „In zirka drei Wochen soll die Annahme in Böhrigen den Betrieb aufnehmen.“

Eigentlich ist die Roßweiner Kläranlage an Fischers Teich von der Staatsstraße 34 aus direkt über die Brücke an der Grünen Aue zu erreichen. Das Problem: das gleich nach der Brücke vorhandene schmale und niedrige Bahnviadukt, durch das die modernen Entsorgungsfahrzeuge mit den großen Fäkalientanks nicht hindurchpassen. „Bislang fahren die Lkw deshalb ein- bis zweimal täglich durchs Wohngebiet Wanne. Das entfällt dann, also ein Vorteil für die Anwohner“, erklärt Lessig. In Böhrigen ist die Zufahrt zu der am nördlichen Ortsrand befindlichen Kläranlage einfacher.

Für die Grundstücksbesitzer, die auf die Fäkalienentsorgung per Fahrzeug angewiesen sind, ändert sich nichts. Die zu entrichtenden Entgelte bleiben wie sie sind. Beauftragtes Unternehmen ist weiterhin die Firma Bergzog aus Goselitz. Der entsprechende Vertrag zwischen dem AZV und Bergzog läuft noch bis Ende dieses Jahres. Für die Zeit danach muss der Verband neu entscheiden.

Indes soll der erste Bauabschnitt der angekündigten Sanierung der nun 20 Jahre alten Roßweiner Kläranlage bald beginnen. Momentan läuft noch das Vergabeverfahren, die Auftragsvergabe erfolgt laut Frank Lessig in der nächsten Woche. Schlammentwässerung und Schlammverladung (hier handelt es sich um den Schlamm aus dem Klärwerk) werden erneuert. Die Baukosten dafür betragen rund 300 000 Euro. Von Juli bis November dieses Jahres sind die Arbeiten geplant.

Der zweite Bauabschnitt im Umfang von rund einer halben Million Euro verschiebt sich ins erste Halbjahr 2018. Dann sind die biologische Reinigungsstufe, die Zulaufgruppe, das Gebläse, der Mem- branbelüfter, die Rührwerke, die Schlammpumpen, die Zulaufpumpenanlage, die Rechenanlage und der Sandfang an der Reihe.

Von Olaf Büchel

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