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Döbeln Besondere Mitarbeiter hoch motiviert für die Fräsmaschine
Region Döbeln Besondere Mitarbeiter hoch motiviert für die Fräsmaschine
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22:33 09.11.2014
Hartha

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"Es ist hochinteressant, was hier alles gemacht wird", so die 20-jährige Mügelnerin.

Und gemacht wird in der Chemnitzer Straße 8 in der Tat eine ganze Menge: Über 90 Menschen mit einer geistigen Behinderung gibt die Diakonie in Hartha die Möglichkeit, im Rahmen einer Qualifikation einer beruflichen Tätigkeit nachzugehen. Möglich ist dies zum einen im Bereich der Industriemontage, zum anderen der Holzverarbeitung und Holzbearbeitung sowie der Metallverarbeitung.

In letzterem Bereich können sich die Diakonie-Mitarbeiter so weit qualifizieren, dass ihnen sogar die Bedienung moderner Fräsmaschinen möglich ist. "An elektrischen Maschinen arbeiten zu können, ist für unsere Mitarbeiter sehr attraktiv und stellt für sie eine zusätzliche Motivation dar, die Stückzahlen zu schaffen und qualitativ gute Arbeit zu leisten", berichtet Andreas Hoffmann, Gruppenleiter für Metallverarbeitung.

Mit Maschinen aller Art bestens aus kennt sich Tobias Fritzsche, der seit zehn Jahren in den Harthaer Werkstätten und seit fünf Jahren in der dortigen Tischlereiabteilung tätig ist. "Es ist eine sehr abwechslungsreiche Arbeit", so der 30-Jährige, zu dessen Aufgabengebiet unter anderem die Produktion von Sperrholz- und Spanplatten für eine Rossauer Firma gehört. "Derzeit arbeiten wir aber eine kleine Bettenserie ab."

An das Thema Schlaf indes verschwendeten die Besucherinnen und Besucher des Tages der offenen Tür der Harthaer Diakonie-Werkstätten ob des in diesen gebotenen abwechslungsreichen Programms keinen Gedanken. Neben Rundgängen durch die einzelnen Produktionsräume enthielt dieses ferner einen Erfahrungsparcours, auf dem sich die Gäste in die Empfindungswelt eines behinderten Menschen versetzen lassen konnten. Darüber hinaus bot der Werkstattladen, der am Döbelner Obermarkt ein dauerhaftes Domizil hat, seine Waren feil und unterhielten die Mitglieder des Werkstattchores die Gäste mit jeder Menge Liedgut.

Primäres Anliegen der 94 Harthaer Diakonie-Mitarbeiter und -Mitarbeiterinnen im Alter zwischen 16 und 65 Jahren ist es jedoch nicht, an ihren Gesangskünsten und musikalischen Fähigkeiten zu feilen, sondern etwas Handfestes für die Zukunft zu erlernen. "Alle unsere behinderten Mitarbeiter befinden sich in einer Berufsausbildung, zu der Praktika ebenso wie Qualifikationsmaßnahmen gehören", informiert die Leiterin Produktion, Christiane Klein. "Von Fall zu Fall kann diese Ausbildung dazu führen, dass der eine oder andere sogar Fuß auf dem ersten Arbeitsmarkt fasst."

Roger Dietze

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