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Bauern mit gemischter Bilanz: Viel Getreide aber weniger Kartoffeln

Bauern mit gemischter Bilanz: Viel Getreide aber weniger Kartoffeln

Derzeit ist Hochsaison bei der Getreide- und Nutzpflanzenernte. Ein trockener Winter, die Dürre im Juni, örtlich begrenzte Niederschläge, Hagel und Stürme, konnten dem hiesigen Landwirt bislang einen Strich durch die Rechnung machen.

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Hochphase bei der Getreideernte auf den Feldern der Agrar AG Ostrau. In etwa einer Woche will der Betrieb die Weizenernte abschließen.

Quelle: Sven Bartsch

Region Döbeln/Ostrau. Die DAZ fragte bei Agrarbetrieben in der Region Döbeln nach, wie die Zwischenbilanz bei den Erträgen nach dem Super-Ernte-Jahr 2014 ausfällt.

 

Wolfram Hirsch von der Agrar AG Ostrau: "Unerwartet gut ist trotz des bereits zweiten trockenen Winters und der Dürre im Juni die Gersteernte." Der hohe Lehmanteil im Boden sorgte für ausreichend Feuchtigkeit. Der Ertrag und die Qualität beim Weizen seien ebenso zufriedenstellend. "Wegen unseres guten Düngermanagements ist fast alles A-Weizen geworden", so der Landwirt des 2000 Hektar großen Betriebs. Starke Winde und große Niederschläge in den letzten Wochen hätten jedoch Teilflächen im Weizen umgelegt und zur Bildung großer Wasserlachen geführt. Die Folge: Schwierigkeiten bei der Ernte und beim Pressen der Strohballen. Verluste von fünf bis zehn Prozent gab es durch Hagelschäden beim Raps, die jedoch von der Versicherung abgedeckt sind. Die Rapsernte sei jedoch mit Blick auf die Dürre im Frühsommer gut ausgefallen. Durchwachsen ist die Bilanz beim Mais. Auf Teilflächen habe er laut Hirsch die Trockenphase gut überstanden. Der Zweitfruchtmais hingegen, der erst Mitte Mai gesäht wurde und auf dessen Flächen über den Winter Zwischenfrüchte zur Stickstoffbindung und zum Erosionsschutz angebaut wurden, hatte unter der Trockenheit zu leiden. Viele Pflanzen seien nicht gekeimt. Gut entwickeln konnten sich trotz der Hitze die Zuckerrüben. "Die Kartoffeln hat es am schlimmsten getroffen." Absehbar sei, dass es dieses Jahr wegen der Trockenheit im Winter weniger Kartoffeln gebe, womit der Preis gegenüber der Überproduktion in 2014 auf geschätzte acht Euro je Doppelzentner steige, was positiv sei.

 

Frank Hennig, Leiter der Pflanzenproduktion in Naundorf-Niedergoseln mit 2100 Hektar Anbaufläche: "Die Ernte bei Raps, Gerste und Weizen läuft gut." Der Ertrag bei der Gerste sei sogar gegenüber dem vergangenen Super-Ernte-Jahr um 15 Prozent gestiegen. Über 15 Prozent Ausfall beim Raps habe es durch Hagelschlag und Sturm Ende Juli, Anfang August gegeben. Schädlinge - besonders Mäuse und Schnecken - machen dem Großbetrieb zu schaffen.

 

Ralf Bergmann vom Agrarbetrieb Lüttewitz in Leschen, ist hingegen durchweg zufrieden mit der diesjährigen Ernte und kann über keine Defizite wegen Trockenheit, Starkregen oder Sturm klagen. Natürlich sei ein Rückgang bei den Erträgen gegenüber 2014 um zehn bis 15 Prozent zu verzeichnen. Probleme bereite lediglich der Mäusebefall.

 

Auf das veränderte Klima mit langen Dürreperioden, starken Regenfällen und Stürmen richten sich die Pflanzenzüchter zunehmend ein. Hirsch: "Widerstandsfähigere Pflanzen sind jedoch noch in der Testphase."

Oliver Becker

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