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Bahnhöfe und Wälder aus dem Raum Döbeln werden versteigert

Unterm Hammer Bahnhöfe und Wälder aus dem Raum Döbeln werden versteigert

Neben zwei Bahnhöfen aus der Region sollen insgesamt rund 60.000 Quadratmeter Waldheimer Waldfläche unter Aufsicht der Sächsischen Grundstücksauktionen AG den Besitzer wechseln. In Hartha kommt dazu ein Haus unter den Hammer und im Döbelner Norden soll eine Grünfläche veräußert werden.

Der alte Steinaer Bahnhof (links) kommt am Sonnabend unter den Hammer. Ebenso wie der denkmalgeschützte Zschaitzer Bahnhof.

Quelle: Sven Bartsch

Region Döbeln.  „Zum Ersten, zum Zweiten, zum Dritten, verkauft!“ – mit diesen berühmten Worten sollen am Sonnabend auch Grundstücke und verschiedene Immobilien aus der Region um Döbeln den Besitzer wechseln. Im Angebot stehen satte 60.000 Quadratmeter Wald, die sich über die Waldheimer Ortsteile Schönberg und Massanei erstrecken. Dazu gesellen sich eine Landwirtschaftsfläche im Norden Döbelns, ein Harthaer Wohnhaus sowie die leerstehenden Bahnhofsgebäude in Steina und Zschaitz. Als Auktionator tritt die Sächsische Grundstücksauktionen AG auf, die sich seit über 15 Jahren darum kümmert, Grundstücke unter den Hammer zu bringen.

Am tiefsten in die Tasche greifen müssen die Bieter vermutlich für die Waldfläche, für die das Mindestgebot bei 15.000 Euro liegt. Dafür gibt es insgesamt 14 Flurstücke, die sich über die Schutzgebiete Freiberger-Mulde-Zschopau und Unteres Zschopautal erstrecken. Der größte Abschnitt misst gute 13.000 Quadratmeter und liegt im Gebiet von Massanei.

Mit Nähe zur Zschopau kann auch das ehemalige Bahnhofsgebäude in Steina aufwarten. Für ein Mindestgebot von 1000 Euro soll das über 600 Quadratmeter große Grundstück mit dem leerstehenden Bahnhof an den Mann gebracht werden. Das Haus mit seitlichem Anbau steht direkt an einer nach wie vor befahrenen Bahnstrecke, auf deren Gleisen die Züge zwischen Riesa und Chemnitz rollen. Auf den etwa 80 Quadratmetern Wohn- und Nutzfläche fehlen Heizung und sanitäre Anlagen komplett. Insgesamt präsentiert sich der Steinaer Geisterbahnhof in einem sanierungsbedürftigen Zustand.

Sanierungsbedürftig zeigt sich auch das ehemalige Bahnhofsgebäude in Zschaitz, für das der Hammer bei mindestens 6 000 Euro fallen soll. Im Umfang enthalten sind der denkmalgeschützte Klinkerbau, die ehemalige Empfangshalle, Lagergebäude und Holzschuppen – verteilt über rund 6200 Quadratmeter und ebenfalls an einer noch aktiven Bahnstrecke liegend.

Im Ortskern von Hartha steht ein Wohn- und Geschäftshaus im Angebot, das direkt an der Kreuzung von Karl-Marx- und Leipziger Straße steht. Auch das 117 Jahre alte Gebäude mit seinen zwei Wohneinheiten im Obergeschoss wird nach dem Mindestgebot von 5000 Euro sicherlich Gegenstand weiterer Investitionen sein. Die sanitäre Ausstattung befindet sich in einem desolaten Zustand und Öfen sowie Heizkörper sind gar nicht mehr zu finden. Im Erdgeschoss bietet das Haus zusätzlichen Platz für ein Ladengeschäft.

Im Döbelner Norden will die Bodenverwertungs- und -verwaltungs GmbH etwas über 2300 Quadratmeter Land zu Geld machen und dabei mindestens 500 Euro einfahren. Das Areal an der Albert-Schweitzer-Straße ist im Flächennutzungsplan der Stadt überwiegend als Grünfläche ausgewiesen. Als solche wird es auch schon stellenweise von Kleingärtnern genutzt, die zwei eingezäunte Bereiche gepachtet haben.

Ob alle Auktionen erfolgreich über die Bühne gehen, wird sich am Sonnabend in Leipzig zeigen. Dort schwingt die Sächsische Grundstücksauktionen AG ab 11 Uhr im NH Hotel an der Leipziger Messe den Hammer.

Von André Pitz

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