Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Döbeln Aus traurigem Fleck soll wieder kleine Oase werden
Region Döbeln Aus traurigem Fleck soll wieder kleine Oase werden
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:38 14.04.2018
Der kleine Platz am Fuße der Etzdorfer Straße soll wieder zum Verweilen einladen, der Brunnen wieder Wasser bekommen. Zurzeit ist das Fleckchen in bedauernswertem Zustand. Quelle: Fotos: M. Engelmann
Rosswein

Als der kleine Verweilplatz am Fuße der Etzdorfer Straße/Ecke Böhrigener Straße in Roßwein 1990 angelegt wurde, luden Bänke auf sauberem Pflaster zum Innehalten ein und im Brunnen, der dort steht, sprudelte Wasser. Dieses Bild gehört längst vergangenen Zeiten an. Zur Ortsbegehung gestern kamen Bürgermeister Veit Lindner (parteilos), Bauhof-Chefin Monika Weigel und Bauamtsleiterin Petra Steurer an der einstigen Mini-Oase vorbei – und suchten nach kurzfristigen Lösungen für eine Wiederbelebung.

Unkraut muss per Hand beseitigt werden

Denn so, wie es aktuell daherkommt, wirkt das Fleckchen alles andere als einladend. Der Brunnen ist gerissen, längst sprudelt kein Wasser mehr. Die Rankpflanze, die sich an einem Gestell darüber ausbreitet, müsste verschnitten werden. Zwischen den hübschen Pflastersteinen tummelt sich das Unkraut, das ausschließlich händisch beseitigt werden darf, wie Petra Steurer erklärt: „Unkrautvernichtungsmittel dürfen wir nicht zum Einsatz bringen.“ Die kleine Rabatte hinter den drei Bänken, die auch schon bessere Tage gesehen haben, müsste von Wildwuchs bereinigt werden. Doch: Wer soll es tun? Die Bauhofmitarbeiter haben alle Hände voll zu tun, die aktuell jahreszeitlich bedingt anstehenden Aufgaben abzuarbeiten. Dennoch stünde die Wiederbelebung des kleinen Platzes auf dem Plan.

Das reichte dem Bürgermeister nicht, der sich auch darüber ärgerte, dass gerade solche offen stehenden Aufgaben nicht in die entsprechenden Gremien getragen werden. „Da sitzen wir im Zukunftsforum und suchen händeringend nach Projekten für unsere erste Verschönerungsaktion – das hier wäre doch genau das richtige dafür gewesen.“

Brunnen soll wieder Wasser bekommen

Nun findet die erste Verschönerungsaktion am 5. Mai ja statt, allerdings ist dafür die Säuberung der Muldepromenade auserkoren worden. Diesen Plan könne und wolle man nun auch nicht so plötzlich umwerfen, schließlich gibt es entlang der Mulde tatsächlich auch genug zu tun. Veit Linder aber, der am 5. Mai selbst mit von der Partie ist, will Nägeln mit Köpfen machen und stellte sich selbst für die Auffrischung des Platzes an der Etzdorfer Straße ab. Vorgesehen ist nun, die Helfergruppe zur Verschönerungsaktion quasi aufzuteilen, fünf Leute von der Muldepromenade abzuziehen und an die Etzdorfer Straße zu schicken. Dort soll dann das Pflaster des kleinen Platzes vom Unkraut befreit werden, die Kletterpflanze vom Brunnen geschnitten und das Gestell entfernt werden. Mit den Schülerpraktikanten der Förderschule, die einmal in der Woche auf dem Bauhof einen Praxistag haben, sollen die Steine aus dem Brunnen geholt werden. Der wird von Außen wieder versiegelt, es kommt eine Teichplane hinein und irgendwann soll dann auch wieder Wasserplätschern zu hören sein.

Verschönerungsaktion Roßwein: 5. Mai, Treffpunkt 8.30 Uhr Stadtbad zur Verteilung der Aufgaben.

Von Manuela Engelmann

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Brandursache unklar: Zu einem Laubenbrand wurden die Kameraden der Harthaer Feuerwehr am Dienstagabend gerufen. In dem leer stehenden Gebäude auf einem verwilderten Gartengrundstück brannte Müll. Haben Unbekannte dort nahe der Wiesenstraße gezündelt?

14.04.2018

Ostraus Gewerbeverbandschef Bernd Sonntag will die Firmen der Gemeinden Ostrau und Zschaitz-Ottewig zusammenführen. Sie sollen verstärkt miteinander arbeiten und sich gegenseitig helfen, um die Landgemeinden zu stärken. Dies will er auch mit neuen Konzepten beim Unternehmerstammtisch am 26. April erreichen.

30.04.2018

Karamba Diaby ist der erste in Afrika geborene Schwarze im Deutschen Bundestag. Der gebürtige Senegalese bezeichnet sich selbst als waschechten Ossi. Dieses Jahr ist er zu Gast beim Lesefest des Friedrich-Bödecker-Kreises im Landkreis Mittelsachsen.

11.04.2018