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Baustart in Hartha: Diakonie schafft 18 neue Betreuungsplätze auf 550 Quadratmetern

Spatenstich im Gewerbegebiet Baustart in Hartha: Diakonie schafft 18 neue Betreuungsplätze auf 550 Quadratmetern

Ende letzten Jahres reifte die Idee, jetzt geht es schon los: Die Diakonie Döbeln baut auf dem Areal der Harthaer Zweigstelle der Roßweiner Werkstätten einen Gebäudekomplex, der schon im Herbst 2017 den Förder- und Betreuungsbereich inne haben soll. Für 1,1 Millionen Euro entstehen 18 neue Plätze auf 550 Quadratmetern.

Diakonie-Chef Thomas Richter (l.) und Anne Möbius tätigen den ersten – symbolischen – Spatenstich für den neuen Gebäudekomplex in Hartha.

Quelle: Sven Bartsch

Hartha. Raum zum kreativ sein schafft die Diakonie Döbeln derzeit in Hartha. Am Mittwoch begannen die Bauarbeiten für das neue Gebäude, das künftig den Förder- und Betreuungsbereich inne hat. 1,3 Millionen Euro werden auf dem erworbenen Grundstück neben der Harthaer Zweigstelle der Roßweiner Werkstätten im Gewerbegebiet investiert. Ende letzten Jahres reifte die Idee. Dass nun schon Nägel mit Köpfen gemacht werden können, freut besonders Thomas Richter, Geschäftsführer des Diakonischen Werks Döbeln, und Werkstattleiterin Anne Möbius. Wie wichtig dieser Erweiterung ist, erkannte auch der Kommunale Sozialverband Sachsen (KSV), der eine Bedarfsschätzung machte. Die nun entstehenden 18 Plätze sind dringend nötig. „Bereits jetzt gibt es Wartelisten für unseren Förder- und Betreuungsbereich in Roßwein“, erklärt Thomas Richter. Und nicht nur dort. Im gesamten Landkreis ist großer Bedarf festgestellt wurden, so gut wie alle Angebote sind ausgeschöpft. Der Harthaer Standort wurde bewusst gewählt. „Damit erschließen wir einen weiteren regionalen Bereich wie beispielsweise Rochlitz, Geringswalde oder Colditz.“ Finanziert wird das Bauvorhaben zu 80 Prozent von der Sächsischen Aufbaubank (SAB), zehn Prozent übernimmt der Landkreis Mittelsachsen und den Rest die Diakonie Döbeln als Träger.

Ebenerdige, barrierefreie Räume

550 Quadratmeter soll der neue Komplex umfassen – ebenerdig und barrierefrei mit hellen, großzügigen Räumen. „Es wird auch einen schönen Außenbereich mit einer Terrasse geben“, erklärt Anne Möbius. Eine Trennung zwischen bestehenden Werkstätten und dem neuen Komplex soll es keine geben. Im Gegenteil: „Der Förder- und Betreuungsbereich wird an die Werkstätten angebunden sein.“ Durchlässigkeit und Integration sind die Schlagworte, die der Diakonie-Chef wählt. Der Förder- und Betreuungsbereich bietet all denjenigen eine tagesstrukturierte Betreuung, Förderung und Pflege, die aufgrund der Schwere ihrer Beeinträchtigung nicht in der Werkstatt tätig sein können. Betroffene wenden sich an den KSV, der Verband trifft dann die Entscheidung. „Das Angebot richtet sich an Menschen, die nicht in einem Wohnheim leben“, betont Anne Möbius.

Die Fertigstellung der Bauarbeiten ist für August beziehungsweise September 2017 geplant. Dann wird jeweils ein Betreuer für drei Betreute zur Verfügung stehen. „Grundsätzlich werden drei Gruppen zu je sechs Betreuten im Förder- und Betreuungsbereich geschaffen“, erklärt die Werkstattleiterin. Von 7.30 bis 14.30 Uhr ist für die Betreuung gesorgt. „Es geht darum, eine Tagesstruktur zu schaffen und die Betreuten kreativ sein zu lassen“, so Möbius. Alltagspraktische Fähigkeiten werden gefördert, ein eventueller Weg in den Berufsbildungsbereich gebahnt sowie musikalische oder bewegungsfördernde Angebote geschaffen.

Warteliste für freie Plätze

Noch gibt es freie Kapazitäten, auch wenn eine Warteliste existiert, erklärt Anne Möbius. Bis 2018 werden alle geschaffenen Plätze in Hartha belegt sein, so will es die Statistik. Bis es soweit ist, wird jetzt aber erst einmal fleißig gebaut. Den Anfang macht die Mildensteiner Baugilde aus Leisnig im Roh- und Tiefbau, danach folgen alle anderen bautechnischen Notwendigkeiten.

Von Stephanie Helm

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