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Döbeln Baustart mit Spatenbruch bringt Glück
Region Döbeln Baustart mit Spatenbruch bringt Glück
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15:38 25.03.2018
Dieses Quelle: Sven Bartsch
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Leisnig/Mittelsachsen

Scherben bringen Glück. Ist nichts aus Glas oder Porzellan greifbar, tut es auch ein Spatenstiel. Der ging demonstrativ in den Händen von Mathias Kretschmer zu Bruch, als der Geschäftsführer der Lebenszeit gGmbH zum ersten Spatenstich für das Hospiz Lebenszeit ansetzte.

Sein Mitstreiter Frank Lohse hat schon vorgelegt, kommt an Krücken zum denkwürdigen Ereignis auf den Leisniger Hasenberg. Das Bauprojekt kann also nur ein Erfolg werden. Hauptauftragnehmer Markus Janasek vom gleichnamigen Waldheimer Baubetrieb ist guter Dinge: „Davon abgesehen, dass wir bereits im März mit der Baugenehmigung vom Landratsamt gerechnet hatten, liegen wir noch immer im Plan. Dieses Jahr kann das Hospiz fertig gebaut sein.“

Bunt gemischt ist die Gruppe der etwa 50 Anwesenden. Offizielle Einladungen wurden nicht verschickt. Die Mischung der Anwesenden ist um so aufschlussreicher. Vom Kindergartenkind bis zum altwehrwürdigen Herren mit Krückstock finden sich unter den Anwesenden locker fünf Generationen. Von der Stadtverwaltung Leisnig ist niemand da, wird am Rande bemerkt.

CDU-Bundestagsabgeordnete Veronika Bellmann hatte den Termin jedenfalls ohne Einladung auf dem Schirm, ließ sie es sich doch schon zum jüngsten Spendenlauf nicht nehmen, 22 Runden selbst auf dem Leisniger Sportplatz zu laufen. Der Lauf brachte in diesem Jahr mehr als 5000 Euro ein. Das Geld geht an den Verein Lebenszeit. Dieser unterstützt die gemeinnützige GmbH Lebenszeit beim Betreiben des Hospizes.

„Nach dem jüngst aktualisierten Pflegeverstärkungsgesetz wurde der Kostendeckungssatz der Krankenkassen von 90 auf 95 Prozent der Hospizplatzkosten angehoben“, so Bellmann. Die Zahl der Singlehaushalte wachse, damit auch die Zahl derer, die allein leben, allerdings nicht allein sterben wollen. Neben Palliativbetten in Krankenhäusern und ambulanter Palliativbetreuung sei die Entscheidung für einen Hospizbau wie Lebenszeit – für die ländliche Region zwischen den drei Ballungszentren Dresden, Leipzig und Chemnitz - der jetzt nötige Schritt.

Fünf Prozent der Kosten für einen Hospizplatz muss der Betreiber, also die gGmbH Lebenszeit, selbst aufbringen. Bei etwa 250 Euro Kosten pro Hospizplatz am Tag und zwölf Betten im neuen Flachbau auf dem Hasenberg will diese Summe erst einmal eingeworben werden. Dafür fließen die Spendenlauf-Erlöse sowie die kontinuierlich einzuwerbenden Sponsorenmittel über den Verein Lebenszeit an die gGmbH als Betreiber. Im vierten Jahr des Spendenlaufes wurde die AOK – Die Gesundheitskasse auf den Leisniger Spendenlauf aufmerksam - eine Verbindung, über die sich neben Kretschmer auch die Vorsitzende des Vereins Lebenszeit, Diana Fischer, sehr freut. Frank Lohse, Inhaber vom Leisniger Dachdecker-Unternehmen Seidel, investiert eine Million Euro für das Objekt, um es danach an die gGmbH Lebenszeit zu vermieten. Zu den Spatenschwingern gehörten Torsten Bruß und Holger Frost von der finanzierenden VR-Bank Mittelsachsen. Lohse: „Ob Notar, Steuerprüfer oder weitere ins Projekt eingebundene Unternehmen – hinter den Kulissen hat das Hospiz-Bauprojekt einige stille Unterstützer. Ich bin diesen Menschen sehr dankbar.“ Eins dürfe keinesfalls unerwähnt bleiben, sagt Lohse: Der Anstoß, sich für den Hospizbau in Mittelsachsen zu engagieren, sei nicht von ungefähr gekommen – sondern von seiner Frau Alexandra.

Von Steffi Robak

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