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Döbeln Ausgezeichnet in Leisnig: Ingrid Vogel und ein Dutzend Feuerwehrmänner
Region Döbeln Ausgezeichnet in Leisnig: Ingrid Vogel und ein Dutzend Feuerwehrmänner
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23:21 08.01.2016
Ausgezeichnet beim Neujahrsempfang 2016: Ingrid Vogel, Kerateam-Geschäftsführerin. Quelle: Sven Bartsch
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Leisnig

Zweimal dröhnte das dreifache „Gut – Wehr!“ aus vielen Männerkehlen durch den Saal des Leisniger Schützenhauses. Die beim diesjährigen Neujahrsempfang anwesenden Feuerwehrleute hatten allen Grund dazu, wurden sie doch gerade von Leisnigs Bürgermeister Tobias Goth (CDU) geehrt. Der Bürgermeister hatte die Laudatio für die Feuerwehrkameraden selbst gesprochen. Doch zuvor stand eine Frau im Zentrum der Aufmerksamkeit. Ingrid Vogel, kaufmännische Geschäftsführerin des Leisniger Kerateam-Fliesenwerkes, gehörte ebenfalls zu den Ausgezeichneten des diesjährigen Empfangs zum Jahresbeginn. Als Laudator für Ingrid Vogel konnte der Bürgermeister Dr. Manfred Graetz gewinnen, Landrat a.D. und zu seiner Dienstzeit einer derjenigen, der die Ansiedlung des Unternehmens Kerateam in Leisnig zu einem großen Teil begleitete. Doch die Erfolgsgeschichte des Unternehmens, das seit der Inbetriebnahme der ersten Produktionsstrecke im Jahr 1997 von damals 60 auf heute mehr als 200 Beschäftigte wuchs, sei untrennbar mit der Person Ingrid Vogel verbunden, betont Graetz. Zwar sei ihr Ressort offiziell der kaufmännische Bereich gewesen. Doch letztlich sei immer Ingrid Vogel nach den Gesellschaftern die entscheidende Instanz für die Entwicklung von Kerateam gewesen.

Ende Januar wird sie das Unternehmen verlassen und in ihren Ruhestand gehen. Ein Nachfolger für ihre Stelle ist bereits gefunden: Thomas Pfalzgraf aus Augsburg tritt im Februar seinen Dienst und damit das Erbe von Ingrid Vogel an. „Der Abschied aus Leisnig fällt mir schwer“, gesteht Vogel in ihren Dankesworten. In Leisnig habe sie in zwanzig Jahren mehr Zeit zugebracht als an ihrem Wohnort Rammenau. Im gleichen Zeitraum entwickelte sich Kerateam zur Nummer Eins der Deutschen Keramik-Produktion. Der Umsatz wuchs von vier Millionen auf jetzt 46 Millionen Euro im Jahr. Und Ingrid Vogel verkündete noch etwas ganz Aktuelles: Seit dem 1. Januar wurde für die Beschäftigten die Bezahlung nach Flächentarifvertrag durchgesetzt.

Bürgermeister Tobias Goth betonte des Weiteren in seiner Laudatio auf die Leisniger Feuerwehrleute aller Ortswehren, wie sehr er die Belastbarkeit sowie die fachliche Kompetenz der Kameraden wertschätzt. Die Bedeutung der Feuerwehr sei nicht allein bei Brand- und anderen Einsätzen sehr hoch zu schätzen. Auch als Kulturträger sei die Feuerwehr vielerorts auch nicht wegzudenken. Deshalb wurden neben den Leitern der acht Ortswehren auch die Vorsitzenden der vier auf dem Kommunengebiet existierenden Feuerwehrvereine von Leisnig, von Brösen-Gorschmitz, Beiersdorf-Naunhof sowie von Clennen in die Auszeichnung einbezogen, gleichfalls zudem der Leiter der Jugendfeuerwehr. Stellvertretend für alle Kameraden dankte Stadtwehrleiter Bernd Starke für die Würdigung und hob die gute Zusammenarbeit der Verwaltung und des Rates mit der Feuerwehr hervor. Goth deutete an, dass der aktuelle Feuerwehrbedarfsplan eine Zäsur für die Feuerwehrabteilungen vorsieht: In der Struktur mit acht einzelnen Ortswehren wird sie in wenigen Jahren aufhören zu existieren.

Von Steffi Robak

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