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Aus alter Döbelner Leninschule wird Wohnpark

Wohnen im einstigen Klassenzimmer Aus alter Döbelner Leninschule wird Wohnpark

In nur 13 Monaten entstanden aus Schulgängen, Klassen- und Lehrerzimmern 24 modern zugeschnittene Wohnungen zwischen 55 und 77 Quadratmetern Grundfläche, mit jeweils acht Quadratmeter großen Balkonen oder Terrassen und vor allem schwellenlos sowie mit Fahrstuhl erreichbar. 3,5 Millionen Euro wurden investiert.

Lothar Folkmer, Stefan Víehrig und Bernd Wetzig vom Vorstand der Wohnungsgenossenschaft Fortschritt übernahmen am Montag feierlich den Schlüssel für die 24 neuen Wohnungen in der zum Wohnpark umgebauten Leninschule in Döbeln-Ost.

Quelle: Sven Bartsch

Döbeln. „Stein und Mörtel bauen ein Haus. Geist und Liebe schmücken es aus.“ Mit diesem Vers übergab am Montag Jochen Töpfer, Geschäftsführer der B&O Wohnungswirtschaft GmbH aus Chemnitz den symbolischen Schlüssel für den neuen Wohnpark an der Unnaer Straße 20a/b an den Vorstand der Wohnungsgenossenschaft Fortschritt. Zwei Wochen früher als geplant, sind die ersten neu geschaffenen Wohnungen der Genossenschaft seit der Wende 1990 fertig. Entstanden sind sie aus der Ruine der ehemaligen Lenin-Schule im Wohngebiet Döbeln-Ost II. Viele Jahre gab es bei der Wohnungsgenossenschaft Fortschritt die Idee aus der zum Abriss vorgesehenen alten Plattenbauschule ein modernes Wohnobjekt zu machen. Vor zwei Jahren wurden die Pläne mit dem Kauf des Geländes von der Stadt Döbeln reif. Am 1. Juli 2016 war der Baustart. In nur 13 Monaten entstanden aus Schulgängen, Klassen- und Lehrerzimmern 24 modern zugeschnittene Wohnungen zwischen 55 und 77 Quadratmetern Grundfläche, mit Abstellkammern anstelle von Kellern oder Böden, mit jeweils acht Quadratmeter großen Balkonen oder Terrassen und vor allem schwellenlos sowie mit Fahrstuhl erreichbar. 3,5 Millionen Euro wurden investiert.

Stefan Viehrig, Vorstand der Wohnungsgenossenschaft Fortschritt war am Montag sichtlich stolz auf sein Team und die am Bau beteiligten 24 Firmen, Banken und Ämter. Die Stadtwerke Döbeln haben das Haus an ihr geplantes Fernwärmenetz für Döbeln-Ost II bereits angeschlossen. Ein großer Kabelnetzbetreiber sorgt in den Wohnungen für „Digitales Wohnen 4.0“ mit Hochgeschwindigkeitsinternet, mit Fernsehanschlüssen und Telefonie. Neuland sind auch die erstmals in der WGF eingeführten funkgesteuerten Ablesegeräte für die Verbrauchsmessung. Alles klappte reibungslos. Zudem wird das Deutsche Rote Kreuz im Haus eine Begegnungsstätte betreiben und den Service ihrer Sozialstation anbieten. Die Begegnungsstätte steht auch den ehrenamtlichen Gruppen der WGF zur Verfügung. Für Döbeln-Ost II bildete sich dazu ein zwölfköpfiger Clubrat.

Die 24 Wohnungen sind bereits seit Wochen vermietet. Ab nächste Woche bekommen die Mieter die Schlüssel. Unter ihnen ist auch Bärbel Olbricht. Die ehemalige Lehrerin hat jetzt ihre neue Wohnung dort, wo einst ihr Klassenzimmer war. Auch ihrer ehemalige Lehrerkollegin Karin Willkommen (75) war gestern zur Schlüsselübergabe an den Bauherren gekommen. Sie hatte dabei den Schlüssel dabei, der am 1. September 1976 bei der Einweihung der Schule übergeben wurde. Bis kurz nach der Wende 1990 war die Schule als Polytechnische Oberschule in Betrieb. Bis 17. Juli 2003 wurde das Haus dann als Außenstelle des Gymnasiums genutzt. Dann stand das entkernte Gebäude leer. „Ich habe immer davon geträumt, dass meine alte Schule mal so genutzt wird“, freut sich Karin Willkommen. „Es brauchte Mut und Weitsicht, diese Ruine anzufassen. Doch es hat sich gelohnt. Dieser neue Wohnpark zeigt Döbeln ist im Kommen“, sagte Dr. Axel Viehweger, Geschäftsführer des Verbandes Sächsischer Wohnungsgenossenschaften. Döbelns Oberbürgermeister Hans-Joachim Egerer lobte die Investition als Aushängeschild für Döbeln. Er freue sich schon auf die Zusammenarbeit mit der WGF beim nächsten Projekt in Döbeln-Nord. Dort sollen bis Oktober 2018 im Neubaugebiet Sonnenterrassen sechs Stadtvillen mit je vier hochwertigen Genossenschaftswohnungen gebaut werden.

Von Thomas Sparrer

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