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Bei Zaschwitz wurden wegen alter Freileitung Autobahn und Staatsstraßen gesperrt

Bei Zaschwitz wurden wegen alter Freileitung Autobahn und Staatsstraßen gesperrt

Still stehen alle Räder auf der Autobahn 14 zwischen Leisnig und Döbeln-Nord. Auch die Staatsstraßen 34 und 41 sind für kurze Zeit voll gesperrt.

Region Döbeln.

 

 

 

 

 

 

 

Apropos Einsatz: Vier Mitarbeiter von VLS sind schon seit einiger Zeit auf der A14 zwischen Döbeln-Nord und Leisnig unterwegs, jeweils zwei auf jeder Richtungsfahrbahn. Lutz Kluge und sein Kollege starten an der sonst verschlossenen Behelfsauffahrt bei Eichardt. Zuerst stellen beide Schilder für eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf 40 Stundenkilometer auf. Dafür müssen sie zwei Autobahnspuren queren - eine gefährliche Angelegenheit. "Man muss Warnkleidung tragen und gut aufpassen. Bei solchen Aktionen haben andere schon ihr Leben gelassen", bestätigt Kluge. Dann fahren die Zwei mit ihrem Warnleithänger los und gleich auf die Überholspur. Der blinkende Pfeil verweist die Kraftfahrer darauf, sich auf der rechten Hauptspur einzuordnen und dort zu bleiben. Wenig später fährt auf dieser Spur ein Auto der Autobahnpolizei, es verringert allmählich die Geschwindigkeit, bleibt dann mit Warnsignal ganz stehen und zwingt so den Nachfolgeverkehr anzuhalten. Das Gleiche geschieht einige hundert Meter entfernt auf der anderen Richtungsfahrbahn. Ein verkehrs- und autofreier Korridor unter den beiden Freileitungen ist somit geschaffen. Eine kurze Verständigung zwischen allen Beteiligten per Handy und pünktlich 13 Uhr kann die eigentliche Aktion beginnen.

Diese dauert nur wenige Minuten. Die Mitarbeiter zweier Firmen - Klaus Bauer Elektroanlagen aus Döbeln und SSS Energietechnik Hainichen - sind die Ausführenden. Der Elektromonteur Frank Friedrich steht mit dem Trennschleifer im Hubsteiger direkt unter den Kabeln. Er bekommt das Signal zum Loslegen, setzt an und das erste von drei Kabeln der Mittelspannungsleitung peitscht auf die leere Straße. Noch zwei Schnitte und an dieser Stelle ist es geschafft. Die Hainichener Kollegen an der weiter östlich verlaufenden Leitung brauchen etwas länger. Die Kabel werden schnell von den Fahrbahnen gezogen und schon nach zehn Minuten können alle Sperrungen wieder aufgehoben werden. Auch auf der A14 rollt der Verkehr langsam wieder an, es wird aber noch über eine viertel Stunde dauern, bis sich der entstandene Stau vollständig aufgelöst hat.

"Die Kabel bestehen aus Aluminium und haben zum Teil einen Stahlkern. Das wird jetzt Schrott", erklärt Manfred Gatzsche, Betriebsleiter der Firma Bauer. Die auf den angrenzenden Feldern stehenden Masten werden in den nächsten Tagen abgebaut. Errichtet wurde die Leitung vor etwa 50 Jahren, als die Autobahn gebaut wurde, so Gatzsche.

Weil von den Orten Kleinweitzschen und Eichardt zur Trafostation Zaschwitz durch den Energieversorger Envia Erdkabel verlegt wurden, sind die Freileitungen nicht mehr erforderlich. Auch bei Tronitz und bei Hansens Holz gibt es noch solch überflüssige Kabel und Masten. "Diese verschwinden ebenfalls in den nächsten Wochen. Es werden also noch einmal kurzzeitige Sperrungen der A14 notwendig sein", sagt Oliver Kalis, Projektverantwortlicher von Envia. Diese erfolgen aber voraussichtlich an Wochenenden. Olaf Büchel

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