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Döbeln Berbersdorf: Landgard baut Logistikzentrum für Obst und Gemüse
Region Döbeln Berbersdorf: Landgard baut Logistikzentrum für Obst und Gemüse
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Auch ein Verwaltungsgebäude gehört zu dem Bauvorhaben. Quelle: privat
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Berbersdorf

Gewerbegebiet Striegistal siedelt sich ein weiterer Betrieb an. Die Landgard Obst und Gemüse Chemnitz-Dresden GmbH baut eine rund einen Hektar große Halle und richtet in Berbersdorf einen Umschlagplatz für Obst und Gemüse ein. Insgesamt wird das Tochterunternehmen der Landgard-Genossenschaft einmal acht Hektar im Gewerbegebiet belegen. Dazu investiert die Genossenschaft einen zweistelligen Millionenbetrag. 125 Mitarbeiter werden einmal in Berbersdorf beschäftig sein, dazu sollen bis 30 neue Arbeitsplätze kommen. Das neue Logistikzentrum soll Mitte nächsten Jahres stehen. Wenn alles fertig ist, werden 25 Prozent der Fläche im Gewerbegebiet belegt sein. „Zusammengenommen werden wir dann hier 585 Arbeitsplätze haben, genausoviele Einwohner haben Berbersdorf und Schmalbach zusammen“, sagte der Striegistaler Bürgermeister Bernd Wagner (parteilos), als Vertreter der Firma am Dienstag gemeinsam mit Vizelandrat Dr. Lothar Beier (CDU) und der CDU-Landtagsabgeordneten Iris Firmenich den symbolischen ersten Spatenstich vollzogen.

In Dresden und Chemnitz An der Kapazitätsgrenze

Landgard ist Deutschlands führende Vermarktungsorganisation im Gartenbau. Als Genossenschaft gehört es den Erzeugern. „Wir haben rund 3200 Mitgliedsbetriebe. Wir bedienen die Großen im Lebensmitteleinzelhandel“, sagte Armin Rehberg, Vorstandsvorsitzender der Landgard-Genossenschaft. Mit Edeka, der in der Nachbarschaft des künftigen Landgard-Logistikzentrums ein großes Verteillager betreibt, verbindet die Genossenschaft eine strategische Partnerschaft. Die Notwendigkeit für einen neuen, zentralen Betriebsstandort, erläuterte Bert Schmitz, Aufsichtsratsvorsitzender der Genossenschaft: „Wir haben in Chemnitz und Dresden die Kapazitätsgrenze erreicht.“ 120 Millionen Euro Umsatz hat der sächsische Landgard-Ableger 2015 erwirtschaftet. Tendenz: steigend.

Vor 20 Jahren noch nicht mal ein richtiger Autobahnanschluss

„1996 hat man uns für die Idee belächelt, hier ein Gewerbegebiet einzurichten“, sagte Bürgermeister Wagner. Die Skepsis war nicht ganz unbegründet. Berbersdorf hatte noch nicht mal eine richtige Anschlussstelle an die Autobahn. „Es gab eine Behelfsauffahrt. Im 90 Grad-Winkel führte diese auf die Autobahn, oben stand ein Stoppschild“, sagte der Bürgermeister und schilderte die Bemühungen, die die Gemeinde gemeinsam mit der Landtagsabgeordneten Iris Firmenich für die richtige Autobahn-Anschlussstelle betrieben hat. Bernd Wagner ging in seine Rede auch auf großspurige Möchtegern-Investoren ein, die auf dem Gelände einen Freizeitpark errichten wollen. „Viele Rosinen im Kopf aber kein Geld – diese Leute sind heute in Süddeutschland und sitzen in Haft.“

Von Dirk Wurzel

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