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Döbeln Aufräumen nach Unwetter vom Freitag
Region Döbeln Aufräumen nach Unwetter vom Freitag
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00:32 08.06.2018
Mitarbeiter der Autobahnmeisterei waren auch noch am Dienstag an der A 14 bei Hansens Holz dabei, Schlamm zu beräumen und Gräben zu profilieren. Quelle: Olaf Büchel
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Döbeln/Choren.

Von der Hauptstraße im Döbelner Ortsteil Choren ist der Schlamm des Unwetters vom Freitagabend beseitigt. Dafür sorgten bis Dienstagnachmittag Stephan Vogel und Jens Weidler. Die beiden Bauhofmitarbeiter sind auch Feuerwehrleute und hatten sich zum Spülen der Straße und der Gehwege sowie zum Reinigen der Straßeneinläufe das Chorener Kleinlöschfahrzeug ausgeliehen.

Am Freitagabend hatte ein schwerer Gewitterguss gleich mehrere Bäche in Choren über die Ufer treten lassen (Hier der Bericht vom Freitag.) Zudem strömten die Wassermassen von Feldern und Anhöhen herab, fluteten Straßen, Wege und Grundstücke. Hagelkörner beschädigten die Ernte auf umliegenden Feldern.

Die Kreisstraße nach Rüsseina bleibt gesperrt. Sie wurde von den Wassermassen am Freitag schwer beschädigt. Quelle: Thomas Sparrer

„Die Kreisstraße von Choren nach Rüsseina ist durch Ausspülungen schwer beschädigt und bleibt bis auf weiteres gesperrt“, sagt Thomas Mettcher, Pressesprecher der Stad Döbeln. Hier wird sich der Landkreis als Baulästträger darum kümmern. Der städtische Bauhof und seine Außenstelle in Lüttewitz war nach wie vor damit beschäftigt, Schäden an den Gewässern zweiter Ordnung aufzunehmen. Zuvor waren die mit den Wassermassen angespülten Ablagerungen beseitigt und die Straßen gereinigt worden. Zudem wurden Straßenbankette repariert und die Einläufe gesäubert.

Jens Weidler und Stephan Vogel vom Bauhof spülten mit dem Löschfahrzeug der Feuerwehr am Dienstag noch Gehwege und Straßeneinläufe sauber. Quelle: Thomas Sparrer

Richtig eingeseift hatte das Wasser auch viele Wohngrundstücke. Feuerwehrleute, Nachbarn und Helfer aus dem Dorf schippten schon am Freitag bei den Betroffenen Schlamm aus den Grundstücken und pumpten Garagen, Ställe und ganze Höfe aus. Die Ortswehren Choren, Lüttewitz-Theeschütz, Beicha und Mochau der Freiwilligen Feuerwehr Döbeln waren mit etwa 35 Feuerwehrleuten im Einsatz. Ebenso war der Stadtbauhof vor Ort. In den meisten Grundstücken herrschte gestern äußerlich wieder Ordnung. Wasser und Schlamm sind beseitigt. Offene Türen und Garagentore zeigen aber, wo Räume wieder trocknen müssen.

Arbeiten an A 14 dauern noch an

Nichts ging mehr auf der A 14 nahe der Raststätte Hansens Holz, als am Freitagnachmittag Wasser- und Schlammmassen die Fahrbahnen in beide Richtungen überflutet hatten. Bis in die Nacht musste die Autobahn gesperrt bleiben. Feuerwehren und das Technische Hilfswerk waren im Einsatz. Das Wasser und der vom angrenzenden Feld gespülte Schlamm hatten sich bei dem Starkregen in einer Senke gesammelt, die sich unterhalb der Brücke befindet, über die ein Weg von Wetterwitz nach Choren führt.

Einen kilometerlangen Stau gab es Freitagnachmittag auf der A 14 bei Choren, weil die Fahrbahn nach Starkregen von Wasser und Schlamm überflutet war. Quelle: dpa

„Schäden an der Fahrbahn sind durch das Unwetter nicht entstanden, aber an einer Nebenanlage der Autobahn. Eine Kaskade für eine Entwässerungseinrichtung ist zusammen gebrochen“, erklärt Isabell Siebert, Sprecherin des Landesamtes für Straßenbau und Verkehr (Lasuv). Mitarbeiter der Autobahnmeisterei sind noch immer in der Senke im Einsatz, um Schlamm und andere Verschmutzungen zu beseitigen. Siebert: „Am Montag sind die vorhandenen Leitungen weitestgehend freigelegt und gereinigt worden.“ Am Dienstag waren die Arbeiter dabei, Schlamm aus den zuführenden Gräben zu baggern und diese zu profilieren.

Die Arbeiten sollen auch in den nächsten Tagen andauern, weshalb bei Hansens Holz mit Tagesbaustellen und so mit Verkehrsbehinderungen auf der A 14 zu rechnen ist.

Auf die Frage, ob die Entwässerungseinrichtungen an der überfluteten Stelle ausreichend sind, erklärt Isabell Siebert: „Einläufe sind vorhanden, funktionsfähig und in ihrer Anzahl ausreichend. Die Dimensionierung der Entwässerungsleitungen wird bei Planungen unter Berücksichtigung der jeweiligen Region mit durchschnittlich zu erwartenden Mengen berechnet. Solche Wassermassen in so kurzer Zeit wie am Freitag kann aber keine Entwässerung aufnehmen.“ Demnach seien etwa 80 Liter pro Quadratmeter Niederschlag angefallen. „Hinzu kam noch die lange Trockenheit, die dafür sorgte, dass die angrenzenden Feldflächen den Starkregen nicht aufnehmen konnten, sondern dieser mit hoher Geschwindigkeit und losen Schlammmassen zum tiefsten Punkt floss“, sagt Siebert weiter.

Von Olaf Büchel und Thomas Sparrer

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