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Döbeln Bergzeitfahren: Stadt denkt über Abgabe an Verein nach
Region Döbeln Bergzeitfahren: Stadt denkt über Abgabe an Verein nach
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Solche Bilder wird es in diesem Jahr nicht geben: An der Umgehungsstraße, auf der das Bergzeitfahren wieder ausgetragen wird, ist kein Platz für viele Zuschauer. Quelle: Foto: Rene Helm
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Waldheim

Zum 23. Mal fällt diesen Freitag der Startschuss für das Waldheimer Bergzeitfahren. Und zwar dort, wo es bis vor sechs Jahren stattgefunden hat – an der Umgehungsstraße der Zschopaustadt. Nachdem die Stadt als Veranstalter entschieden hatte, dass die Austragung am Bahnhofsberg zu teuer und zu aufwendig in der Umsetzung ist, muss sie jetzt auch mit Unverständnis und Kritik leben.

Vor 23 Jahren hatte Günter Weichhold von der damaligen BSG/FSV Waldheim das Radrennen mit seinen Vereinskollegen an der Umgehungsstraße initiiert und war dabei immer vom damaligen Bürgermeister Steffen Blech, selbst passionierter Radsportfahrer, unterstützt worden. „Wir haben es in Verbindung mit dem Eichberglauf gesehen, es war für eine Doppelwertung gedacht“, erzählt Weichhold, der den Lauf nach wie vor organisiert, mit dem Bergzeitfahren allerdings seit der Umverlegung an den Bahnhofsberg nichts mehr zu tun hat.

Dass die Veranstaltung in diesem Jahr überhaupt stattfindet, habe er erst vor Kurzem erfahren. Doch er freut sich natürlich darüber, genauso wie Steffen Blech – auch, wenn beide die Entscheidung der Stadt in gewisser Weise bedauern. „Die Kosten sind eine Begründung, die wir akzeptieren müssen. Aber wir hatten das Rennen damals aus bestimmten Gründen an den Bahnhofsberg geholt“, sagt Blech. Mehr Zuschauer wollte man damit anlocken, was in den ersten Jahren auch gelang.

Die Austragung des Bergzeitfahrens mitten in der Stadt, auf einer Hauptschlagader, sei allerdings auch personell nicht mehr zu stemmen gewesen, erklärt Barbara Hengst, Mitarbeiterin für Kultur und Sport in der Stadt Waldheim. „Es mussten unheimlich viele Straßen gesperrt werden, um die Sicherheit der Fahrer zu gewährleisten. Viele Institutionen waren für die Zeit des Rennens nicht erreichbar, was auch Unmut hervorgerufen hat.“ Mit dem Personal der Stadtverwaltung sei es nicht mehr umsetzbar gewesen – auch, weil das Bergzeitfahren traditionell immer am Freitag vor dem Stadtfestwochenende ausgetragen wird. In die Hauptverantwortung für die Umsetzung der Veranstaltung ist die Stadt Waldheim gekommen wie die Jungfrau zum Kind. Ursprünglich hatte sie den organisierenden Verein lediglich unterstützt, doch mit dem Umzug an den Bahnhofsberg änderte sich alles. Günter Weichhold war plötzlich nicht mehr gefragt. Und mittlerweile existiert die BSG/FSV Waldheim auch nicht mehr.

Die Veranstaltung wieder komplett in die Hand eines Vereines zu geben, sei Thema in der Stadtverwaltung. Welcher das sein könnte, dazu gibt es noch keine konkreten Überlegungen, sagt Barbara Hengst. Auch zu einer neuerlichen Umverlegung des Rennens an einen anderen Berg in der Stadt gibt es Gedanken. Doch sie will jetzt erst einmal die Auswertung des Bergzeitfahrens abwarten, zu dem sich trotz negativer Stimmungsmache in den sozialen Netzwerken auch in diesem Jahr schon wieder viele Fahrer angemeldet haben.

Mit dabei sind beispielsweise auch die Hainichener Radsportfreunde um Sven Mothes, die den Waldheimern bei der Organisation seit 2004 helfen. Aus rein sportlicher Sicht würden sich Bahnhofsberg und Umgehungsstraße nicht viel nehmen, lediglich die Stimmung mache den Unterschied. Der Veranstaltung aber deshalb die Unterstützung zu entziehen, sei kein Thema.

Von Manuela Engelmann

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