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Döbeln Bankräuber schlagen bei Wetterwitz zu
Region Döbeln Bankräuber schlagen bei Wetterwitz zu
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18:32 11.07.2016
Diese schöne und massive Bank stand bis vor kurzem an der Kreisstraße in Wetterwitz. Quelle: privat
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Gleisberg/Wetterwitz

Günter Braun ist fassungslos. Mit viel Herzblut, Zeit und etlichen Euro hat der Wetterwitzer im vorigen Jahr eine massive Bank aus Lärchenholz gebaut und an der Kreisstraße zwischen Gleisberg und Wetterwitz aufgestellt, direkt an der Zufahrt zur „Holzecke“ unter einer Linde. Am Wochenende ist die Bank spurlos verschwunden. Unbekannte haben die Sitzgelegenheit offenbar mitgehen lassen, wobei „mitgehen lassen“ bei einem Gewicht von rund zwei Zentnern nicht ganz die richtigen Worte sind. „Da hilft man, die Gegend zu verschönern und tut etwas für müde Wanderleute. Und dann so was!“, ärgert sich der 73-Jährige gewaltig.

Dreister Diebstahl

Besonderes Merkmal der Bank (siehe Foto): in die Rückenlehne ist der Schriftzug „Holzecke seit 1784“ eingefräst. „Holzecke“, so heißt im Volksmund die Mini-Siedlung, bestehend aus zwei Häusern mit drei Familien, die sich zwischen Gleisberg und Wetterwitz befindet. Günter Braun ist selbst Bewohner der „Holzecke“. Eine Bank ohne Lehne hatte er schon vor längerer Zeit an der Zufahrt platziert, im Frühjahr 2015 dann der Tausch gegen das Modell mit Lehne. Braun: „Als wir die Bank aufgestellt haben, überlegten wir noch, sie zu verankern oder nicht. Ich habe dann gesagt: Die ist so schwer, die wird schon keiner wegnehmen.“ Der Rentner pflanzte auch zwei Bäumchen und passte auf, dass die Bank nicht zuwächst. „Da hat immer mal einer gesessen und sich im Schatten ausgeruht. Es lag kein Unrat dort. Höchstens mal eine Flasche, die ich entsorgt habe“, beschreibt Günter Braun, dass seine Bank von den Bewohnern geschätzt wurde. Und nun dieser dreiste Diebstahl.

Langfinger schlugen bei Tageslicht zu

Sonnabendfrüh stand die Bank noch, sagt der Wetterwitzer. Nachmittags bekam er einen Anruf vom Nachbarn, der wissen wollte, ob Günter Braun die Bank zu Reparaturzwecken weggeholt hat. Hatte er nicht. Die Diebe schlugen also bei Tageslicht zu, müssen mit einem Anhänger oder einem Transporter vorgefahren und mindestens zu zweit gewesen sein, sagt Günter Braun. Er hat den Diebstahl bei der Polizei angezeigt, will aber auch über die Zeitung versuchen, den Ganoven auf die Schliche zu kommen. Der Senior: „Vielleicht hat zufällig jemand etwas beobachtet. Das könnte derjenige der Polizei mitteilen.“ Trotz des negativen Erlebnisses steht für Günter Braun fest: „Mit einer Bank versuche ich es noch mal. Die wird dann aber richtig festgemacht.“

Von Olaf Büchel

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