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Döbeln Bericht gefordert wegen umgestürzter Linde
Region Döbeln Bericht gefordert wegen umgestürzter Linde
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19:31 13.06.2017
Innen total morsch: Umgestürzte Linde in Leisnig. Quelle: Sven Bartsch
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Leisnig

„Der Vorfall am Lindenplatz erinnert uns an eins: Der aktuelle Baumbestand in Leisnig ist in einem Alter, in dem unkalkulierbare und nicht gleich offensichtliche Einflüsse auf die Baumgesundheit wirken“, sagt der Bürgermeister. Steffen Holz soll nun nicht allein wegen dieses einen Vorfalls Bericht erstatten.

http://www.lvz.de/Region/Doebeln/Sturmschaden-an-Leisnigs-Lindenplatz

Mit Blick darauf, dass viele Bäume in einem ähnlichen Alter sind wie die Lindenplatz-Bäume, sollen beziehungsweise wollen sich die Ratsmitglieder eine Meinung bilden, wie sie mit dem Thema Baum künftig umgehen wollen. Die Linde am 7. Juni umgebrochene Linde war im Inneren des Stammes stark verfault. Von außen sei das nicht sichtbar gewesen, so Steffen Holz.

Alternde Bäume auch andernorts problematisch

Der Baum am Lindenplatz ist nicht der einzige, der die Leisniger derzeit beschäftigt. Als Kandidat für die Säge gilt auch der Luther-Baum auf dem Kirchplatz. Der Zustand der Krone gibt zu denken. Herabstürzende Äste könnten Sach- oder Personenschaden verursachen. Die Zeichen stehen auf Abholzen. Jedoch prägt der Baum das Kirchplatzensemble so sehr, dass er extrem fehlen würde. Es gibt sowohl Befürworter als auch Gegner des Abholzens.

Allerdings ist dies nicht allein eine Frage dessen, ob jemand als ausgesprochener Naturfreund nun die Bäume besonders in Herz geschlossen hat. Es geht ganz pragmatisch um die Gesundheit und diesem Zusammenhang um das Alter der Bäume. Allein ist Leisnig mit dem Problem umbrechender Bäume im Übrigen nicht. Dirk Tenzler vom Staatsbetrieb Sachsenforst verweist auf einen Vorfall am Rad- und Wanderweg zwischen Großbauchlitz und Technitz. Dort war jüngst eine Eiche umgebrochen und hatte den Weg blockiert. Tenzler: „Die Bäume haben nun einmal das Alter, in welchem es normal ist, wenn einer umbricht.“

2019 Sanierung Lindenplatz

In Leisnig sollen sich die Ratsmitglieder aus dem Technischen Ausschuss am Donnerstag mit dem Bericht des Stadtgärtners ein Bild von der Situation in der Stadt machen. Was speziell den Lindenplatz anbelangt, so werde am aktuellen Zeitplan für die Sanierung festgehalten: Der Platz ist erst im Jahr 2019 dran. Das Projekt ist noch nicht geplant.Doch Goth spricht ebenso von der Option, möglicherweise eine Reihe junger Bäume mitten in die einstige Allee zu pflanzen. Heute fehlt ohnehin schon ein Großteil der Bäume.

Vorgezogen werden können dieses Vorhaben selbst mit Rücksicht auf das Alter der Linden nicht, sagt Goth. Zum einen sind die Fördermittel, auf welche die Stadt dringend angewiesen ist, in einem vorbestimmten Zeitrahmen abzurufen. Die Stadt müsse zudem Geld als Eigenmittel im Haushaltsplan eintakten. Maßnahmen, die in andere zeitliche begrenzte Förderprogramme eingeordnet sind, haben zudem finanzierungs- und planungstechnisch den Vorrang.

Von Steffi Robak

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