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Döbeln Baustart in Döbeln-Ost: Aus alter Lenin-Schule wird der WGF-Wohnpark
Region Döbeln Baustart in Döbeln-Ost: Aus alter Lenin-Schule wird der WGF-Wohnpark
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17:48 01.07.2016
Döbelns Oberbürgermeister Hans-Joachim Egerer (CDU) übergab die Bauunterlagen an WGF-Vorstand Stefan Viehrig.  Quelle: Sven Bartsch
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Döbeln

 Mit einem symbolischen Spatenstich im extra angefahrenen Sandhaufen wurde am Freitagnachmittag der offizielle Baustart für den Wohnpark der Wohnungsgenossenschaft Fortschritt auf dem Gelände der ehemaligen Leninschule in Döbeln-Ost II vollzogen. In den nächsten 15 Monaten entsteht aus der seit 15 Jahren leerstehenden Plattenbauschule ein Wohnpark mit 24 seniorengerechten, barrierefreien Wohnungen. „50 potenzielle Mieter haben dafür bereits bei der Wohnungsgenossenschaft ihr Interesse bekundet. Es gibt schon erste Vorverträge. Bis Jahresende sollen Mietverträge abgeschlossen werden“, kündigte Stefan Viehrig vom Vorstand der Wohnungsgenossenschaft Fortschritt am Nachmittag beim symbolischen Baubeginn auf dem ehemaligen Schulhof der Lenin-Schule an.

Seit zehn Jahren kreisen bei der Wohnungsgenossenschaft Fortschritt die Ideen rund um die 1972 erbaute Schule. Bis zur Wende wurde sie als polytechnische Oberschule genutzt. Später fungierte sie bis Anfang der 2000-er Jahre als Außenstelle des Lessing-Gymnasiums. Danach stand die Schule leer, wurde komplett entkernt und sollte abgerissen werden.

Die Gedanken im Vorstand der WGF hatten das Grundstück schließlich immer als Baustein und Bindeglied zwischen den beiden Wohngebieten Döbeln-Ost I und Döbeln-Ost II im Blick. Doch erst mussten die vorhandenen Wohnungsbestände auf Vordermann gebracht, Altschulden abgebaut, der Leerstand gesenkt und die Altersstruktur innerhalb der Genossenschaft verbessert werden. „Im Dezember 2015 haben wir uns endgültig entschieden, das Gelände zu kaufen und zügig zu gestalten. Mit diesem Neubauprogramm wollen wir die WGF auf Zukunftskurs bringen“, so Vorstand Stefan Viehrig weiter.

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Aus der leerstehenden Plattenbauschule wird ein Wohnpark mit 24 seniorengerechten, barrierefreien Wohnungen. 50 Interessenten gibt es bereits.

Döbelns Oberbürgermeister Hans- Joachim Egerer (CDU) und Jürgen Aurich, Leiter des Liegenschaftsamtes im Rathaus übergaben zum symbolischen Baustart ein dickes Paket mit den genehmigten Bauunterlagen für das Projekt. Mit Blick auf die Baupläne sagte Egerer: „Was lange währt, wird gut. Hier hat die Hartnäckigkeit der WGF zum Erfolg geführt. Der Stadtrat hat zügig entschieden und nun halten sie die Baugenehmigungen in den Händen. Ich freue mich, denn dieser Neubau von Wohnungen ist auch ein gutes Signal für Döbeln.“ Auch die Sozialforschung bestätigt die Planer des neuen WGF-Wohnparkes. Nach einer empirica-Studie unter dem Titel „Schwarmverhalten in Sachsen“, die vom Verband Sächsischer Wohnungsgenossenschaften in Auftrag gegeben wurde, wird die Stadt Döbeln als „versteckte Perle“ bezeichnet, die im Gegensatz zu vielen anderen Regionen in Sachsen Zuzugspotenzial hat. „Wir arbeiten daran“, so Stefan Viehrig.

Arbeiten werden ab September die Bauleute der Chemnitzer B&O Wohnungswirtschaft GmbH, die als Generalunternehmer fungiert. „Für Haustechnik und viele weitere Gewerke werden wir einheimische Firmen einbinden“, kündigt Projektleiter Detlef Buschmann-Wölk an. Anfang September wird die Baustelle eingerichtet. Dann wird eine 24 Meter lange Achse der Schule abgerissen. Es bleibt ein 60 Meter langer und zehn Meter breiter Fünfgeschosser aus Stahlbeton, der im Inneren neue Türen und Wände und damit vier verschiedenen Wohnungstypen mit modernen Grundrissen samt Balkonen, Terrassen und zwei Fahrstühlen erhält.

Von Thomas Sparrer

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