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Döbeln Bald gibt’s Dreiklang: Dritte Kirchenglocke ist wohlbehalten im Turm angekommen
Region Döbeln Bald gibt’s Dreiklang: Dritte Kirchenglocke ist wohlbehalten im Turm angekommen
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16:31 13.03.2018
Die dritte Glocke ist in Tragnitz angekommen. Quelle: Sven Bartsch
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Tragnitz

Es war gegen 10 Uhr, als die etwa 350 Kilogramm schwere und mit einer Höhe von 79 Zentimetern kleinste Glocke am Kranhaken hinauf zum Turmfenster schwebte. Mitarbeiter der Heidenauer Firma Glockenläute und Elektroanlagen nahmen sie dort oben entgegen. In den nächsten Tagen wird sie am Glockenstuhl befestigt, der Klöppel montiert und alles weitere für den großen „Auftritt“ vorbereitet. „Während des Festgottesdienstes am Ostersonntag, der in Tragnitz um 10.15 Uhr beginnt, soll die neue Glocke dann zum ersten Mal und natürlich auch gemeinsam mit den beiden anderen zu hören sein“, sagt Pfarrerin Katja Schulze. Da das Geläut jetzt per Funkfernsteuerung zu bedienen ist, lässt es sich bequem in Betrieb nehmen.

Glocke erstmals angeschlagen

Wie die neue Glocke mit Ton B des Es-Dur-Dreiklangs klingt, durfte die Pfarrerin aber bereits Dienstagvormittag ausprobieren. Im Beisein von einigen Kirchenvorständen und Tragnitzer Einwohnern schlug Katja Schulze das Bronzewerk mit einem Kunststoffhammer an.

Und es dauerte lange, bis der wohlfeile Klang nicht mehr zu vernehmen war. Schulze: „Es handelt sich um die Heilig Geist-Glocke, die vor allem bei Taufen läuten wird, was dann hoffentlich recht häufig geschieht.“

Auch eine Geschichte wird erzählt

Gegossen worden war die Glocke, wie auch die beiden anderen, im nordrhein-westfälischen Gescher in einer dortigen, alteingesessenen Glocken- und Kunstguss-Manufaktur. Das Besondere beim letzten Guss, der am 12. Dezember des vergangenen Jahres erfolgte: Weil die Firma wegen des Reformationsjubiläums sehr viele Aufträge hatte, erfolgte die Herstellung der Glocke in einem extra Raum und als Tiegelguss. „Das dauerte länger als sonst und war für uns von der Kirchgemeinde, die mit dabei waren, ein schönes Erlebnis“, erinnert sich Pfarrerin Schulze. Sie verwies auch darauf, dass das Tragnitzer Glockentrio auch eine Geschichte erzählt über die Kirchgemeinde. Denn steht auf den ersten beiden Exemplaren, die 2014 entstanden, noch St. Pankratius Kirchgemeinde darauf, trägt die kleine, letzte Glocke die Aufschrift Kirchgemeinde Leisnig-Tragnitz. Denn seit 1. Januar 2017 gibt es im kleinen Tragnitz keine eigenständige Gemeinde mehr.

Lange soll sie erklingen

Hans-Jürgen Rockmann vom Kirchenvorstand war beim Glockengießen mit dabei und ließ sich auch die Anlieferung am Dienstag nicht entgehen. Er kam mit seinem dreijährigen Enkel Fridolin zur Kirche, um die Glocke zu begrüßen. „Wenn man sich bewusst macht, wie selten für eine Kirche eine neue Glocke gegossen wird, dann ist das schon etwas ganz Besonderes. Und es ist schön zu sehen, wie nun das fertige Gussstück in den Kirchturm gehoben wird“, sagte Hans-Jürgen Rockmann, der davon ausgeht, dass er und auch sein Enkel das ganze Leben lang vom Geläut dieser Glocke begleitet werden.

Von Olaf Büchel

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