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Döbeln Berufsschüler zeigen ihre Schule
Region Döbeln Berufsschüler zeigen ihre Schule
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23:19 19.01.2014

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Dabei wechseln sich Verbrennungs- und Elektromoter ab oder wirken zusammen: Beim Beschleunigen etwa oder bei Fahrten an Steigungen. Die Technik ist anspruchsvoll und mit Elektronik vollgestopft.

Kfz-Lehrlinge in Döbeln können nun auch recht praktisch und anschaulich lernen, diese komplizierte Hybrid-Technik zu reparieren. "In solchen Fahrzeugen liegen Spannungen bis 200 Volt an. Da ist eine besondere Ausbildung notwendig", sagt Uwe Hofmann, Fachbereichsleiter Kfz. Er sagt auch, dass die Ausbildungszeit wegen der gestiegenen Komplexität der Materie eigentlich länger sein müsste, was aber bei den naturgemäß Ausbildungsbetrieben auf wenig Gegenliebe stoße. Das ist aber nur Begleitmusik. Die Döbelner Kfz-Ausbildung kann ihre hohe Qualität halten, indem in ihren Hallen nun ein neuer Demonstrationsprüfstand samt Toyota-Kleinwagen mit Hybrid-Antrieb steht.Sie gehört zu einem 150 000 Euro schweren Investitionspaket des Landkreises. 100 000 Euro davon sind mit Mitteln aus dem Europäischen Fond für regionale Entwicklung gefördert. "Wir sind froh, dass wir von der EU eine 40-prozentige Förderung erhalten haben", sagt Thomas Kranz, Abteilungsleiter Abteilung ÖPNV, Verkehrswirtschaft und Schulen im Landratsamt.

Neben dem Demonstrationsprüfstand bekam der Kfz-Bereich auch neue Hebebühnen und eine Druckluftanlage. Daran lernen die Kfz-Stifte die Besonderheiten der Bremsanlagen von Lastkraftwagen, die mit Druckluft funktionieren. Nicht nur die Kfz-Halle schauten sich am Sonnabend die Gäste des Tages der offenen Tür am BSZ-Standort Döbeln an. So zeigten angehende Sozialassistenten - das ist ein weiterer Ausbildungsschwerpunkt der Berufsschule - unter anderem, wie man richtig mit Neugeborenen umgeht.

Überhaupt packten nicht nur die derzeitigen und ehemaligen Auszubildenden kräftig mit an, was die Organisation dieses Tages der offenen Tür betrifft: So zeigte im Fachbereich Holz der ehemalige BSZ-Schüler Alexander Halen, wie man einem Stück Holz fachgerecht mit dem Hobel zu Leibe rückt. Maximilian Hanisch und Max Kretzschmar und Steffen Steinbock, beide Auszubildende im Grundjahr Metallbearbeitung, führten spanabhebende Fertigungsverfahren an einer klassischen Drehmaschine vor.

Fahrerei bedeutete der Tag der offenen Tür für Schulleiterin Katrin Neumann: Sie musste am Sonnabend noch nach Mittweida. Denn auch am anderen BSZ-Standort zeigten Lehrlinge und Lehrer, was man bei ihnen alles für Berufe lernen kann.

Dirk Wurzel

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