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Döbeln Belvedere – trotz fantastischer Aussicht fehlen Ideen für ehemaligen Hotelkeller
Region Döbeln Belvedere – trotz fantastischer Aussicht fehlen Ideen für ehemaligen Hotelkeller
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00:21 27.01.2018
Der Keller ist vom ehemaligen Hotel „Belvedere“ übrig geblieben. Während man von der Terrasse einen herrlichen Ausblick hat, ist der Gebäuderest alles andere als ein Schmuckstück. Quelle: Sven Bartsch
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Leisnig

„Das muss ein Nachspiel haben. Ich bin jetzt mit meiner Geduld am Ende“, sagt Leisnigs Bürgermeister Tobias Goth (CDU). Es geht ums leidige Thema „Belvedere“ – oder schlichter gesagt: um das, was vom ehemaligen Hotel an der Poststraße, der späteren Berufsschule, noch übrig geblieben ist.

Am vergangenen Sonntagnachmittag mussten Feuerwehr und Polizei zu den Kellerräumen mit Ausblick ausrücken, weil dort Unbekannte gezündelt hatten. Die Flammen schlugen aus den Bogenfenstern des eigentlich leer stehenden Objektes, über dem sich ein Parkplatz befindet. Die Rußspuren sind noch deutlich an der Fassade zu erkennen.

Laut Tobias Goth sind es Jugendliche, die am oder im Belvedere immer mal wieder ihr Unwesen treiben würden. „Wir hatten schon im vergangenen Jahr so einige Probleme dort“, sagt der Bürgermeister. Unerlaubte Grillplätze, zerbrochene Bierflaschen, Lebensmittelverpackungen – der Müll der nach den offensichtlichen Zusammenkünften zurückbleibt, ist die eine Sache. Die andere: „Wir wollen nicht, dass da jemand reingeht. Die Kellerräume sind kein öffentlicher Raum, Unbefugte gehören da nicht hinein. Wir haben schon mit den Nachbarn gesprochen. Doch man muss diejenigen, die sich dort unerlaubt aufhalten, erst einmal erwischen“, erklärt Goth.

Die großen Fenster sind bereits vergittert. Der Eingang war eigentlich mit einer Tür verschlossen. Doch die steht mittlerweile wieder offen – zumindest war das am Dienstag so. Eine zusätzliche, stabilere Tür wollte die Stadt eigentlich einbauen lassen, doch dazu kam es bislang nicht – was den ungebetenen Gästen den Zutritt erleichterte.

Schon lange sucht die Stadt Leisnig nach einer sinnvollen Nachnutzung der Gewölbekeller, nach Ideen und Investoren. Nur gefunden haben sich bislang noch keine – zumindest keine, die Nägel mit Köpfen machten. „Wir haben das „Belvedere“ Privatleuten auch schon direkt zum Kauf angeboten, doch keiner hat so ein richtiges Konzept. Und das ist notwendig“, sagt Bürgermeister Goth. Die Aussicht von der „Terrasse der Stadt“, wie man das öffentlich zugängliche Areal vor dem Gebäuderest auch bezeichnen kann, ist umwerfend; die Räumlichkeit insgesamt etwa 25 Meter lang und acht Meter breit. Nicht so optimal allerdings: die Anlage samt sanierter Mauer und Treppen befindet sich an der Nordseite, viel Schatten und wenig Sonne sind also angesagt.

Der Verein Be-greifen von Elsbeth Pohl-Roux aus Klosterbuch hatte vor knapp zehn Jahren geplant, ein Umweltzentrum aus dem „Belvedere“ zu machen, Es gab Arbeitseinsätze, Rabatten wurden angelegt und gepflegt. Doch dann war das Mauerwerk instabil geworden, aufwendige, lange Sanierungsarbeiten folgten. Das Vorhaben Ökostation zerschlug sich.

Von Olaf Büchel

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