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Döbeln Bankziehen statt Schulbank drücken: Grund- und Förderschüler wetteifern um Pokale
Region Döbeln Bankziehen statt Schulbank drücken: Grund- und Förderschüler wetteifern um Pokale
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00:17 29.01.2016
Die Großbauchlitzer Grundschüler setzten sich gegen ihre Konkurrenten durch und ergatterten den ersten Platz. Quelle: Sven Bartsch
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Döbeln

Noch einmal tief durchgeatmet, die richtige Position eingenommen und dann mit Vollgas auf die erste Station zugeeilt. Aileen Schmidt war eine von rund 100 Schülerinnen und Schülern, die am Dienstagvormittag am sportlichen Wettkampf in der Döbelner Stadtsporthalle teilnahmen anstatt die Schulbank zu drücken. Beim Bankziehen bewies sie einen langen Atem und starke Arme. Die Achtjährige, die die Grundschule Großbauchlitz besucht, spielt seit drei Jahren beim ESV Lok Döbeln in der Fußball-Junioren-Mannschaft. Sie gehört zu den besten Sportlern ihrer Schule. Da war es klar, dass sie in die Mannschaft der Großbauchlitzer Grundschule gehört, um beim sportlichen Vergleich zwischen Grund- und Förderschülern im Altkreis Döbeln dabei zu sein. Siegbert Leimner lud in seiner Position als Schulsportkoordinator dazu ein. Dort warteten kleinere und größere Wettkämpfe auf die Grund- und Förderschüler. Mit dabei waren neben der Grundschule Großbauchlitz auch die Einrichtungen aus Leisnig, Waldheim und Mochau. Am Vergleich der Förderschulen beteiligten sich Roßwein, Waldheim und die Schlossbergschule aus Döbeln.

Großbauchlitzer als klare Favoriten im Kampf um die Pokale

Schon von weiten hörte man den lauten Tumult in der Stadtsporthalle. Erst wurden die Mannschaftskollegen angefeuert, beim Überqueren der Ziellinie schließlich gejubelt. Mit Mannschafts-Trikots gingen die Grundschüler in die Wettkämpfe, zeigten sportlichen Ehrgeiz und bissen die Zähne zusammen, wenn die Beine schwacher wurden oder die Puste langsam ausging. Siegbert Leimner bereitete dazu – mit einigen seiner Schülerinnen vom Lessing-Gymnasium Döbeln – die Stadtsporthalle entsprechend vor, baute die einzelnen Stationen der Wettkämpfe auf und legte die Sportmaterialien bereit.

Die zehnjährige Josee Kutzke besucht die Mochauer Grundschule. Beim Bankziehen gab sie für ihr Team alles. Quelle: Sven Bartsch

Um warm zu werden, starteten die Grund- und Förderschüler mit einigen Spielen. „Ball über die Leine“ beispielsweise – oder „Tunnelball“. Letzteres fand besonders Justus Morgenstern spannend. „Das hat mir am besten gefallen“, verriet der Neunjährige, der die Großbauchlitzer Grundschule besucht. „Da waren wir ziemlich gut.“ Justus sollte recht behalten. Die Großbauchlitzer schlugen sich in fast allen Wettkämpfen am besten, ergatterten so den Gesamtsieg mit 37 Punkten. Danach folgte Leisnig (33 Punkte), Mochau (32 Punkte) und schließlich die Waldheimer (27 Punkten). Bis zur Abschlussstaffel ging es noch recht knapp zu, aber den Parcours aus Bankziehen, Purzelbaum schlagen, Bankhüpfen, durch den Reifen steigen und schließlich Ball werfen, meisterten die Grundschüler aus Großbauchlitz mit Bravour. Beim Vergleich der Förderschulen konnten die Roßweiner den Sieg mit 37 Punkten ergattern. Auf dem zweiten Platz landete die Schlossbergschule aus Döbeln (32 Punkte), gefolgt von den Waldheimern (26 Punkte).

Neben Kondition auch Koordination gefragt

Höchstens 14 Schüler durften pro Mannschaft dabei sein. Dazu wurden aus jeder Klassenstufe jeweils die zwei besten Mädchen und Jungen herausgesucht, die dann das Gesamtteam der jeweiligen Schule bildeten. Jule Lörtscher (9), Carolin Naumann (9) und Josee Kutzke (10) traten für die Grundschule Mochau an. Sie waren nach dem vollgepackten Vormittag ganz schön aus der Puste. „Das war schon anstrengend. Aber besser als in der Schule zu sitzen“, waren sich die Mädchen einig. Für den neunjährigen Travis Richter war das halb so wild: Der Großbauchlitzer Grundschüler gehört zu den besten Läufern seiner Schule, aus der Puste war er kaum. Dabei sollte es beim gestrigen sportlichen Vergleich nicht nur um Kondition gehen. „Vor allem Koordination spielt eine wichtige Rolle“, erklärte Siegbert Leimner. „Damit soll einfach die Vielseitigkeit des Schulsportes gezeigt werden.“ Die Staffelspiele variieren dabei jedes Jahr, so kann keine Langeweile aufkommen und den Schülern wird es nicht zu leicht gemacht.

Von Stephanie Jankowski

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