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Döbeln Behinderten ausgeraubt: Haft für Haupttäter
Region Döbeln Behinderten ausgeraubt: Haft für Haupttäter
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17:04 06.12.2018
Der Kartoffelfestraub zu Ostrau beschäftigte jetzt das Amtsgericht Döbeln. Der Prozess endete mit Schuldsprüchen. Quelle: Wolfgang Sens
Döbeln/Ostrau

Undd alles für rund 60 Euro: Ein brutaler Überfall überschattete das Ostrauer Kartoffelfest im vergangenen Jahr. Ein Trio hat einen geistig behinderten Mann ausgeraubt. Der Haupttäter hatte ihn zudem geschlagen und schwer im Gesicht verletzt.

Minder schwerer Fall für Mittäter

Am Donnerstag hat das Schöffengericht am Amtsgericht Döbeln die Tat strafrechtlich aufgearbeitet. Alle drei deutschen Angeklagten haben die Tatvorwürfe eingeräumt und Reue bekundet. Das Gericht verurteilte den Haupttäter, einen 25-Jährigen vielfach vorbestraften Ostrauer, wegen Raubes und gefährlicher Körperverletzung zu zwei Jahren Haft. Den männlichen Mittäter sprach das Gericht ebenfalls des Raubes in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung schuldig, nahm jedoch einen minder schweren Fall an und verhängte neun Monate Haft mit Bewährung.

Frau macht reinen Tisch

„Die Gewaltanwendung spielte bei Ihnen eine untergeordnete Rolle. Sie standen lediglich dabei“, begründete Richterin Karin Fahlberg, die Vorsitzende des Schöffengerichtes. Die Frau kam am Besten weg. Hier nahm das Gericht lediglich eine Beihilfe zum Diebstahl an und verhängte 50 Tagessätze zu zehn Euro Geldstrafe. Sie wollte die Gewalt gegen den Geschädigten nicht, als die drei den Plan schmiedeten, den Mann um sein Geld zu erleichtern. Sie hatte auch bei der Polizei reinen Tisch gemacht.

Entschuldigung nicht akzeptabel

Bis heute leidet der Geschädigte seelisch unter den Folgen des Überfalles. Zwar baten ihn die Angeklagten um Verzeihung, aber das konnte der Mittdreißiger nicht akzeptieren. Erst nach einem kurzen Gespräch mit seiner Mutter konnte er die 500 Euro annehmen, die ihm der Haupttäter als Schadenersatz anbot.

Ganzes Geld als Schadenersatz

„Das ist sein ganzes Geld“, verdeutlichte Rechtsanwalt Martin Göddenhenrich, wie wichtig seinem Mandanten dieser finanzielle Ausgleich ist. Das berücksichtigte das Gericht beim Strafmaß. In dem gehen acht Monate Haft mit auf. Die gab es in zweiter Instanz im Landgericht für den Diebstahl einer Flasche Edel-Wodka im Kaufland und das Schlagen des Ladendetektivs mit einem Schlagring. Die 3. Kleine Strafkammer bestätigte das Urteil des Amtsgerichtes Chemnitz, das im April 2017 gefallen war. Deswegen sitzt der Ostrauer derzeit in Haft.

Die Urteile gegen die Mittäter des Kartoffelfest-Raubes sind rechtskräftig, das gegen den 25-Jährigen ist nicht rechtskräftig.

Von Dirk Wurzel

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