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Döbeln Bahnhof Leisnig: Von planvollen Einbruch bis Zerstörungswut
Region Döbeln Bahnhof Leisnig: Von planvollen Einbruch bis Zerstörungswut
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00:17 10.10.2016
Noch zu besseren Zeiten: Leisnigs Bahnhof. Einbrecher und Zerstörer machen sich darin und daran zu schaffen. Quelle: WolfgangSens
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Leisnig

Erneut haben sich Einbrecher am Bahnhof von Leisnig zu schaffen gemacht, Schlösser ausgetauscht, eine Tür an der Rückfront eingetreten worden. Ob es sich um verschiedene Täter beziehungsweise Tätergruppen handelt, ist unklar. Vicky Rennert, die regelmäßig nach dem Bahnhof schaut und sich dort auch aufhält, entdeckte die Einbruchsspuren. Die 17-Jährige wandte sich an die Polizei, die die Anzeige aufnahm sowie vor Ort ermittelte. Unter anderem wurden Einbruchsspuren dokumentiert.

Vicky Rennert gehört zu den knapp zehn jungen Leuten, die den Bahnhof gern aktivieren und als ihren Treff sowie für ein kleines Reisecafé nutzen möchten. Sie halte sich regelmäßig dort auf, wenn es ihre Zeit neben der Schule und diversen sportlichen Aktivitäten zulässt. Zuletzt müsse zwischen Freitag und Mittwoch im Bahnhof eingebrochen sein. Dass einerseits die Tür eingetreten, Fenster zerschlagen und innen Wände besprüht, anderseits erneut Schösser ausgetauscht wurden, passt ihrer Ansicht nach nicht zusammen, lasse möglicherweise auf verschiedene Täter schließen. Während die einen planvoll vorgehen, gezielt stehlen und sich durch selbst angebaute Schlösser auf den nächsten ungehinderten Zugriff vorbereiten, hinterlassen andere Spuren der Zerstörung.

Fremde verschaffen sich permanent widerrechtlich Zugang

Vicky Rennert reparierte zusammen mit Freunden die eingetretene Tür. Mit dem aus der Schweiz stammenden Bahnhofs-Eigentümer, der sich jüngst wieder in Leisnig aufhielt, hat Vicky Rennert Kontakt. „Wir haben uns darauf verständigt, dass ich es nicht darauf ankommen lasse und mich in den Abendstunden nicht mehr in dem Gebäude aufhalte.“ Nach ihren Beobachtungen spricht vieles dafür, dass es sich nicht um einzelne Einbruchs-Fälle handelt, sondern dass sich permanent Fremde widerrechtlich Zugang verschaffen. Die einzelnen Fälle seien nicht mehr auseinander zu halten, da der Gebäudekomplex so groß ist, um Veränderungen sofort festzustellen.

Bahnhofseigentümer Erwin Feurer bezeichnet das sich verschärfende Problem als „Katz-und-Maus-Spiel“ zwischen ihm beziehungsweise den jungen Bahnhofsnutzern auf der einen Seite und den Zerstörern sowie Dieben auf der anderen. Er ist jedenfalls froh darüber, dass jetzt die Polizei davon Notiz genommen hat. Für ihn verbindet sich die Hoffnung damit, dass sich damit die Lage ein Stück entspannt.

Von Steffi Robak

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