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Döbeln Bauarbeiter arbeiten auch am Sonnabend
Region Döbeln Bauarbeiter arbeiten auch am Sonnabend
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22:38 15.05.2014
Fast wie ein Rohbau: Der Hauptausschuss des Stadtrates auf der Baustelle des Lessing-Gymnasiums. Quelle: Sven Bartsch

"Den Rückstand können wir aufholen. Die Baufirmen arbeiten auch am Wochenende", sagte Regina Lozek vom städtischen Bauamt, die den Räten die Baustelle erläuterte. Teurer als ursprünglich geplant, wird es wohl zunächst auch. "Dass es so gewaltig teurer wurde, liegt an den Untergründen", sagte Bauamtsleiter Erik Brendler, als der Hauptausschuss nach der Baustellenbesichtigung die Malerarbeiten vergab. Kosten: Rund 152 000 Euro. Es bestehe aber die Möglichkeit, dass die Stadt die Mehrkosten bei künftigen Ausschreibungen weiterer Bauleistungen wieder ausgleichen kann.

Von den Untergründen bot sich vor Ort ein umfassendes Bild. Nicht nur bei den Wänden, die mehrere Schichten Tapete bedecken. Auch in der Aula, dort besonders am Fußboden. "Auf dem alten Unterboden lagen mehrere Schichten Spanplatten und Parkett", sagte Regina Lozek. Jetzt haben die Handwerker alle Schichten entfernt. Sichtbar ist nun die Ur-Dielung und das Gebälk. Auf diesen Unterbau kommt nun ein moderner Fußboden mit Trittschalldämmung. Die Aula bekommt wieder Parkett. Und auch eine neue Wandverkleidung und eine moderne Technikanlage. Bleiben werden dagegen die historischen Fußbodenfliesen im Treppenhaus. Spanplatten schützen sie während der Bauarbeiten. Auch alte Tapete soll erhalten bleichen - aber nur an ausgewählten Stellen.

Die Innentüren lässt die Stadt dagegen erneuern. Auch große statische Eingriffe gehören zum weiteren Bauprogramm. Es geht darum, Klassenzimmer zu vergrößern. "Das war bisher unser Problem: Kleine Räume, in denen 26 bis 28 Schüler saßen", erläuterte Schulleiter Michael Höhme. So reißen demnächst die Bauarbeiter auch tragende Wände heraus, die rund einen halben Meter dick sind. Eine Unterzugkonstruktion aus Pfeilern und Stahlträgern übernehmen die Funktion dieser Zwischenwände. Auf diese Weise werden aus drei kleinen Klassenzimmern zwei große, wenn die Handwerker eine Zwischenwand einziehen.

Nicht nur im Inneren der Penne rotieren die Bauarbeiter. Draußen errichten sie gerade einen Verbindungsbau, durch den die Schüler trockenen Fußes zwischen dem Hauptgebäude und dem naturwissenschaftlichen Bau pendeln können. Draußen kam die Sprache auf Farbe und Zustand der Fassade des naturwissenschaftlichen Schulteils. Der ist rosa wie die Stadtsporthalle und außerdem bröckelt der Putz an dem 1995 errichteten Gebäude. Bauamtsmitarbeiterin sieht die Ursache darin in einer falsch angelegten Dachentwässerung. Die Stadt will diesen Fehler bei der aktuellen Sanierung richten lassen. "Nach fast 20 Jahren müssen wir eben etwas daran machen", sagte Oberbürgermeister Hans-Joachim Egerer. Nur die Farbe wird wohl bleiben.

Dirk Wurzel

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