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Bahnhof fast fertig und ein Zug rauscht auch bald wieder durch Unterrauschenthal

Eisenbahnverein Bahnhof fast fertig und ein Zug rauscht auch bald wieder durch Unterrauschenthal

Zum Vereinsfest der Waldheimer Eisenbahnfreunde haben sich die Feldbahner des SEM Chemnitz angekündigt und bringen gleich ihre Schienenfahrzeuge mit.

Bis zum Vereinsfest der Waldheimer Eisenbahnfreunde soll das neue alte Stationshaus in Unterrauschenthal fertig sein.

Quelle: Sven Bartsch

Waldheim/Chemnitz. Auf der Waldheimer Kleinbahnstrecke fährt bald wieder ein Zug. Aber nur für zwei Tage. Die Feldbahn-Abteilung des Sächsischen Eisenbahnmuseums Chemnitz (SEM) rückt am 6. Mai an und bringt eine kleine Lok samt Wagen mit. „Damit fahren wir dann von Brücke zu Brücke“, sagt Andreas Lässig, Vorsitzender der Waldheimer Eisenbahnfreunde, über einen Höhepunkt des Vereinsfestes. Zu diesem lädt der Verein am 6. und 7. Mai, jeweils von 10 bis 18 Uhr. Zu Gast sind wie gesagt die Feldbahner des SEM Chemnitz-Hilbersdorf mit Lok und Wagen. Das Schienengespann rollt dann vom Krummen Hund in Heiligenborn bis zur Zschopaubrücke in Kriebetahl.

Mit der Feldbahn nach Kriebethal

Es ist schon in gewisser Weise ein Glücksfall, dass die Strecke jetzt eine Spurweite von 60 Zentimetern hat. So lassen sich Lokomotive und Wagen einfach auf einen Lkw packen und von Chemnitz-Hilbersdorf nach Waldheim kutschieren. Auf das rollende Material des ehemaligen Vereins IG Kleinbahn Waldheim-Kriebstein haben die Eisenbahnfreunde derzeit keinen Zugriff wegen des Insolvenzverfahrens. So kommen nun die Chemnitzer Feldbahner mit ihrer Ns 2f, einer schmalspurigen Diesel-Lokomotive aus den Aufbaujahren nach dem Krieg. Die der SEM-Feldbahner war früher in einer Ziegelei eingesetzt. Nun dient sie der Beförderung der Gäste des Vereinsfestes der Waldheimer Eisenbahnfreunde. Die Chemnitzer Feldbahner betreiben übrigens eine eigene kleine Rundstrecke mit Feuerstelle und Sandgrube. Hier können die Besucher den eigentlichen Zweck dieser kleinen Eisenbahnen erleben: Den Transport von Baumaterial. Nach dem Krieg transportieren die Feldbahnen zum Beispiel Trümmersteine, die ja oft ein zweites Mal Verwendung fanden.

Wie die Trümmerfrauen kamen sich auch die Mitglieder des Waldheimer Eisenbahnvereins vor, als die alte Stationshaus in Kleinmockritz abbauten. „Die alten Steine sind alle größer, als die heutigen Ziegel. Wir haben sie wegen des Denkmalschutzes wieder verwendet“, berichtet Andreas Lässig. Das alte Kleinmockritzer Stationshaus der ehemaligen Schmalspurstrecke Wilsdruff-Gärtitz steht nun in Unterrauschenthal. Die Waldheimer Eisenbahnfreunde haben es wieder aufgebaut, ganz originalgetreu mit dem ausgemauerten Fachwerk und der holzverkleideten Fassaden. Ein halbes Jahr Arbeit steckt da drin.

Aus Ziegenstall wird wieder Bahnhof

Am alten Standort diente es zuletzt als Stall für eine Ziege – am neuen wollen es die Eisenbahnfreunde zum Vereinsfest eröffnen. „Die äußere Hülle wird bis dahin fertig sein“, versprich Andreas Lässig. Die Türen und Fenster stammen übrigens von einem baugleichen Gebäude aus Zöthain, einem Ortsteil von Lommatzsch. Das haben die Vereinsmitglieder für die Stadt abgerissen und die wiederverwendbaren Teile gerettet. Der nunmehr frisch erstandene Rauschenthaler Bahnhof bekommt als Anstrich die Farben der ehemaligen Königlich Sächsischen Eisenbahn – sandgelb und rehbraun. Denn ursprünglich stammt das Häuschen aus dem Jahr 1911. Etwas Wichtiges fehlt aber noch und die Waldheimer Eisenbahnfreunde wollen auch das wieder einrichten: Die Toilette, genannt Freiabtritt. „Es war damals Vorschrift, dass jedes Stationshaus einen solchen Freiabtritt zu haben hat“, sagt Andreas Lässig.

Von Dirk Wurzel

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