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Ausbildungsmesse in Leisnig: Schauen, schnuppern und Wissen bunkern

Schüler machen sich fit Ausbildungsmesse in Leisnig: Schauen, schnuppern und Wissen bunkern

Was will ich werden? Zu welcher Ausbildung oder zu welcher Schulpraktikumsstelle passen meine Noten? Am 27. Februar können sich Kinder und junge Leute dafür die Informationen bei der Ausbildungsmesse der Leisniger Apian-Oberschule holen. Zuvor lernen sie an ihrer Schule, wie man sich im Kontakt mit Unternehmensvertretern als ernst zu nehmender Gesprächspartner aufstellt.

Für einheimische Unternehmen sind Ausbildungsmessen wir im vergangenen Jahr in Leisnig eine Chance, künftige Lehrlinge für sich zu begeistern.

Quelle: Sven Bartsch

Leisnig. Bevor den Apian-Schülern von Leisnig die nächste Ausbildungsmesse ins Haus steht, wirft diese schon ihre Schatten voraus, nämlich in den regulären Lehrplan. Während sich das Ereignis an Kinder und Jugendliche aus der vierten bis zehnten Klassen und deren Eltern richtet, bekommen besonders die Schüler der Klassenstufen sieben bis neun eigens für die Messe das besondere Rüstzeug mit auf den Weg.

So sollen sie zum Beispiel an den verschiedenen Ständen an die Unternehmensvertreter auf eine Art und Weise herantreten, die sie trotz ihrer Jugend als ernstzunehmende Gesprächspartner und mögliche künftige Praktikanten sowie Auszubildende interessant macht.

„Bisher haben wir schon 30 Unternehmen auf der Liste, die sich in der Schule präsentieren“, so Schulleiterin Kristin Dorias-Thomas. Erfahrungsgemäß würden sich in der Woche vor der Messe noch einige Firmen melden und ihre Teilnahme zusagen. „Es wird also wieder absehbar ein reichhaltiges Angebot werden. Ich hoffe auf eine Menge Leben in der Bude.“

Zudem biete der 27. Februar, an dem die diesjährige Ausbildungsmesse stattfindet, auch die Gelegenheit, dass heutige Viertklässler für das bevorstehende Schuljahr für die fünfte Klasse an der Peter-Apian-Oberschule angemeldet werden. Von 9 bis 12 Uhr steht die Schule Eltern und Schülern offen. Dorias-Thomas: „Natürlich sind Schüler aller Klassenstufen dazu willkommen, sich bei der Ausbildungsmesse umzusehen. „

Die Schüler der fünften und sechsten Klassen sind in das Programm mit einer besonderen Aufgabe eingebunden, sorgen sie doch für den kulinarischen Rahmen. „Für die Siebener und Achter beginnt direkt nach den Winterferien die Vorbereitung.“ In den Anforderungen je nach Alter etwas abgestuft, werden sie im Deutschunterricht in Gesprächsführung geschult. Die Ausbildungsmesse soll mehr sein als nur ein Sammelsurium von möglichst vielen Unternehmen auf einem Fleck, wobei sich die Schüler beim Surfen von einem Stand zum anderen mal hier und mal dort umsehen. „Sie sollen sich eine ihrem Alter gemäße Verbindlichkeit an den Tag legen und zudem dazu fähig sein, bei einem Unternehmen bestimmte Informationen gezielt abzurufen“, beschreibt die Schulleiterin das Ziel.

Nicht nur zu schauen, auch präsent zu sein und Wissen mitzunehmen, das beispielsweise für die Wahl eines potenziellen Praktikumsbetriebs eine Rolle spielt – dafür wird im Deutschunterricht der Weg bereitet. Dorias-Thomas: „Zudem wollen wir darauf achten, dass die Firmen an den Ständen nicht immer die selben Fragen gestellt bekommen.“

Die Informationen über die Vertreter der heimischen Wirtschaft tragen die Schüler auf Fragebögen zusammen. Diese sind in der Nachbereitung so auszuwerten, dass kleine Firmenporträts entstehen. Die Neuntklässler befassen sich in diesem Punkt schon etwas intensiver mit einem Betrieb ihrer Wahl. Dies mündet im Idealfall in eine Bewerbung für ein Schülerpraktikum in diesem Unternehmen.

Einen weiteren praktischen Aha-Effekt erhofft sich die Schulleiterin: „Der eine oder andere wird auf diesem Wege auch feststellen, in welchen Fächern er seine Noten verbessern muss, wenn er den Praktikumsplatz seiner Wahl bekommen oder später einen bestimmten Lehrberuf ergreifen möchte.“

Von Steffi Robak

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