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Döbeln Autos brettern Leipziger Berg zu schnell hinunter
Region Döbeln Autos brettern Leipziger Berg zu schnell hinunter
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18:24 27.02.2019
Es gibt ein 30er-Schild und zusätzlich eine Anzeigetafel für gefahrene Geschwindigkeiten vor der Kurve. Laut Anwohnern reicht das nicht aus. Quelle: Sven Bartsch
Döbeln

Bernd Müller hat eine Horrorvision: Ein Laster oder ein Traktor donnert den Berg der Leipziger Straße in Richtung Großbauchlitz hinunter. Das Fahrzeug bekommt die fast rechtwinklige Kurve nicht, schießt über die Begrenzung hinaus und dann den steilen Hang hinab.

„Das ist ein zunehmendes Sicherheitsproblem

„Mich beschäftigt dieses Problem schon seit Jahren. Und wir haben bei dem schweren Unfall, bei dem kürzlich ein LKW bei Simselwitz von einer Brücke gestürzt ist, gesehen, wie schnell so etwa passieren kann“, sagte Bernd Müller in der jüngsten Stadtratssitzung von Döbeln. Er nutzte die Bürgerfragestunde, um sein Anliegen vorzubringen. Dabei spricht Müller aus eigener Erfahrung. Denn er wohnt an der Leipziger Straße 129, also nahe besagter Kurve, und kann täglich beobachten, wie die Verkehrssituation in diesem Bereich ist. Es gibt dort zwar extra wegen der Kurve eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf 30 Kilometer pro Stunde. Und gleich hinter dem Schild steht seit einem halben Jahr auf der anderen Straßenseite eine Messtafel, die jedem Kraftfahrer seine Geschwindigkeit anzeigt. Aber, so Müller: „Ich bin erschrocken, wie schnell die Fahrzeuge trotzdem unterwegs sind. Vor allem bei großen LKW oder bei Landwirtschaftsmaschinen ist das zu sehen. Das ist ein zunehmendes Sicherheitsproblem.“

Abstimmung mit Landesamt

In den Griff zu bekommen ist das Problem nach Auffassung des Anwohners durch verstärkte Kontrollen. Zusätzliche Hinweisschilder oder ein Versetzen des 30er-Schildes nach oben, in Richtung Stadt, um die Langsamfahrstrecke etwas zu verlängern, sei eine weitere Möglichkeit. An der Mimik von Oberbürgermeister Hans-Joachim Egerer (CDU) war in der Ratssitzung abzulesen, dass er letzterem Vorschlag nicht ablehnend gegenübersteht. Da es sich aber um eine Bundesstraße handelt, kann die Stadt dort nicht schalten und walten, wie sie will. „Die Leipziger Straße ist eine Bundesstraße, daher muss auch das Landesamt für Straßenbau und Verkehr beteiligt werden. Gemeinsam mit Vertretern dieses Amtes und dem Polizeirevier Döbeln wird unser Ordnungsamt in nächster Zeit abstimmen, wie auf die Anregungen reagiert werden kann“, erklärt Stadtsprecher Thomas Mettcher auf Nachfrage.

Stadt kontrolliert bereits

Verstärkt an der Stelle zu blitzen, ist eine weitere Option, über die die Stadt allein entscheiden kann. Dazu Mettcher: „Die Stadt kontrolliert die Geschwindigkeit dort sowieso schon, auch in anderen Bereichen der Leipziger Straße regelmäßig.“ Die Kraftfahrer werden darauf sogar hingewiesen. Nach der Tankstelle auf dem Leipziger Berg ist an einem Verkehrszeichen in Richtung Großbauchlitz ein Zusatzschild angebracht: „Radarmessstrecke“.

Von Olaf Büchel

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