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Döbeln Bellmann begeistert von Ballsaal: Ostraus "Wilder Mann" braucht Geldregen
Region Döbeln Bellmann begeistert von Ballsaal: Ostraus "Wilder Mann" braucht Geldregen
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00:38 03.09.2015
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Auf Mittelsachsen entfallen 400 000 Euro. Geld fließt vor allem für Gebäude, die kulturhistorisch von überregionaler, am besten nationaler Bedeutung sind. Ärgerlich für Bellmann: Genau in der Höhe, wie das BKM diese "Zusatz-"Fördermittel auflegte, zog sich der Freistaat finanziell aus seiner Verantwortung. "Wirklich mehr Objekte bekommen wir also gar nicht gefördert", sagt Bellmann. Die Besonderheit des Förderfonds: Der für den Wahlbezirk zuständige Bundestags-Abgeordnete muss sich persönlich für das Objekt einsetzen. Momentan hat Bellmann im Landkreis Mittelsachsen die Burg Frauenstein auf dem Schirm und die Sachsenburg in Frankenberg. "Auch für die Sanierung der Döbelner Kirche St. Nikolai in Döbeln flossen BKM-Mittel", erläutert sie und zeigt gleichzeitig auf, mit welchen Flaggschiffen der Gasthof in Ostrau um die Förderung konkurriert. Eine Förderquote von 50 Prozent winkt dem Verein - die andere Hälfte der Kosten müssten selbst aufgebracht werden. "Uns würden ein paar Tausend Euro reichen", sagt Heike Grundmann und ist sich der Hürde bewusst. Der Verein mit seinen 13 Mitgliedern setzt auf die Politik der kleinen Schritte, wie sie mit Hilfe von Gemeinde, heimischen Unternehmern und Spendern möglich ist. Erst sollen in der unteren Etage die Räume hergestellt werden. Anfragen gebe es bereits für diverse Geburtstage und eine goldene Hochzeit. Ostraus Bürgermeister Dirk Schilling hält perspektivisch die Nutzung des Saals als Kleinkunstbühne für sinnvoll. Die Gastronomie solle verpachtet werden. "Wer den wilden Mann einmal als Gastronom bekommt und nicht alles völlig falsch macht, der hat hier einen guten Start," ist der Bürgermeister sicher. Für Bellmann ist offenbar die spätere Nutzung ein zentraler Punkt ihrer Überlegung, ob sie sich für die BKM-Förderung des Gasthofes einsetzen will: "Es steht und fällt alles damit, was später dort gemacht werden soll." Die empfiehlt, darüber nachzudenken, die Ballsaal-Sanierung als Förderprojekt aus dem Gesamtprojekt "Wilder Mann" herauszulösen und eigens dafür die BKM-Förderung zu beantragen.

Getan hat sich insgesamt schon viel, in kleinen Schritten: Der Eingangsbereich mit seinen Säulen ist freigelegt. Im Saal ist die alte Dispersionsfarbe in dunklem Grün teils von der Decke und den Wänden abgenommen. Darunter offenbart sich die etwa hundert Jahre alte Jugendstil-Wand- und Deckenmalerei: Himmelblau blinzelt es durch gemalte Pflanzenranken. In einer kreisrunden Stuckarbeit an der Decke tummeln sich Engelsfiguren mit Libellen- und Schmetterlingsflügeln. Für die Sanierung des Deckenstucks ist das Restaurierungsbüro Höhne und Steude aus Leisnig angefragt. Bernd Sonntag vom Ostrauer Gewerbeverein, außerdem stellvertretender Bürgermeister, sagt angesichts des vielen Stucks: "Man kann das wahrscheinlich alles nicht in dieser Fülle so herrichten, wie es mal gewesen ist. Aber wir würden gern einen Eindruck davon vermitteln."

Robak, Steffi

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