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Döbeln Baustart an Baderitzer Brücke noch im Juli
Region Döbeln Baustart an Baderitzer Brücke noch im Juli
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00:19 10.07.2017
Die alte Brücke in Baderitz ist durch das Hochwasser 2013 beschädigt worden und wird durch einen Neubau ersetzt. Quelle: Jürgen Kulschewski (Archiv)
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Baderitz

Jetzt wird der letzte Hochwasserschaden aus dem Jahr 2013 in der Gemeinde Zschaitz-Ottewig beseitigt: In seiner jüngsten Sitzung hat der Gemeinderat die Vergabe des Neubaus der Brücke in Baderitz beschlossen und damit den Weg frei gemacht für den Start der Arbeiten. Laut der Ostrauer Bauamtsleiterin Angelika Riedel, die sich innerhalb der Verwaltungsgemeinschaft auch um Zschaitz kümmert, werden in den nächsten Wochen vorbereitende Maßnahmen wie die Einrichtung der Baustelle getroffen. Bis Ende Juli soll es dann mit dem Abriss der alten Brücke losgehen. Letzter Hemmschuh ist die fehlende Unterschrift unter den Bauvertrag des Zschaitzer Bürgermeisters Immo Barkawitz (Freie Wähler), der am Dienstag aus dem Urlaub zurück ist und dann gleich unterzeichnen soll. „Geplant ist, dass dann bis Ende November gebaut wird“, sagte Riedel.

Autofahrer müssen sich bis dahin auf Einschränkungen einstellen. „Der Stausee und die Gaststätte sind über den Kirschberg zu erreichen, der Rest wird über eine großräumige Umleitung über die Kreisstraße geführt“, erklärte Riedel. Die größten Beeinträchtigungen dürfte es demnach für anliegende Firmen geben. Der normale Durchfahrtsverkehr werde durch den Bau kaum beeinträchtigt.

Den Zuschlag für die Ausführung erteilten die Gemeinderäte in dieser Woche der Firma Faber Infra-Bau aus Wilsdruff. Damit ende eine jahrelange Pleitenserie in der Vergabe des Auftrags. Zwei Mal hatte die Gemeinde den Neubau neu ausschreiben und die Baukosten deutlich höher ansetzen müssen als zu Beginn geplant.

Zuletzt waren Gesamtkosten von 455 000 Euro geplant gewesen – 384 000 Euro davon für den reinen Bau, 69 000 Euro für die Planung. Letztlich wird der Neubau nun aber doch wesentlich günstiger, denn das Angebot von Faber liegt bei nur knapp 314 000 Euro. Die Bauplaner haben dies auf Stichhaltigkeit überprüft, wie die stellvertretende Zschaitzer Bürgermeisterin Kerstin Konrad den Gemeinderäten erklärte, so dass der Auftrag nun vergeben werden konnte.

Allerdings stimmte das Gremium nur unter dem Vorbehalt zu, dass die Kosten für den Bau zu 100 Prozent aus dem Fördertopf für die Beseitigung der Hochwasserschäden von 2013 fließen. Dies war bei bisher allen Flutprojekten der Fall. Der Gemeinde entstehen damit keine Kosten.

Für die neue Brücke wird das Bachbett unter dem Bauwerk wieder auf seine ursprüngliche Tiefe abgesenkt. „Bei der Sanierung der Staumauer zur Stabilisierung der alten Brücke wurde die Sohle angehoben. Das wird mit dem Neubau unnötig“, erklärte Angelika Riedel. Dadurch werde sich auch das Durchflussvolumen des Wasser erhöhen, so dass bei Hochwasser nicht so schnell ein Stau an der Brücke entsteht.

Von Sebastian Fink

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