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Döbeln Bald funkt das schnelle Internet in Waldheim
Region Döbeln Bald funkt das schnelle Internet in Waldheim
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Die Richtfunker aus Waldheim machen jetzt Nägel mit Köpfen. Im Juni sollen die ersten Kunden online gehen und das Internetsignal kabellos aus dem Äther beziehen. Quelle: Archiv
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Waldheim

Bald funkt´s in Waldheim. Und zwar das schnelle Internet in die Häuser. David Noelte und Jan Bretschneider planen, aus dem Projekt Misaxnet eine Firma zu machen. Diese bringt Breitband-Internet per Richtfunk in die Haushalte. Teure Strippenzieherei ist dafür nicht notwendig und alles geht recht rasch. Niemand muss darauf warten, bis ein Netzbetreiber Glasfaserkabel bis zu seinem Wohnort oder Firmensitz gelegt hat. Im Grunde ist es mit einer Antenne beim Richtfunk-Internet schon getan.

„Anfang des dritten Quartals 2017 wollen wir die ersten Kunden am Netz haben“, sagt David Noelte. Bedingung dafür war, dass Misaxnet eine bestimmte Anzahl an Vorverträgen abschließt, um die Investitionen planen zu können. Zunächst ging es darum, den Firmen im Waldheimer Gewerbegebiet schnell schnelles Internet anbieten zu können. Denn das ist in dieser Beziehung ein weißer Fleck – was zu allerlei Unmut unter den Gewerbetreibenden führte, für die eine schnelle Datenverbindung wirtschaftlich wichtig ist. Also hatte Misaxnet zunächst die Unternehmen auf dem Schirm, denen es das Internet funken will – mit einer Übertragungsrate von 16 Megabit pro Sekunde. Üblich in diesem Teil Waldheims sind zwei Megabit pro Sekunde.

Neu ist nun, dass die Richtfunker auch Privathaushalte anbinden und entsprechende Produkte im Angebot haben: 24,95 Euro im Monat für einen Breitband-Anschluss mit einer Übertragungsrate von sechs bis 16 Megabit pro Sekunde. Dass alles können die Interessierten ab Dienstag auf der Homepage von Misaxnet nachlesen, wo eine Karte zur Verfügbarkeit steht und die einzelnen Produkte aufgelistet sind.

Zunächst konzentrieren sich die Freifunker auf Waldheim-West mit dem Gewerbegebiet. Hauptstraße, Schulstraße und Landsberger Straße nennt David Noelte als geografische Bezugspunkte. Wenn im März der Boden frostfrei ist, sollen die Schachtarbeiten beginnen. Die sind auch beim Freifunk notwendig, allerdings in sehr kleinem Umfang. Es geht darum, auf etwa 600 Metern Glasfaserkabel zu ziehen. Denn im Gewerbegebiet liegt bereits superschnelles Internet, das sich eine Firma in Privatinitiative hat legen lassen. Diese Leitung zapfen die Freifunker an und übertragen die Signale auf die Funkstrecke.

Um den Breitbandausbau geht es auch zu Sondersitzung des Stadtrates am 23. Februar. Dort sollen die Stadträte einen Beschluss fassen, ob und wie es mit dem Ausbau weitergeht, den Bund und Land mit bis zu 90 Prozent fördern. Das betrifft vor allem Glasfaserkabel, was sehr teurer ist, was auch den Eigenanteil der Stadt in die Höhe treiben kann.

www.misaxnet.de

Von Dirk Wurzel

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