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Döbeln Barrierefreie Verwaltung 2.0 – WG Fortschritt weiht neuen Standort ein
Region Döbeln Barrierefreie Verwaltung 2.0 – WG Fortschritt weiht neuen Standort ein
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17:59 29.08.2018
Die Vorstände Stefan Viehrig (l.), Lothar Folkmer (2.v.l.) und Tino Hütter (r.) sowie Aufsichtsrat Heiner Hellfritzsch (2.v.r.) bekommen von Döbelns Schutzpatronin Doblina (Irina Schädlich) den Schlüssel. Quelle: Sven Bartsch
Döbeln

Mit einer feierlichen Schlüsselübergabe und einem symbolischen Banddurchschnitt eröffnete am Mittwoch die Wohnungsgenossenschaft Fortschritt in Döbeln ihr neues Verwaltungs- und Dienstleistungszentrum an der Blumenstraße 51a. Aus dem früheren Einkaufszentrum ist für runde 3,5 Millionen Euro eine moderne Kombination aus erhaltenem Altbau und einem Neubau entstanden, die dem größten genossenschaftlich organisierten Wohnungsvermietungsunternehmen der Region ganz gut zu Gesicht steht, so Vorstand Stefan Viehrig.

Kinder der Kindertagesstätte Sonnenschein halfen beim Durchschneiden des Bandes. Quelle: Sven Bartsch

Die Idee, die Verwaltung der Genossenschaft ebenerdig, senioren- und behindertengerecht auszubauen und in ein modernes Zeitalter zu bringen, existierte schon einige Jahre. Die wirtschaftlichen Erfolge der Genossenschaft, vor allem in den letzten Jahren, und die zahlreichen gestemmten Großprojekte hätten Mut gemacht, auch dieses anspruchsvolle Bauvorhaben anzupacken, schilderte Stefan Viehrig in seiner Rede.

Die Leerstandsquote bei der Genossenschaft wurden in den letzten Jahren von 24 Prozent auf unter drei Prozent gesenkt. Investitionen in den Bestand und ein modernes und mieterfreundliches Wohnumfeld sorgten für Vermietungserfolge und gute wirtschaftliche Ergebnisse, die wiederum weitere größere Investitionen erlauben. 40 Millionen Euro in investierte die Genossenschaft allein in Balkonanbauten und energetische Sanierungen der Wohngebäude. Für 3,5 Millionen Euro wurde im letzten Jahr aus der Ruine der Leninschule der voll vermietete Wohnpark Döbeln-Ost. Zu dem kamen im letzten Jahr durch die Übernahme der Ersten Harthaer Wohnungsgenossenschaft 149 Wohnungen zum Bestand hinzu.

Im Gebäude sind auch Veranstaltungsräume für die Genossenschaftsmitglieder und Mieter. Die erste Veranstaltung heute mit einem Bauchredner ist ausverkauft. Quelle: Sven Bartsch

„Das gute Jahr 2017 werden wir 2018 noch toppen“, versprach der Vorstand. 20 Millionen Euro investiert die WGF dieses Jahr in ihre Bestände und ins Wohnumfeld. Für 380 000 Euro sollen die Harthaer WGF-Wohnungen bis Dezember auf einen modernen Stand gebracht werden. Bis Oktober sollen die sechs WGF-Stadtvillen im Wohngebiet Sonnenterrassen in Döbeln-Nord bezugsfertig sein. 5,4 Millionen Euro investiert die WGF in diese ersten Neubauten seit der Wende.

Die Mischung aus Neubau und Sanierung der alten Kaufhalle-Ost zum modernen Verwaltungs- und Dienstleistungszentrum hatte aber etliche Tücken und sorgte bei Stefan Viehrig für ein paar graue Haare. Am 3. Juni 2017 war der Bau gestartet worden. Zwischendrin waren einige Umplanungen und statische Neuberechnungen notwendig. Das kostete Zeit. Doch zum 1. Dezember konnte das Café Körner eröffnen. Im Januar konnte das Deutsche Rote Kreuz seine Schulungsräume im Gebäude nutzen.

Das Café Körner ist mit im Gebäudekomplex. Es wurde schon im Dezember eingeweiht. Quelle: Sven Bartsch

Vorige Woche zog nun die Verwaltung der Genossenschaft um. „Wir sind angekommen und freuen uns über modernste Arbeitsbedingungen und Technik, die wir gerade jeden Tag ein Stück mehr erlernen. Jetzt sind wir mit unserer Wohnungsverwaltung 2.0 für die Zukunft gerüstet“, so Stefan Viehrig. Er geht allerdings Ende des Jahres in den Ruhestand. Ende September soll sein Nachfolger bekannt gegeben werden.

Im Serverraum im Keller zeigt Vorstand Tino Hütter, wo alle Drähte der modernen Wohnungsverwaltung zusammenlaufen. Quelle: Sven Bartsch

Auch ein paar Dinge, die nicht geklappt haben, erwähnte Viehrig in seiner Rede. Trotz langfristiger Absprachen und mehrfacher schriftlicher Terminbestätigung stellte sich die Telekom als unzuverlässiger Vertragspartner heraus. Denn bis heute brachte das Unternehmen die Umstellung der Telefontechnik nicht auf die Reihe und ist die moderne Verwaltung des Großvermieters nur über Nottelefone erreichbar. Zweitschlimmster Saboteur des Neubaus war das Wetter. Gleich an zwei Juni-Wochenenden hintereinander drang durch Unwetter Wasser in die Baustelle ein, verursachte 20 000 Euro Schaden und Bauverzug.

Strom tanken bei der Wohnungsgenossenschaft: 35 Parkplätze sind am neuen Verwaltungs- und Dienstleistungsgebäude der Wohnungsgenossenschaft Fortschritt in Döbeln-Ost entstanden. Gemeinsam mit den WGF-Vorständen Tino Hütter und Stefan Viehrig weihte Stadtwerke-Geschäftsführer Gunnar Fehnle (v.r.n.l.) am Mittwoch eine neue Ladesäule für zwei Elektroautos ein, welche die Stadtwerke spendierte. Quelle: Sven Bartsch

Von Thomas Sparrer

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