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Döbeln “Aus Waldheim in die Welt“: Georg Kolbe wird im Museumshaus neu inszeniert
Region Döbeln “Aus Waldheim in die Welt“: Georg Kolbe wird im Museumshaus neu inszeniert
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15:24 14.03.2018
Im neuen Stadt- und Museumshaus werden zahlreiche von Georg Kolbe geschaffenen Plastiken ausgestellt. Quelle: Sven Bartsch
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Waldheim

Am Sonnabend öffnet in Waldheim sechs Jahre nach Beginn des Projekts und fast zwei Millionen Euro später das neue Stadt- und Museumshaus am Niedermarkt 8. „Die Besucher erwartet drei Ebenen mit unterschiedlichen Erlebnisbereichen“, fasst Museumsleiterin Katja Treppschuh zusammen.

Nach vielen Jahren Arbeit wird in Waldheim das neue Stadt- und Museumshaus eröffnet. Dort wird sich den Werken des Künstlers Georg Kolbe gewidmet und aus Kapiteln der Stadtgeschichte erzählt.

Angefangen im Erdgeschoss, wo sich nicht nur der Museumsshop sondern nun auch die Stadtinformation befindet. Im hinteren Gebäudeteil schließt sich der neu angebaute Glaspavillon an. „Darin können wir unsere pädagogischen Programme durchführen, aber auch Lesungen und Vorträge anbieten“, sagt Treppschuh.

„Aus Waldheim in die Welt“

Im Obergeschoss ist mit der Sammlung von Werken Georg Kolbes das Herzstück des Museumshauses untergekommen, das unter dem Motto „Aus Waldheim in die Welt“ zusammengestellt wurde. „Die drei Ausstellungsräume haben wir thematisch gegliedert und in jedem steht ein Schlüsselwerk im Zentrum“, erläutert Kuratorin Verena Schneider. „In Bewegung – Akt und Tanz“ umfasst Plastiken, die den menschlichen Akt in Bewegung darstellen. „Existenz und Experiment – Das Porträt“ widmet sich Auftragswerken, mit denen Kolbe seinen Lebensunterhalt sicherte und Darstellungen seiner Familie. „Im Wandel – Werk und Stilphasen“ bildet die stilistische Entwicklung Kolbes ab. Sogar eine Handvoll Wachsfiguren, die der Künstler im Alter von zehn Jahren schuf, haben ihren Platz gefunden.

Exponate aus frühen Schaffensphasen

Alle im Obergeschoss ausgestellten Exponate stammen aus den frühen und mittleren Schaffensphasen Kolbes – darunter Plastiken, Zeichnungen und Gemälde. „Die Themen sind gerade den Waldheimern oft schon bekannt. Deshalb haben wir sie völlig neu inszeniert und auch unbekannte und bisher noch nie ausgestellte Stücke dabei“, betont Treppschuh. Möglich ist das unter anderem dank Schenkungen von Kolbes Enkelin Maria Freifrau von Thiesenhausen sowie Andrea Büsing-Kolbe, der Enkelin seines Bruders.

Stadtgeschichte auf dem Dachboden

Auf dem Dachboden dreht sich alles um die Stadtgeschichte Waldheims – und das nicht in Vitrinen oder auf überlaufenen Texttafeln, sondern in fünf übermannshohen Schrankkoffern. Aufgeklappt erzählen aus unterschiedlichen Kapiteln der Stadt – von der Erfindung der Zahnseife über Waldheims Künstler und Gelehrte bis hin zur JVA und der Industrialisierung. Zu beginn wird lediglich der Koffer mit Einblick in das alte Handwerk der Leinenweber und Tuchmacher geöffnet sein. Geplant ist, alle sechs Monate einen weiteren Koffer zu öffnen. Außerdem wird in der Anfangszeit eine Sonderausstellung das umfangreiche Baugeschehen rund um das Museumshaus der letzten Jahre unter die Lupe nehmen.

Das neue Stadt- und Museumshaus am Niedermarkt 8 öffnet am Wochenende für Besucher. Von 10 bis 17 Uhr kann die Ausstellung besucht werden. Dazu stehen fachkundige Ansprechpartner bereit. Zudem gibt es kleine Führungen. Eintritt: vier Euro (zwei Euro ermäßigt).

Von André Pitz

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