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Bagger stürzt in Waldheim in die Zschopau – Fahrer hat Glück

Beim Bomben suchen Bagger stürzt in Waldheim in die Zschopau – Fahrer hat Glück

Zum zweiten Mal innerhalb eines Vierteljahres ist in der Region Döbeln eine Baumaschine auf Tauchstation gegangen. Diesmal stürzte ein etwa 20 Tonnen schwerer Bagger bei Bauarbeiten auf der Kriebsteiner Straße in Waldheim in die Zschopau. Der unterstützte die Kampfmittel-Beseitiger.

Ein Bagger ist am Montag in die Zschopau gerutscht. Der Fahrer kam mit dem Schrecken davon. Die Bergung dauert zur Stunde noch an.
 

Quelle: Sven Bartsch

Waldheim. Die Waldheimer Feuerwehr war am Montag mal wieder mit ihrer Ölsperre gefragt. Grund: Bei den Bauarbeiten an der Kriebsteiner Straße war ein etwa 20 Tonnen schwerer Bagger in die Zschopau gestürzt. Der Fahrer kam offenbar mit dem Schrecken davon. Weil aus der Baumaschine überwiegend Hydraulik-Öl auslief, waren die Kameraden mit Schlauchboot und in Wathosen auf und in der Zschopau unterwegs und zogen die Barriere rings um die Unglücksstelle, um zu verhindern, dass sich der Ölfilm ausbreitete. Die Untere Wasserbehörde des Landratsamtes muss das Gewässer jetzt auf Schadstoffe untersuchen. Zuletzt hatten die Kameraden ihre Ölsperre im Ende Oktober 2015 über die Zschopau gezogen. Gegen 17 Uhr hatte ein Spezialkran die Baumaschine aus der Zschopau gezogen. Damit konnte die Ordnungsämter die Kriebsteiner Straße gegen 18.30 Uhr wieder freigeben. Diese war während der Bergung voll gesperrt.

„Der Bagger-Fahrer konnte sich retten. Er kam zur Beobachtung in ein Krankenhaus“, sagte Daniel Seifert, der den Einsatz der Wehren aus Waldheim und Reinsdorf leitete. „Unsere Aufgabe ist es, austretende Flüssigkeiten aufzuhalten. Zur Bergung des Baggers kommt ein spezieller Kran zum Einsatz“, sagte Daniel Seifert. Diese Arbeiten fallen nicht in die Zuständigkeit der Waldheimer Feuerwehren, die mit etwa einem Dutzend Einsatzkräften vor Ort waren.

Reißt Fahrfehler tonnenschweres Baugerät in die Tiefe?

Auch Waldheims Bürgermeister Steffen Ernst (FDP) ist sofort an die Unglücksstelle geeilt. Er koordinierte mit seinem Ordnungsamt die anstehende Straßensperrung. Denn die Baustelle der Kriebsteiner ist halbseitig befahrbar. Für die Bergung braucht es aber Platz, weshalb der Verkehr aus Waldheim in Richtung Kriebstein für die Dauer der Bagger-Bergung über Grünlichtenberg und Ehrenberg rollen musste. „Ich habe zudem die Gemeindeverwaltung in Kriebethal angerufen“, sagte Bürgermeister Ernst. Denn auch von der Kriebsteiner Seite musste die Straße gesperrt werden. Eine Information für die Papierfabriken im Nachbarort setzte Steffen Ernst ebenfalls ab. Für diese Betriebe ist die Kriebsteiner Straße eine wichtige Verkehrsader.

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Um zu verhindern, dass sich ausgelaufene Betriebsstoffe des Baggers ungehindert in der Zschopau verteilen, zogen die Kameraden der Waldheimer Feuerwehren eine Ölsperre um die Unglücksstelle.

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Es war offenbar ein Fahrfehler, der das tonnenschwere Baugerät die Böschung in die Zschopau hinabstürzen ließ. Die Radspuren reißen genau dort ab, wo die Stützmauer aufhört und die Hangbefestigung der Kriebsteiner Straße in die Böschung übergeht. Laut der Reifenspuren muss der Bagger sehr dicht an der Kante entlanggefahren sein. Wo die Mauer aufhörte und der Hang weniger Halt hatte, brach er offenkundig unter der Last des Baggers weg und riss diesen mit in die Tiefe. Die Polizei kann diese wahrscheinliche Ursache noch nicht bestätigen. „Polizei und die Abteilung Arbeitssicherheit bei der Landesdirektion haben ihre Ermittlungen aufgenommen“, heißt es in einer Pressemitteilung der Polizeidirektion Chemnitz zu diesem Vorfall. Mit dem Straßenbau hatte der Bagger nur indirekt zu tun. „Er war unterstützend für den Kampfmittelbeseitigungsdienst im Einsatz“, sagt Nicole Wernicke, Sachbearbeierin und Pressesprecherin im Landesamt für Straßenbau und Verkehr, dem Bauherren der Kriebsteiner Straße. Die Kampfmittelbeseitiger suchen turnusgemäß auf Straßenbaustellen nach Munition aus dem letzten Krieg.

Roßweiner Baggersturz jetzt aufgeklärt: Fahrer trifft keine Schuld

In der Region Döbeln war der Waldheimer Baumaschinensturz das zweite Unglück dieser Art innerhalb eines Vierteljahres. Erst Anfang Dezember des Vorjahres kippte in Roßwein ein kleiner Bagger bei der Beräumung von Sedimenten in der Freiberger Mulde um. Auch dort zog sich der Baggerfahrer leichte Verletzungen zu. „Der Bagger ist in ein unerkanntes Loch am Flussgrund geraten und dadurch umgestürzt. Wir nennen das Auskolkung. So etwas ist im Vorfeld schwer zu prüfen“, sagt Axel Bobbe von der Landestalsperrenverwaltung. Der Fahrer, der ins Krankenhaus kam, konnte die Klinik laut Bobbe schnell wieder verlassen. Es gehe ihm gut. Ein großer materieller Schaden sei ebenfalls nicht entstanden. Bobbe: „Der Bagger wurde auf einen Tieflader gehoben, in die Baufirma gebracht und dort gereinigt.“

Von Dirk Wurzel und Olaf Büchel

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