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Döbeln B169 in Neudorf: Blitzer bringen Ruhe rein
Region Döbeln B169 in Neudorf: Blitzer bringen Ruhe rein
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23:00 30.05.2013
Bei der Installation der Blitzersäulen vor gut vier Wochen.

Vor der Installation der Blitzersäulen hatte die Stadt Döbeln Messungen veranlasst. Diese ergaben im betreffenden Bundesstraßenabschnitt in Neudorf fast 500 Geschwindigkeitsüberschreitungen in der Woche. Eine große Zahl von Kraftfahrern hielt sich nicht an die vorgebenen 70 Stundenkilometer. "Mittlerweile geht es dort deutlich entspannter zu. Es wird nicht mehr so viel gerast wie früher, wie uns die Anwohner berichten", sagt der Ordnungsamtschef der Stadt Döbeln, Jürgen Müller. Zu beobachten sei, das viele Fahrer abbremsen und die Blitzerzone sogar deutlich langsamer als erlaubt passieren.

Was nicht heißt, dass es keine Übertretungen mehr gibt. In der ersten Woche nach der Inbetriebnahme tappten immerhin noch 200 Kraftfahrer in die Messfalle. Mittlerweile hat sich die Zahl der Geschwindigkeitsüberschreitungen auf 150 pro Woche eingepegelt. "Es sind viele Lastkraftwagen dabei, die auf Bundesstraßen generell nur 60 fahren dürfen", so Müller. Weil unterschiedliche Geschwindigkeitstoleranzen für Pkw und Lkw existieren, ist die moderne Technik in der Lage, die Fahrzeugart zu unterscheiden. Die meisten Autofahrer, die es in Neudorf erwischt, sind nach den bisherigen Erkenntnissen um die zehn Stundenkilometer zu schnell, was ein Verwarngeld von 20 bis 30 Euro bedeutet. Vier "Ausreißer" gibt es, diese waren mit über 100 Sachen unterwegs.

Die Mess- und Bilddaten des Blitzers werden sofort per Funk an eine Computerzentrale der Hersteller- und Betreiberfirma übermittelt. Von dort erhält dann das Döbelner Ordnungsamt pro Fall eine Datei zurück, die ein Foto vom Kennzeichen, ein Bild vom Fahrer und eines vom Fahrzeug beinhaltet. "Die Firma ist für uns ein technischer Hilfeleister. Die dann folgenden Aufgaben übernimmt unsere Bußgeldstelle", erklärt Müller.

Mit 600 Überschreitungen im Monat - diese Zahl gilt für beide Fahrtrichtungen insgesamt - kann in etwa in Neudorf gerechnet werden. Geht man von einem Strafgeld von lediglich 30 Euro pro Fall aus, ergibt das die stolze Summe von 216 000 Euro im Jahr. Abzüglich des Betrages, der an die Betreiberfirma gezahlt werden muss, blieben der Stadt Döbeln noch rund 150 000 Euro. Das wäre ein Mehrfaches des Betrages, der bisher durchs mobile Blitzen eingenommen wurde. "Den Vorwurf der Abzocke oder Wegelagerei lasse ich nicht gelten", sagt der Ordnungsamtschef dazu. Es gehe vor allem um mehr Sicherheit für die Neudorfer. Übrigens: Der "Spitzenreiter" kam aus Richtung Döbeln. Dabei fuhr er an fünf 70-Schildern vorbei, bis es bing machte. Olaf Büchel

Das Spendenkonto der Stadt für die Brandopfer hat die Kontonummer: 30010000, Bankleitzahl: 86055462 bei der Kreissparkasse Döbeln. Im Spendenzweck bitte angeben: Familie Leopold.

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