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Döbeln Beim Kinderflohmarkt Josefine unterstützen
Region Döbeln Beim Kinderflohmarkt Josefine unterstützen
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00:28 07.06.2018
Die siebenjährige Josefine Stuber hat gerade eine OP hinter sich. Im April ist ihre Domantherapie gestartet. Quelle: Foto: privat
Rosswein

Die siebenjährige Josefine Stuber ist nach einer Hirnhautentzündung kurz nach ihrer Geburt mehrfach schwerbehindert. Ihre Eltern wünschen sich für ihre Tochter ein möglichst selbstbestimmtes Leben. Von der Doman-Delacato-Therapie versprechen sie sich große Fortschritt für Josefine, die auf dem Entwicklungsstand eines Babys ist, nicht frei sitzen oder allein stehen kann, zwar versteht, aber nicht in der Lage ist, ihre Bedürfnisse zu äußern, (DAZ berichtete). Diese Therapieform ist in Deutschland allerdings nicht anerkannt und wird die Familie nach ersten Hochrechnungen über 200 000 Euro kosten. Weil die Familie es allein nicht schaffen würde, das Geld aufzubringen, ist sie Anfang des Jahres mit ihrer Geschichte an die Öffentlichkeit gegangen und sammelt Spenden. Aktuell sind 19 000 Euro zusammengekommen. Auch Großvater Walter Stuber, Geschäftsführer der Roßweiner Gemeinhardt Gerüstbau Service GmbH versucht seine Netzwerke zu nutzen, um seine Enkelin zu unterstützen. Auf dem Gelände seiner Firma im Roßweiner Gewerbegebiet Goldene Höhe wird am Sonnabend, 23. Juni, von 10 bis 14 Uhr ein Kinderflohmarkt stattfinden. Der Erlös aus der Standgebühr geht auf das Konto für Josefines Domantherapie.

Standgebühr geht auf das Therapie-Konto

Zwei Euro pro Meter Verkaufsfläche sind das. Wer dabei sein, und Kinderspielzeug und Kleidung an den Mann oder die Frau bringen möchte, kann sich unter info@spezialgerüstbau.de oder per Telefon (034322/4720) anmelden. Für den Fall, dass es regnen sollte, gibt es ein großes Festzelt, unter dem die Stände aufgebaut werden können. Für das leibliche Wohl wird gesorgt, es gibt Kaffee, Kuchen und Getränke und diverse Aktionen für Kinder.

Mit Flyern in den Kindereinrichtungen und auf Facebook wirbt Josefines Familie für die Veranstaltung. Die letzten Tage waren aufregend für die Familie – nicht nur im positiven Sinn. Nachdem die Siebenjährige mit Verdacht auf eine Magen-Darm-Erkrankung im Leisniger Krankenhaus lag, stellte sich nach einem CT akuter Hirndruck heraus, was eine sofortige Operation erforderlich machte. „Jetzt sind wir wieder zu hause und Josefine geht es gut“, ist Mutter Janine Stuber erleichtert. Wie ausgewechselt sei die Siebenjährige, „wach, aktiv und sie lacht wieder“.

Seit April wird Therapieplan umgesetzt

In Sachen Doman-Therapie, bei der Entwicklungsmuster, die ein gesundes Kind ohne fremde Hilfe durchläuft, durch Wiederholungen eingeprägt werden, geht es voran. Die Elternschulung, für die Janine Stuber nach Irland fliegen musste, ist absolviert. Den dort erstellten Therapieplan setzt die Familie so gut es geht zu Hause und in der Schule um. Ende Juli steht die Reise nach Dänemark an, wo Josefine selbst den Ärzten vorgestellt und ihr Therapieplan angepasst wird.

www.josefine-stuber.de

Von Manuela Engelmann

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