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Döbeln Aus für Abfallverband Nordsachsen besiegelt
Region Döbeln Aus für Abfallverband Nordsachsen besiegelt
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17:34 03.09.2012

Sicher ist sicher: Die Verbandsräte des Abfallverbandes Nordsachsen (ehemalige Kreise Torgau-Oschatz und Döbeln) haben gestern nochmals die Auflösung des Verbandes zum 31. Mai 2013 beschlossen. "Wir wiederholen den Beschluss, um ihn rechtssicher zu machen", sagte Verbandsvize Dr. Manfred Graetz. Die Landesdirektion Leipzig hatte nach seinen Angaben den ursprünglichen Auflösungsbeschluss moniert, ihn aber dann doch akzeptiert.

Damit ist das Aus für den Verband nun endgültig besiegelt. Seit dem Jahr 1994 war das Gremium dafür verantwortlich, dass die Abfälle der aktuell rund 156 000 Einwohner im Verbandsgebiet ordnungsgemäß entsorgt wurden und bis Ende Mai 2013 noch werden. Im vergangenen Jahr fielen im Verbandsgebiet rund 28 500 Tonnen Abfall an, die in die Abfallverwertungsanlage Zorbau geliefert wurden.

Nach der Kreisreform im Jahr 2008 soll es nun eine Anpassung der Verbands- an die Kreisstrukturen geben. Das passiert erst fünf Jahre nach der Kreisreform, da der Verband einen Entsorgungsvertrag mit der Anlage in Zorbau bis Ende Mai nächsten Jahres abgeschlossen hat. Wie es danach für die Einwohner der Region Torgau-Oschatz weitergeht, ist noch unklar. Der Landkreis Nordsachsen hat die Entsorgung des Restmülls ab Mitte 2013 für das gesamte Kreisterritorium europaweit ausgeschrieben. Voraussichtlich bis zum Dezember sollen die Angebote ausgewertet und den Kreisräten vorgestellt werden (wir berichteten).

Finanziell steht der Abfallverband auf sicheren Füßen. Zum Jahresende 2011 hatte sich laut Petra Hempel von der Verbandsgeschäftsstelle eine Rücklage von 139 588 Euro angesammelt. Dieses Geld soll bis zur Auflösung im nächsten Jahr verbraucht werden. Vom 1. Januar bis zum 31. Mai 2013 brauchen die Verbandsmitglieder deshalb nicht die bisher üblich Verbandsumlage zahlen. Letztendlich müssten nach Schätzungen von Petra Hempel immer noch etwa 73 000 Euro übrig bleiben. Dieses Geld soll den Verbandsmitgliedern - in Abhängigkeit von der Einwohnerzahl - zurückgezahlt werden. Der Arbeitsplatz von Petra Hempel fällt der Verbandsauflösung nicht zum Opfer. Sie wird ab 1. Juni 2013 von der EKM Entsorgungsdienste Kreis Mittelsachsen GmbH übernommen.

Frank Hörügel

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