Volltextsuche über das Angebot:

19 ° / 10 ° Regenschauer

Navigation:
Google+ Instagram YouTube
Bergzeitfahren: Stadt denkt über Abgabe an Verein nach

Waldheim Bergzeitfahren: Stadt denkt über Abgabe an Verein nach

Die Stadtverwaltung Waldheim hat das Bergzeitfahren unter anderem aus Kostengründen vom Bahnhofsberg auf die Umgehungsstraße verlegt. Die Stadt kann sich vorstellen, die Organisation der Sportveranstaltung an einen Verein abzugeben.

Solche Bilder wird es in diesem Jahr nicht geben: An der Umgehungsstraße, auf der das Bergzeitfahren wieder ausgetragen wird, ist kein Platz für viele Zuschauer.

Quelle: Rene Helm

Waldheim. Zum 23. Mal fällt diesen Freitag der Startschuss für das Waldheimer Bergzeitfahren. Und zwar dort, wo es bis vor sechs Jahren stattgefunden hat – an der Umgehungsstraße der Zschopaustadt. Nachdem die Stadt als Veranstalter entschieden hatte, dass die Austragung am Bahnhofsberg zu teuer und zu aufwendig in der Umsetzung ist, muss sie jetzt auch mit Unverständnis und Kritik leben.

Vor 23 Jahren hatte Günter Weichhold von der damaligen BSG/FSV Waldheim das Radrennen mit seinen Vereinskollegen an der Umgehungsstraße initiiert und war dabei immer vom damaligen Bürgermeister Steffen Blech, selbst passionierter Radsportfahrer, unterstützt worden. „Wir haben es in Verbindung mit dem Eichberglauf gesehen, es war für eine Doppelwertung gedacht“, erzählt Weichhold, der den Lauf nach wie vor organisiert, mit dem Bergzeitfahren allerdings seit der Umverlegung an den Bahnhofsberg nichts mehr zu tun hat.

Dass die Veranstaltung in diesem Jahr überhaupt stattfindet, habe er erst vor Kurzem erfahren. Doch er freut sich natürlich darüber, genauso wie Steffen Blech – auch, wenn beide die Entscheidung der Stadt in gewisser Weise bedauern. „Die Kosten sind eine Begründung, die wir akzeptieren müssen. Aber wir hatten das Rennen damals aus bestimmten Gründen an den Bahnhofsberg geholt“, sagt Blech. Mehr Zuschauer wollte man damit anlocken, was in den ersten Jahren auch gelang.

Die Austragung des Bergzeitfahrens mitten in der Stadt, auf einer Hauptschlagader, sei allerdings auch personell nicht mehr zu stemmen gewesen, erklärt Barbara Hengst, Mitarbeiterin für Kultur und Sport in der Stadt Waldheim. „Es mussten unheimlich viele Straßen gesperrt werden, um die Sicherheit der Fahrer zu gewährleisten. Viele Institutionen waren für die Zeit des Rennens nicht erreichbar, was auch Unmut hervorgerufen hat.“ Mit dem Personal der Stadtverwaltung sei es nicht mehr umsetzbar gewesen – auch, weil das Bergzeitfahren traditionell immer am Freitag vor dem Stadtfestwochenende ausgetragen wird. In die Hauptverantwortung für die Umsetzung der Veranstaltung ist die Stadt Waldheim gekommen wie die Jungfrau zum Kind. Ursprünglich hatte sie den organisierenden Verein lediglich unterstützt, doch mit dem Umzug an den Bahnhofsberg änderte sich alles. Günter Weichhold war plötzlich nicht mehr gefragt. Und mittlerweile existiert die BSG/FSV Waldheim auch nicht mehr.

Die Veranstaltung wieder komplett in die Hand eines Vereines zu geben, sei Thema in der Stadtverwaltung. Welcher das sein könnte, dazu gibt es noch keine konkreten Überlegungen, sagt Barbara Hengst. Auch zu einer neuerlichen Umverlegung des Rennens an einen anderen Berg in der Stadt gibt es Gedanken. Doch sie will jetzt erst einmal die Auswertung des Bergzeitfahrens abwarten, zu dem sich trotz negativer Stimmungsmache in den sozialen Netzwerken auch in diesem Jahr schon wieder viele Fahrer angemeldet haben.

Mit dabei sind beispielsweise auch die Hainichener Radsportfreunde um Sven Mothes, die den Waldheimern bei der Organisation seit 2004 helfen. Aus rein sportlicher Sicht würden sich Bahnhofsberg und Umgehungsstraße nicht viel nehmen, lediglich die Stimmung mache den Unterschied. Der Veranstaltung aber deshalb die Unterstützung zu entziehen, sei kein Thema.

Von Manuela Engelmann

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Döbeln
  • Touristik & Caravaning
    Themen, Tickets, Öffnungszeiten: Die wichtigsten Infos zur Messe Touristik & Caravaning (TC) 2017 im Special auf LVZ.de

    Urlaubsstimmung im Novembergrau: Alle Infos und News zur Reisemesse Touristik & Caravaning (TC) 2017 in unserem Special. mehr

  • Jahrtausendflut 2002

    Entlang von Mulde, Elbe und Pleite brach im August 2002 eine verheerende Flutkatastrophe herein. Die LVZ zeigt eine Bestandsaufnahme. mehr

  • Sparkassen Challenge
    Logomotiv der Sparkassen Challenge 2017

    "Sport frei!" heißt es auch 2017 bei zahlreichen Wettkämpfen der Sparkassen-Challenge. Alle Events mit vielen Fotos finden Sie hier! mehr

  • Schau! Das Leipziger Museumsportal
    Schau! Das Leipziger Museumsportal

    Alle Informationen zu den Museen in Leipzig, ihren Ausstellungen und Events auf einen Blick im Special der LVZ. mehr

Was beschäftigt die Menschen in den kleinen Orten zwischen Döbeln, Waldheim und Hartha? Wir besuchen jene kleinen Dörfer, denen normalerweise wenig Beachtung geschenkt wird, geben einen Einblick in die Geschichte des Ortes und sprechen mit den Bewohnern über früher und heute. mehr

  • LVZ-Kreuzfahrtmesse
    Infos zur LVZ-Kreuzfahrtmesse

    Kommen Sie an Bord: Am Sonntag, 22. Oktober 2017, laden LVZ und Vetter Touristik zur 1. Kreuzfahrtmesse in das LVZ Verlagsgebäude ein. mehr

  • Zeitung in Schulen

    Herzlich willkommen bei den Schulprojekten der Leipziger Volkszeitung und ihrer Regionalausgaben. mehr

  • Leserreisen
    Leserreisen

    Kreuzfahrt in der Karibik, Städtetour durch die Toskana oder Busreisen in Deutschland - die Leserreisen der LVZ bieten für jeden Anspruch genau das... mehr

  • LVZ-Fahrradfest 2017
    Logo LVZ-Fahrradfest

    Das 13. LVZ-Fahrradfest lud am 14. Mai 2017 wieder Radler ein, gemeinsam in die Pedalen zu treten. Fotos, Videos und Infos finden Sie in unserem Sp... mehr

20.10.2017 - 07:05 Uhr

Landesklasse Nord: Der BSV bleibt personell gebeutelt und will am Sonnabend trotzdem was Zählbares mitnehmen.

mehr